Die MotoGP-Sprint Premiere in Ungarn lässt die im Vorfeld geäußerten Befürchtungen wahr werden. Bereits in Kurve eins kracht es zwischen Fabio Quartararo und Enea Bastianini, noch in der ersten Runde folgt die nächste heftige Kollision zwischen Bastianini und Johann Zarco. Marc Marquez fährt einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein, das VR46-Duo mit Fabio Di Giannantonio und Franco Morbidelli flankiert ihn auf dem Podium.
In der Fahrer-WM baut Marc Marquez seinen Vorsprung auf Bruder Alex Marquez, der nur Achter wird, auf 152 Punkte aus. Francesco Bagnaia geht im Ungarn-Sprint als 13. leer aus und liegt bereits 209 Zähler zurück.
MotoGP Ungarn: Der Rennfilm im Sprint
Die Startaufstellung: 1. M. Marquez, 2. Bezzecchi, 3. Di Giannantonio, 4. Bastianini, 5. Morbidelli, 6. Quartararo, 7. Acosta, 8. Aldeguer, 9. Marini, 10. Mir, 11. A. Marquez, 12. P. Espargaro, 13. Binder, 14. Miller, 15. Bagnaia, 16. R. Fernandez, 17. Martin, 18. Zarco, 19. Oliveira, 20. Rins, 21. Ogura
Start: In Kurve eins kommt es zum befürchteten Chaos. Fabio Quartararo kollidiert mit Enea Bastianini und kommt zu Sturz. Die Stewards untersuchen die Szene nach dem Sprint. Aus dem Durcheinander geht Marc Marquez als Führender vor Franco Morbidelli, Fabio Di Giannantonio, Luca Marini, Fermin Aldeguer und Joan Mir hervor.
Runde 1/13: DI Giannantonio geht an Morbidelli vorbei und ist neuer Zweiter.
Bastianini räumt in der ersten Schikane Johann Zarco ab. Beide Fahrer sind aus dem Sprint. Auch diese Szene wird später untersucht.
Runde 3/13: Brad Binder kommt mit beschädigter Verkleidung an die Box, setzt den Sprint aber schließlich fort.
Runde 4/13: Marc Marquez macht an der Spitze Ernst: Er hat seinen Vorsprung erstmals auf mehr als eine Sekunde geschraubt.
Runde 6/13: Acosta ist gestürzt! Er geht im Duell mit Jorge Martin um Platz zehn in Kurve elf zu Boden. Acosta kann den Sprint fortsetzen, liegt aber am Ende des Feldes.
Runde 7/13: Alex Marquez hat eine Position gut gemacht. Er geht an Pol Espargaro vorbei auf Rang acht.
Ziel: Marc Marquez gewinnt 2,095 Sekunden vor Di Giannantonio, Morbidelli komplettiert das Podium. Marini wird starker Vierter vor Aldeguer und Mir. Bezzecchi, Alex Marquez und Jorge Martin holen die letzten Punkte. Francesco Bagnaia geht als 13. leer aus.
Die Stimmen vom Sprint-Podium der MotoGP in Ungarn
Marc Marquez (Sieger, Ducati):
"Ich habe nur gehört, dass da jemand in der ersten Kurve ganz nah war. Von da an habe ich einfach meinen Rhythmus gefahren. Schon in der ersten Runde fuhr ich gut. Ich versuchte einfach, die Pace konstant zu halten. Ich sah, dass ich damit eine Lücke rausfuhr. Ich bin zufrieden. Jetzt müssen wir den Hinterreifen für morgen analysieren. Davon abgesehen ist uns bereits heute Morgen ein Fortschritt gelungen und auch gestern haben wir hart gearbeitet. Heute habe ich mich schon viel besser gefühlt."
Fabio di Giannantonio (Zweiter, VR46):
"Wie immer: Wenn wir auf eine neue Strecke kommen, besonders wenn die erste Kurve so eng ist, dann weißt du, dass es entscheidend wird. Heute war es ziemlich chaotisch am Start. Zum Glück ging es für mich mehr oder minder ordentlich aus. Ich möchte dem Team für einen fantastischen Job an beiden Motorrädern danken. Es ist fantastisch, dass wir beide heute auf dem Podium sind. Franky und ich hatten zuletzt keine schöne Zeit, also ist diese Rückkehr auf das Podium sehr wichtig. "
Franco Morbidelli (Dritter, VR46):
"Ich bin sehr zufrieden. Ein wirklich solider Samstag. Wir haben nach der Verletzung den Rhythmus wiedergefunden. Ein guter Tag für mich, für die Mannschaft, für das gesamte Team. Auch Diggia ist ein fantastisches Rennen gefahren. Wir waren hinter Marc und konnten ihn sehen. Das ist wirklich gut. Mal sehen, was uns morgen gelingen kann. "



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