WEC

WEC 2018/19: Strafen für zu schnelle private LMP1 vs. Toyota

Toyota kämpft in der WEC 2018/19 als einziger LMP1-Hersteller gegen Privatteams. Sind diese zu schnell, winken seitens FIA und ACO drastische Strafen.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Toyota bekommt in der kommenden WEC-Saison 2018/19 neue Konkurrenz. Die Werks-Gegner von Porsche, Audi und Nissan sind ausgestiegen, stattdessen müssen sich die Japaner nun mit Privatteams rumschlagen. Rebellion Racing, Manor Racing, SMP Racing, ByKolles und Dragonspeed lauten die neuen Kontrahenten von Toyota in der Langstrecken-WM und bei den 24h von Le Mans. Durch die veränderten Gegebenheiten haben die Organisatoren auch ein Auge auf der Performance der verschiedenen Pakete.

Es gilt, die Privatteams vom Speed her an Toyota heranzubringen. Bereits im Dezember wurde zumindest die Berechnungsgrundlage für den Performance-Unterschied zwischen dem Toyota und dem besten Privatier festgelegt. Die 20 Prozent der schnellsten Rennrunden des schnellsten Toyota und des schnellsten privaten LMP1 dienen hierfür als Basis.

Entpuppt sich ein privater LMP1 hingegen als zu schnell - sprich: fährt er den Toyota vor der Nase herum - so winken ihm drastische Strafen, wie ACO-Sportdirektor Vincent Beaumesnil nun gegenüber 'Autosport' erklärt. "Es gibt für den Fall, dass ein Non-Hybrid schneller als ein Hybrid fährt, ein Strafsystem, dessen Details später verraten werden."

Privat-LMP1 schneller als Toyota - Beaumesnil: Hat nur einen Grund

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"Dafür kann es nur einen Grund geben: Dass uns der betreffende Konstrukteur falsche Daten übermittelt hat. Wir sagen: Wir haben euch zu einem gewissen Performance-Level verholfen. Wenn ihr darüber liegt, dann habt ihr uns in die Irre geführt", so Beaumesnil. Betreffende Teams erhalten dafür laut Technischem Reglement eine Stop-and-Go-Strafe von fünf Minuten, zudem kann nach Rennende eine Runde aufaddiert werden.

Anpassungen an der Equivalence of Technologies (EoT) in der LMP1-Klasse können übrigens frühestens nach den 24h von Le Mans 2018 vorgenommen werden. Erst dann kann man auf die Daten aus zwei Rennwochenenden zurückgreifen. Die Organisatoren nehmen sich zudem das Recht heraus, im Laufe der Saison ein Mal eine Anpassung vornehmen zu können. Danach ist die EoT bis zu den 24h von Le Mans 2019 eingefroren.


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