Die MotoGP-Trainingsbestzeit auf Phillip Island geht an Marco Bezzecchi. Er ist schnellster Mann in einem bärenstarken Aprilia-Quartett, dass auch die Ränge zwei, vier und fünf belegt. Lediglich Marc Marquez kann sich als Dritter dazwischen schieben.
Das Ergebnis: Bezzecchi war in 1:26.775 Minuten um 0,072 Sekunden schneller als Raul Fernandez. Marc Marquez verlor als Dritter 0,126 Sekunden und war damit gleich schnell wie Ai Ogura auf P4. Jorge Martin hatte als Fünfter 0,255 Sekunden Rückstand. Rang sechs ging an den in der Schlussphase gestürzten Alex Marquez vor einem KTM-Duo mit Enea Bastianini und Pedro Acosta. Diogo Moreira und Fabio Di Giannantonio sicherten sich die letzten Plätze für den direkten Einzug in Q2.
Bereits in Q1 müssen unter anderem Francesco Bagnaia (14.) und Fabio Quartararo (15.) ran. Luca Marini, der mit einer Viruserkrankung kämpft, ließ das Training aus, um seine Kräfte für das restliche Wochenende aufzusparen.
Stürze, Defekte & Zwischenfälle: Jack Miller sorgte nach nur sechs Minuten in Kurve sechs für den ersten Sturz des Nachmittags.
Wenig später sorgte Marco Bezzecchi für eine dramatische Szene. Er krachte in der Anfahrt zur Miller-Hairpin in das Heck von Alex Marquez' Ducati, musste dadurch von der Strecke und ging dort zu Boden. Bezzecchi blieb unter der Aprilia eingeklemmt liegen, konnte von den Marshals aber schließlich befreit werden. Bezzecchi kam unversehrt davon, sein Motorrad konnte aber nicht mehr gestartet werden. Die Stewards untersuchten die Szene, entschieden sich letztlich aber gegen die Aussprache einer Strafe für einen der beiden Fahrer. Das Training wurde nach der Kollision kurz unterbrochen, um Verkleidungsteile von Bezzecchis Aprilia auf der Strecke zu entfernen.
An der nächsten Roten Flagge trug kein Fahrer Schuld. Ein Wallaby hatte sich in Kurve sechs auf die Strecke verirrt. Das Tier verließ die Gefahrenzone aber schnell selbstständig wieder.
Für den nächsten Sturz sorgte Augusto Fernandez, der im Saison-Finish ja den verletzten Toprak Razgatlioglu bei Pramac Yamaha ersetzt. Fernandez erwischte es in Kurve elf.
In der finalen Time-Attack stürzte Alex Marquez in Kurve vier - also genau dort, wo es zuvor zur Kollision mit Bezzecchi gekommen war.
Marc Marquez würgte seine Ducati beim Übungsstart nach der Session ab und musste das Motorrad abstellen.
Das Wetter: Regelrechte Hitze herrschte am Freitagnachmittag auf Phillip Island. Bei wolkenlosem Himmel wurden 29 Grad Außentemperatur und 47 Grad auf dem Asphalt erreicht. Eigentlich perfekte Bedingungen im MotoGP-Training die aber durch kräftigen und böigen Wind verkompliziert wurden.



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