In der Saison 2026 feiert die MotoGP ein wichtiges Jubiläum. 2002 führte die Königsklasse ihr modernes Gesicht ein und verabschiedete sich von den 500er-Zweitaktern. Seitdem stand in 25 Jahren Sport eine Marke für Erfolg: Brembo. Jede Weltmeisterschaft wurde bisher mit Bremsen der Italiener gewonnen, sodass seit 2016 alle MotoGP-Teams auf diese schwören. Auch im Jubiläumsjahr 2026 wird Brembo alle 22 Fahrer mit Hochleistungsmaterial beliefern.
Der Fußabdruck von Brembo in der Geschichte der Motorrad-Weltmeisterschaft geht allerdings noch wesentlich weiter als diese 25 Jahre zurück. Bereits 1976 wurden die ersten Bremssättel an die Königsklasse geliefert. Seitdem haben Fahrer mit Brembo-Ausstattung über 600 Grand Prix gewonnen. Die elf Teams der MotoGP vertrauen auf Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit aller Brembo-Komponenten: Bremssättel, Bremsscheiben, Bremszylinder, Kupplungszylinder und Bremsbeläge. Dabei bietet Brembo jedem Fahrer individuelle technische Lösungen an, je nach Fahrstil, Streckencharakteristik oder Rennstrategie.

Weit mehr als Bremsen: Das Rennsport-Angebot der Brembo-Gruppe
Der Beitrag Brembos zum Motorrad-Sport geht über reine Bremsleistung hinaus. Dank einer Reihe strategischer Übernahmen im Verlauf der letzten 25 Jahre bietet die Brembo Gruppe nun auch Gabeln, Stoßdämpfer, Kupplungen und Felgen an. Im Prinzip alles um die Räder herum:
Öhlins liefert Karbon-Gabeln und Aluminium-Stoßdämpfer an 9 von 11 Teams.
AP Racing liefert die neueste Karbon-Kupplungstechnologie an 5 von 11 Teams.
Marchesini wird 9 von 11 Teams mit geschmiedeten Magnesiumfelgen ausstatten, jeweils verfügbar mit 5 oder 7 Speichen für Front und Heck.
Außerdem ist das Unternehmen aus Bergamo seit 2023 der 'Braking Inspiration Partner' der MotoGP. Seit 2024 unterstützt Brembo auch die Austragung des Italien Grand Prix im legendären Mugello als Titelsponsor. Dieser wird auch 2026 wieder unter dem Brembo-Banner gefahren.

Technische Details und erstaunliche Fakten: Die Bremsen der MotoGP
Ein kurzer Blick auf die Technik von Brembo. Das gesamte Bremssystem in der MotoGP hat gerade einmal ein Gewicht von etwa 2,3 Kilogramm. Die Fahrer können bei den Bremsscheiben unter verschiedenen Lösungen wählen, je nach ihren Vorlieben und ihrem Fahrstil. Eine der beliebtesten Lösungen ist die Rippenscheibe, da sie die Bremshitze besser ableiten kann. Die Bremsscheibe wiegt 1,4 Kilogramm und muss in einer Betriebstemperatur zwischen 250 und 850 Grad Celsius gehalten werden.

Die Leistungsfähigkeit der Karbonbremsen ist erstaunlich. Mehr als 1,5 G Verzögerung kann mit ihnen erreicht werden. Im bereits angesprochenen Mugello gibt es in Kurve 1 eine besondere Demonstration dieser Bremspower zu sehen. Von etwa 350 km/h wird auf unter 100 Stundenkilometer gebremst. Dieser Vorgang läuft über nur fünf Sekunden und eine Distanz von etwa 280 Metern.
Nicht nur die Königsklasse: Auch Moto2 und Moto3 schwören auf Brembos Know-How
Brembo ist auch in den Nachwuchsserien der Motorrad-WM führend. In Moto2 und Moto3 setzen alle Teams auf Bremssättel, 90 Prozent auf Zylinder und 80 Prozent auf Bremsbeläge aus dem Hause Brembo. Dazu kommen noch 30 Prozent Stahlbremsscheiben und weitere 30 Prozent mit Felgen von Marchesini. Bei den Aufhängungen nutzt 70 Prozent der Moto2 Öhlins. In der Moto3 ist es die Hälfte der Teams.

Bei den Bremsscheiben haben die Teams die Auswahl zwischen gerippten oder leichten Stahlscheiben. Diese müssen im Betriebsfenster unter 650 Grad Celsius gehalten werden, um bestmögliche Leistung zu ermöglichen. Die Scheiben der Moto3 wiegen dabei nur ein halbes Kilogramm, während die deutlich schwerere Moto2-Klasse auch deutlich größere Bremsanlagen braucht. Hier kommt die Stahlscheibe auf 1,3 Kilogramm. Alle Teile eingerechnet wiegt das gesamte Bremssystem der Moto2 6 Kilogramm, das der Moto3 deren 4,5.

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