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DTM: Formel-3-Euroserie 2019 wieder im Rahmenprogramm

Sebastian Vettel, Lewis Hamilton, Pascal Wehrlein: Die Formel-3-Euroserie hat viele Stars hervorgebracht. 2019 soll die Serie wiederbelebt werden.
von Robert Seiwert & Arno Wester

Motorsport-Magazin.com - Die DTM-Dachorganisation ITR hat kürzlich signalisiert, dass man sich intensiv mit dem Rahmenprogramm für die kommende Saison beschäftigen würde. In Brands Hatch hat DTM-Chef Gerhard Berger erste Details verraten - und die sind durchaus eine Überraschung.

Die Formel-3-Euroserie, die von 2003 bis 2012 ständiger Begleiter der DTM war, wird nach acht Jahren Abstinenz wiederbelebt. Sie soll 2019 im Rahmenprogramm der DTM fahren. "Wir schreiben die Formel-3-Euroserie 2019 aus", bestätigte Berger die Planung gegenüber Motorsport-Magazin.com.

Damit wird eine Lücke gefüllt, die durch die geplante Veränderung der Formel-3-Europameisterschaft entstanden ist.

Die Formel-Nachwuchsrennserie, die in dieser Saison bei sieben DTM-Events zu Gast war beziehungsweise noch ist, ersetzt zukünftig als FIA International Formula 3 im Rahmenprogramm der Formel-1-WM die bisherige GP3-Serie, die eingestellt wird. Das hat der Automobil-Weltverband FIA auf seiner letzten Weltratssitzung beschlossen.

Laut Berger hätten viele aktuelle Formel-3-Teams die ITR um die Aufnahme der Formel-3-Euroserie im Rahmen der DTM gebeten, wohl auch wegen der zu erwartenden höheren Kosten der neuen internationalen Formel-3-Serie. Geplant für die FIA International Formula 3 sind 2019 neun bis zehn Rennwochenenden im Rahmenprogramm der Formel 1 mit je zwei Rennen. Das Starterfeld soll auf 30 Autos begrenzt werden.

Die Formel-3-Euroserie als Nachfolge-Rennserie der Deutschen Formel-3-Meisterschaft hat vielen namhaften Piloten unter anderem den Sprung in die Formel 1 oder DTM ermöglicht. Prominenteste Vertreter sind die vierfachen Weltmeister Sebastian Vettel und Lewis Hamilton sowie Nico Hülkenberg, Valtteri Bottas, Pascal Wehrlein und Marco Wittmann.

Formel-3-Euroserie: Top-3 der Jahre im Überblick

Jahr Meister 2. Platz 3. Platz
2003 Ryan Briscoe Christian Klien Olivier Pla
2004 Jamie Green Alexandre Prémat Nicolas Lapierre
2005 Lewis Hamilton Adrian Sutil Lucas di Grassi
2006 Paul Di Resta Sebastian Vettel Kohei Hirate
2007 Romain Grosjean Sebastien Buemi Nico Hülkenberg
2008 Nico Hülkenberg Edoardo Mortara Jules Bianchi
2009 Jules Bianchi Christian Vietoris Valtteri Bottas
2010 Edoardo Mortara Marco Wittmann Valtteri Bottas
2011 Roberto Merhi Marco Wittmann Daniel Juncadella
2012 Daniel Juncadella Pascal Wehrlein Raffaele Marciello

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