Marc Marquez schnürt auf nasser Strecke im MotoGP-Training am Freitagnachmittag den Bestzeitendoppelpack in Brünn. Alex Marquez zittert sich nach einem Sturz in der Schlussphase in Q2, Francesco Bagnaia scheitert an den Top-Ten. Jorge Martin glänzt beim Comeback und wird hervorragender Fünfter.

Das Ergebnis: Marc Marquez war in 2:03.935 Minuten um 0,469 Sekunden schneller als Johann Zarco. Fabio Quartararo wurde Dritter vor Marco Bezzecchi. Jorge Martin verlor als Fünfter nur 0,721 Sekunden auf die Bestzeit - ein echtes Ausrufezeichen beim Comeback. Jack Miller belegte P6 vor Joan Mir und Enea Bastianini. Alex Marquez kämpfte sich nach seinem Crash mit nur einer Runde auf Platz neun, Pedro Acosta schnappte sich den letzten Platz für den direkten Einzug in Q2.

Bereits in Q1 müssen unter anderem Fermin Aldeguer (12.), Francesco Bagnaia (13.), Brad Binder (15.) oder Fabio Di Giannantonio (16.) ran.

Stürze, Defekte & Zwischenfälle: Francesco Bagnaia kam in der Zielkurve von der Strecke ab und musste durch das Kiesbett, konnte einen Sturz aber vermeiden.

KTM-Ersatzmann Pol Espargaro rollte mit einem Defekt an seiner RC16 aus und musste das Motorrad am Streckenrand abstellen.

Marco Bezzecchi, der bereits am Vormittag gestürzt war, crashte in Kurve vier. Er hatte in einer tiefen Pfütze die Kontrolle über seine Aprilia verloren und wurde heftig abgeworfen, kam aber glimpflich davon.

Alex Marquez stürzte nur sieben Minuten vor Ende der Session in Kurve sieben. Seine erst vor kurzem operierte linke Hand schien nichts abbekommen zu haben. Er musste seine Ducati aber an der Unfallstelle zurücklassen und mit dem Scooter zurück an die Box eilen. Drei Minuten vor Ende des Trainings verließ Marquez mit seinem Ersatzmotorrad wieder die Boxengasse.

Das Wetter: Aufgrund heftiger Regenfälle konnte das MotoGP-Training erst mit 20 Minuten Verspätung beginnen. Die Schauer hatten zu diesem Zeitpunkt nachgelassen, es war aber immer noch viel Wasser auf der Strecke. Nach einer Viertelstunde im Training verzog sich der Regen und sogar die Sonne blitzte durch die Wolken. An den Regenreifen führte aber bis zum Ende der Session kein Weg vorbei. Die Außentemperatur betrug 17 Grad, 23 Grad wurden auf dem Asphalt gemessen.