Marc Marquez wirft im großen MotoGP-WM-Duell mit Jorge Martin seinem Landsmann direkt im 1. Freien Training auf Phillip Island den Fehdehandschuh zu. Marquez brennt mit 16 Runden alten Reifen am Ende der Session die Bestzeit auf den Asphalt.
Das Ergebnis: Marc Marquez war in 1:27.985 Minuten um 0,048 Sekunden schneller als Raul Fernandez, der nach einem Sturz zu diesem Zeitpunkt aber auf zwölf Runden weniger mit seinem Reifensatz kam. Rang drei ging an Lokalmatador Jack Miller. Marco Bezzecchi wurde Vierter, 0,293 Sekunden hinter Marc Marquez. Alex Marquez belegte P5 vor Pedro Acosta. Martin kam über Platz sieben mit 0,453 Sekunden Rückstand nicht hinaus. Ai Ogura, Fabio Quartararo und Fabio Di Giannantonio komplettierten die Top-Ten.
Francesco Bagnaia startete mit Platz 18 einmal mehr desaströs in ein Rennwochenende. Noch schlechter lief es für Luca Marini, der schon am Donnerstag über eine Erkrankung geklagt hatte, im FP1 nur zwei Runden fuhr und über sechs Sekunden verlor.
Stürze, Defekte & Zwischenfälle: Gresini-Ersatzmann Iker Lecuona flog schon nach neun Minuten heftig in Kurve sechs ab. Sowohl er als auch seine Ducati landeten in der Streckenbegrenzung, Lecuona kam aber ohne Verletzungen davon.
Wenig später crashte auch Raul Fernandez in Turn 6. Er wurde ebenfalls wild durch den Kies geschleudert und hatte anschließend sichtlich Schmerzen an seinen erst in Indonesien gebrochenen Fingern. Dennoch war Fernandez mit seinem Ersatzmotorrad und nach einem Check durch Dr. Angel Charte schnell wieder zurück auf der Strecke.
Zwischen den beiden Stürzen rollte Brad Binder mit seiner KTM und technischen Problemen auf der Start-Ziel-Gerade aus. Der Motor der RC16 hatte in spektakulärer Manier den Geist aufgegeben.
Jack Miller crashte in der Schlussphase des Trainings heftig in der extrem schnellen ersten Kurve. Er schien auf einer Bodenwelle die Kontrolle über seine Yamaha verloren zu haben und wurde anschließend durch das Kiesbett geschleudert. Miller brauchte einige Momente, um wieder auf die Beine zu kommen. Der Unfall dürfte aber glimpflich geendet haben.
Das Wetter: Die Prognose für Samstag und Sonntag bereitet der MotoGP Sorgen, zum Auftakt am Freitagmorgen gab es aber beste Bedingungen für die Stars der Königsklasse. Bei fast wolkenlosem Himmel wurden 26 Grad Außentemperatur und 38 Grad auf dem Asphalt erreicht.



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