Gestern Ferrari, heute Peugeot: Das Starterfeld für die am 28. März in Katar beginnende WEC-Saison 2026 nimmt farbliche Gestalt an. Während die Scuderia ihrem rot-gelben Farbkleid weitestgehend treu geblieben ist, überrascht Peugeot mit einer komplett neuen Lackierung.

Anstelle der zuletzt vorrangig weißen Außenhaut mit Neon-Akzenten rückt jetzt ein Design in weiß, schwarz und rot. Dabei hat sich die Designabteilung natürlich etwas gedacht: Der Peugeot 9X8 trägt die historischen Farben des Peugeot GTi, die erstmals 1984 zum Bestellstart des Peugeot 205 GTi angeboten wurden.

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Peugeot in der WEC 2026: Neue Farben, alte Technik

Das sogenannte 'Okenite White' steht beim Prototypen im Mittelpunkt und ist die Einführungsfarbe für den neuen Peugeot E-208 GTi, der allerdings noch nicht auf dem Markt erhältlich ist. Die Tribute-Lackierung auf den beiden 9X8 mit den gewohnten Startnummern #93 und #94 soll den Start des 'GTi-Jahres' beim Autobauer aus Frankreich einläuten.

Während die Außenhaut der Peugeot-Hypercars in neuem Glanz erstrahlt, soll sich darunter dem Vernehmen nach nicht allzu viel ändern. Alle verfügbaren Update-Joker bis 2027 dürften längst aufgebraucht sein, außerdem wurde das Fahrzeug während der Saison 2024 neu homologiert. Laut Gerüchten arbeiten die Ingenieure aktuell an einer weiteren Version, die 2027 ihr Debüt geben könnte. Das ist dank einer Ausnahmeregelung und mit dem Segen des ACO sowie der FIA möglich.

Peugeot WEC Präsentation
Neuer Look für den Peugeot 9X8, Foto: Peugeot

Wann klappt es mit dem ersten Sieg in der Langstrecken-WM?

Peugeot steht vor seiner bereits fünften Saison in der WEC und wartet weiter auf den ersten Sieg. Das Höchste der Gefühle war der zweite Platz beim Rennen in Fuji 2025 - überhaupt erst die vierte Podiumsplatzierung für die Marke mit dem Löwen im Wappen. Bislang stand das WEC-Projekt unter keinem guten Stern: Als Peugeot längst mit der Entwicklung seines LMH begonnen hatte, warfen ACO und FIA das Reglement über den Haufen und führten zusätzlich die LMDh-Kategorie ein. Unter den veränderten Parametern im Technischen Reglement leidet Peugeot bis heute.

Als Teamchef sitzt inzwischen Emmanuel Esnault bei den Löwen am Ruder. Der Franzose hat die Leitung des WEC-Projekts von Technikdirektor Olivier Jansonnie übernommen, der jetzt das komplette Motorsport-Programm des Stellantis-Konzerns verantwortet. Dazu zählt neben der WEC unter anderem ein Engagement in der Formel E mit den Teams DS Penske und Citroen. 2027 soll zudem die Stellantis-Marke Opel in die Elektro-WM einsteigen.

Peugeot WEC Präsentation
Peugeot steht vor seiner fünften Saison in der Langstrecken-WM, Foto: Peugeot

Neuzugänge und Wechsel-Wirrwarr im Fahrerkader von Peugeot

Peugeot hat auch beim WEC-Fahrerkader einige Änderungen über den Winter vorgenommen. Neu dabei ist Allrounder Nick Cassidy aus Neuseeland, der sich den #93 Peugeot mit den früheren Formel-1-Fahrern Paul Di Resta und Stoffel Vandoorne teilt.

Vandoorne war eigentlich schon raus bei Peugeot und einig mit WEC-Neueinsteiger Genesis, doch zur Vertragsunterschrift kam es nie. Da sich Jean-Eric Vergne kurzfristig entschied, 2026 den Fokus auf die Formel E (Citroen zusammen mit Cassidy) und Entwicklungsarbeit zu legen, bleibt der Belgier für ein weiteres Jahr an Bord. Mehr zu diesem kuriosen Wechsel-Wirrwarr lest ihr in diesem Artikel:

Auf der #94 stößt der frühere Formel-2-Champion Theo Pourchaire neu hinzu und gibt sein Debüt in der WEC. Der Franzose wechselt sich am Steuer mit Loic Duval und Malthe Jakobsen ab. Der ehemalige Stammfahrer Mikkel Jensen hat sich unterdessen zu McLaren verabschiedet und wird dort Entwicklungsarbeit für den WEC-Einstieg zur Saison 2027 leisten.

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