Colin Edwards war der Frust nach dem Rennen deutlich anzusehen. Schon in der ersten Kurve war das Rennen für den Yamaha Tech3-Piloten zu Ende. Alex De Anglis war innen und rutschte mit seiner Honda weg, traf dabei Edwards, welcher im Absteigen noch Jorge Lorenzo und Nicky Hayden am Hinterrad erwischte. Lorenzo konnte sich fast unbeirrt auf dem Bike halten, Hayden hatte in voller Schräglage keine Chance.

"Ich dachte, ich hätte den Speed, um ganz leicht Vierter zu werden oder mit Pedrosa, um das Podium zu kämpfen. Aber stattdessen hatte ich mit einem italienischen Fahrer zu kämpfen, der sich in Italien als Held aufspielen wollte", ärgerte sich Edwards über die Aktion von De Angelis. Wenn es nach Edwards ging, dann hätte De Angelis den Helm von Valentino Rossi mit dem Bild eines Esels tragen müssen.

Pace stimmte, Ergebnis nicht

"Kurve eins ist die gefährlichste Stelle für einen Crash. Das ist nicht zu akzeptieren", stellte der Yamaha Tech3-Pilot klar. Mit dem Ausfall blieb Edwards erstmals in dieser Saison ohne Punkte und rutschte in der Gesamtwertung hinter Andrea Dovizioso auf Platz sechs zurück. Teamkollege James Toseland gehörte ebenfalls zu den Opfern der ersten Kurve. Von Platz 14 gestartet, hätte Toseland ohne den Vorfall die Chance auf eine Platzierung in den Top-6 gehabt.

Am Ende überquerte er die Ziellinie als Zehnter. "Ich bin mit meiner Platzierung nicht zufrieden, aber ich bin zufrieden mit unserer Rennpace. Am Ende des Rennens konnte ich Capirossi in jeder Kurve sehen, deshalb wusste ich, dass ich schnell unterwegs war. Umso frustrierender ist es , wenn man nicht, um ein besseres Ergebnis mitkämpfen kann", erklärte Toseland.