Antonio Felix da Costa kehrt 2026 in die WEC zurück. Der Portugiese heuert bei Alpine als neuer Werksfahrer an. Mit welchen Teamkollegen er sich nächstes Jahr das Auto teilen wird, haben die Franzosen noch nicht bekanntgegeben. Bei Alpines Fahrer-Lineup tut sich einiges seit geraumer Zeit: Laut Gerüchten könnte Mick Schumacher das Team nach zwei Jahren in Richtung IndyCars verlassen, auch ein Abschied von Paul-Loup Chatin wird spekuliert.
Felix da Costa braucht das erst einmal nicht zu interessieren: Der 34-Jährige kehrt an den Ort zurück, den er so sehr vermisst hatte: die Langstrecken-Weltmeisterschaft. Möglich ist das Comeback erst durch seinen Abschied von Porsches Werksteam aus der Formel E geworden. Bei den Zuffenhausenern galt die Elektro-WM als ganz klares Fokus-Programm für Felix da Costa, sodass er zwei Jahre auf WEC-Rennen verzichten musste.
WEC und Formel E: Antonio Felix da Costas Wunsch erfüllt
Gegenüber Motorsport-Magazin.com hatte er Mitte dieses Jahres, noch als Porsche-Fahrer, ganz klar geäußert: "Ich habe sieben Jahre lang hart dafür gearbeitet, ein guter Langstreckenfahrer zu werden. Und jetzt - in der spannendsten Ära des Langstreckensports - bin ich nicht dabei. Ich frage mich: Wofür waren all die Jahre gut, die ich auf der Langstrecke verbracht habe? Ich will dabei sein, wenn es richtig spannend wird."
Felix da Costa, der Formel-E-Champion von 2019/20, hätte sich während seiner drei Porsche-Jahre ein dauerhaftes Doppelprogramm bestehend aus Formel E und WEC gewünscht. Nach einer Saison (2023) beim damaligen Porsche-Kundenteam Jota (heute Cadillac-Werksteam) schoben die Porsche-Verantwortlichen dem aber einen Riegel vor. Felix da Costa musste sich voll auf die Formel E konzentrieren - und lieferte nach Startschwierigkeiten ab: in den vergangenen beiden Saisons kämpfte er bis zuletzt um den WM-Titel.
Jetzt ist der Wunsch des früheren BMW-DTM-Fahrers in Erfüllung gegangen. Mit Alpine kann er in der Hypercar-Topklasse der WEC angreifen, parallel dazu bleibt er nach dem Wechsel ins Jaguar-Werksteam in der Formel E. 2026 kommt es nicht zu Terminüberschneidungen zwischen den beiden FIA-Serien, wenngleich die Rennen zum Teil dicht aufeinanderfolgen.

Felix da Costa: Über BMW zum Le-Mans-Klassensieger und WEC-Champion
Felix da Costa gab sein WEC-Debüt schon 2018, als er für BMW einen M8 in der damaligen GTE-Klasse pilotierte - das gesamte Werksprojekt war von sehr überschaubarem Erfolg geprägt. Er blieb der WEC auch nach seinem Abschied von BMW treu und startete in der LMP2-Kategorie für das Team Jota. 2022 gewann 'DAC' die LMP2-Meisterschaft und feierte einen Klassensieg bei den 24 Stunden von Le Mans.
Felix da Costa saß bereits am Montag dieser Woche im Alpine A424 und drehte auf dem Bugatti Circuit in Le Mans seine ersten Runden. Sein nächster Einsatz wartet im Rahmen der Rookie-Testfahrten in Bahrain im direkten Anschluss an das Saisonfinale (08. November 2025). Alpine feierte zuletzt in Fuji seinen ersten Sieg durch das Trio Ferdinand Habsburg/Charles Milesi/Paul-Loup Chatin. Zuvor landete das Schwesterauto um Mick Schumacher in der laufenden Saison zweimal auf dem Podium.
"Jeder kennt meine Leidenschaft für den Langstreckensport", sagte Felix da Costa bei seiner Alpine-Vorstellung. "Ich habe hart daran gearbeitet, mich in dieser Disziplin zu einem kompletten Fahrer zu entwickeln, und nach dem Gewinn des LMP2-Titels ist es nun mein Ziel, zu Alpines Erfolg an der Spitze beizutragen."



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