Marco Bezzecchi trotzt an diesem MotoGP-Wochenende auf Phillip Island allen Widerständen. Trotz starker Rückenschmerzen und einer Möwe, die sich in seiner Verkleidung verfängt, holt er den Sieg im Sprint. Raul Fernandez wird Zweiter, Pedro Acosta komplettiert das Podium. Francesco Bagnaia erlebt einen weiteren Horrorsprint und verliert als Vorletzter über 32 Sekunden.
In der Fahrer-WM macht Bezzecchi im Kampf um Rang drei somit erneut zwölf Punkte auf Bagnaia gut und liegt nur noch acht Zähler zurück.
MotoGP Phillip Island: Der Rennfilm im Sprint
Die Startaufstellung: 1. Quartararo, 2. Bezzecchi, 3. Miller, 4. R. Fernandez, 5. Acosta, 6. A. Marquez, 7. Aldeguer, 8. P. Espargaro, 9. Marini, 10. Di Giannantonio, 11. Bagnaia, 12. Rins, 13. Binder, 14. Mir, 15. Zarco, 16. Oliveira, 17. Morbidelli, 18. Ogura, 19. Savadori, 20. Bastianini, 21. Chantra, 22. Pirro
Start: Alex Marquez schießt von Startplatz sechs aus in Führung! Dahinter reihen sich Raul Fernandez, Jack Miller, Marco Bezzecchi, Fabio Quartararo und Pedro Acosta ein.
Runde 1/13: Raul Fernandez schnappt sich in Kurve zwei Alex Marquez und geht in Führung. Bezzecchi ist ebenfalls wieder auf dem Vormarsch und ist nach Kurve vier zurück auf Platz zwei.
Runde 2/13: Brad Binder stürzt auf Platz neun liegend in Kurve zwei.
Runde 3/13: Raul Fernandez und Bezzecchi können sich an der Spitze absetzen, haben bereits mehr als eine Sekunde Vorsprung auf Rang drei und Alex Marquez.
Runde 5/13: Miller greift in Kurve eins Alex Marquez an, geht aber weit und muss den Gresini-Piloten wieder vorbeilassen. In Turn 10 attackiert Miller erneut und dieses Mal ist er erfolgreich.
Runde 6/13: Alex Marquez nutzt auf der Start-Ziel-Gerade den Windschatten und holt sich Platz drei von Miller zurück.
Bezzecchi lauert hinter Raul Fernandez auf seine Chance, patzt aber in Kurve zehn, geht weit und verliert über eine Sekunde.
Runde 7/13: Acosta rast mit gewaltigem Windschatten an Miller und Alex Marquez vorbei. Acosta nun Dritter vor Miller und Alex Marquez.
Runde 8/13: Bezzecchi hat die Lücke schnell wieder geschlossen und hängt am Hinterrad von Raul Fernandez.
Runde 10/13: Bezzecchi drückt sich in Turn 2 an Fernandez vorbei und übernimmt die Führung!
Runde 11/13: Fermin Aldeguer ist gestürzt. Er war auf Rang zwölf unterwegs.
Ziel: Bezzecchi gewinnt souverän mit 3,1 Sekunden Vorsprung auf Raul Fernandez. Acosta rettet Rang drei vor Miller und Fabio Di Giannantonio. Alex Marquez landet auf P6 vor Polesitter Quartararo. Die letzten Punkte gehen an Luca Marini und KTM-Ersatzmann Pol Espargaro. Francesco Bagnaia erlebt ein weiteres Debakel und wird mit über 32 Sekunden Rückstand 19.
Die Stimmen vom MotoGP-Podium im Sprint auf Phillip Island
Marco Bezzecchi (Sieger, Aprilia):
"Das war ziemlich hart. In der Aufwärmrunde habe ich einen großen Vogel getroffen, das war vor allem für ihn ein Unglück. Aber auch ich hatte da einen Schreckmoment. Zum Glück war am Motorrad nichts beschädigt, aber es tut mir natürlich trotzdem sehr leid. Als der Sprint dann begann, machte es viel Spaß. Es war beeindruckend, wie schnell Raul zu Beginn war. Ich konnte ihn noch nicht einholen. Sobald ich dann dran war, machte ich einen Fehler. Da habe ich mir nochmal ein paar schwierige Runden eingebrockt, aber es war trotzdem ein fantastischer Job. Ich bin mit dem Sieg heute sehr glücklich."
Raul Fernandez (Zweiter, Trackhouse):
"Ich war ziemlich entspannt auf dem Bike und wollte einfach keinen Fehler machen. Ich sah es kommen, dass Marco eine sehr starke Pace haben würde. Ich wollte einfach mein Maximum rausholen. Als ich erkannte, dass ich Marco nicht folgen können würde, wollte ich einfach nur noch bis zum Ende überleben. Auf dieser Strecke musst du den Hinterreifen ins Ziel bringen. Ich bin sehr glücklich. Danke an meine Familie und mein Team, das ist wirklich wichtig für uns alle."
Pedro Acosta (Dritter, KTM):
"Ich bin sehr zufrieden. Das sah seit gestern wirklich nicht nach unserem Wochenende aus. Das FP2 war nicht gut. Zum Glück konnten wir uns aber auf einer guten Startposition qualifizieren. Das Rennen war dann ein einziger Kampf. Ich glaube wir bekommen das in der zweiten Saisonhälfte gut hin. Das Team leistet auch auf Strecken wie dieser, wo wir sonst große Probleme haben, einen guten Job. Danke an alle."



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