Zeit für ein Update: Porsche hat am heutigen Freitag ein Evolutions-Modell seines 911 GT3 R der Weltöffentlichkeit präsentiert. Mit dem Beginn des Jahres 2026 können Kundenteams den überarbeiteten Neunelfer in Rennserien wie der DTM, WEC, GT World Challenge oder IMSA-Meisterschaft an den Start führen.
Porsche wählte den Nürburgring als Ort der Präsentation, wo die DTM an diesem Wochenende die zweite Hälfte der Saison 2025 einläutet. Der aktuelle Porsche 911 GT3 R fährt seit 2023 auf den Rennstrecken dieser Welt und bekommt bald nach drei Jahren im Einsatz ein Evo-Paket mit wohldosierten Änderungen spendiert.

So viel kostet der Evo-Porsche 911 GT3 R für 2026
Der künftige GT3-Porsche kostet 573.000 Euro plus Mehrwertsteuer. Die Zuffenhausener planen zudem, rund 60 Evo-Nachrüstkits zum Einzelpreis ab 41.500 Euro plus Steuern anzubieten. Die Modifikationen der neuen Generation können Kundenteams dann in ihre Bestandsfahrzeuge einbauen. Laut Porsche-Angaben sind bisher 106 Porsche 911 GT3 R der 992-Generation an Kunden in aller Welt ausgeliefert worden.
Der 4,2-Liter-Sechszylinderboxer und der Antriebsstrang bleiben unverändert. Die optischen Änderungen halten sich - wie üblich bei Evo-Modellen und bei Porsche sowieso - in Grenzen. Beobachter erkennen den neuen Neunelfer vor allem an den Entlüftungsöffnungen auf der Oberseite der vorderen Kotflügel. Die vier Lamellen sollen zu einer verbesserten Aerodynamik beitragen und im Zusammenspiel mit einer überarbeiteten Kinematik der Achsen dem Einnicken in Bremszonen bzw. bei der Beschleunigung entgegenwirken.
Im hinteren Bereich erhält der Schwanenhals-Heckflügel des Porsche 911 eine vier Millimeter hohe Gurney-Leiste für zusätzlichen Abtrieb. Der Unterboden wird vollständig geschlossen und im hinteren Abschnitt zusätzlich abgestützt. Die elektrohydraulische Servolenkung bekommt eine zusätzliche Flüssigkeitskühlung spendiert und neue Keramikradlager sollen die Robustheit der Radträger optimieren. Ein angepasstes Fahrerluftgitter und einen USB-Stick, der den Datentransfer per Laptop ersetzt, gibt es obendrauf.

"Kleine Änderungen können große Unterschiede machen"
"Wir haben bei diesem Update den Fokus auf Optimierung gelegt", erklärt Sebastian Golz, Projektleiter Porsche 911 GT3 R. "Kleine Änderungen können große Unterschiede machen, wenn sie auf einer soliden und erfolgreichen Basis aufbauen." Die Entwicklung des neuen Porsche 911 GT3 R begann im August 2024. Im April dieses Jahres testete Porsche den Evo-Neunelfer unter Wettbewerbsbedingungen beim 12-Stunden-Rennen der 24H Series in Spa-Francorchamps (P2 für Herberth Motorsport).
Ab Werk liefert Porsche den Evo-Neunelfer mit den serienunabhängigen Optionen Sensorpaket, Langstreckenpaket, Pitlane-Links-Paket und Kamerapaket aus. Sie umfassen unter anderem vier Laser-Fahrhöhensensoren, zwei Hauptbremszylinder-Potentiometer, einen Streckentemperatursensor sowie eine Rückfahrkamera und Halterungen für das Trinkflaschensystem. Die Kundenteams können zudem spezielle Ausstattungsumfänge für Rennserien wie die IMSA (spezielle Achswellen für Drehzahlmesssensoren) und NLS (angepasster Vorschalldämpfer) wählen.
Der Porsche 911 GT3 R blickt seit der Markteinführung im Jahr 2023 auf zahlreiche Prestige-Erfolge zurück: Thomas Preining gewann die DTM-Meisterschaft in der Debütsaison mit Manthey, dazu holte der Rennstall aus Meuspath zwei LMGT3-Klassensiege bei den 24 Stunden von Le Mans (2024 & 2025). Ebenso triumphierte das Kundenteam AO Racing 2024 in der GTD-Pro-Wertung der IMSA-Sportwagenmeisterschaft. Für Siege bei den 24h-Klassikern auf dem Nürburgring und in Spa reichte es allerdings noch nicht.
Porsche präsentierte parallel zum überarbeiteten GT3-Modell zudem einen neuen Cup-Elfer für den Supercup und die nationalen Carrera-Markenpokale. Die Leistung des 4,0 Liter großen Sechszylinder-Boxermotors steigt um 10 PS auf 520 Pferdestärken. Porsche bietet Cup-Auto ab sofort zum Preis von 269.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer an.



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