Fabio Di Giannantonio gab sich schon im Vorlauf des MotoGP-Wochenendes am Sachsenring angriffslustig. Im Training am Freitagnachmittag untermauerte er, dass es sich hierbei nicht nur um leere Worthülsen handelte. Der VR46-Pilot zauberte eine echte Fabelrunde aus dem Hut und schnappte sich Platz eins in der Zeitenliste.

Das Ergebnis: Di Giannantonio war in 1:19.071 Minuten um ganze 0,337 Sekunden schneller als Alex Marquez, der trotz seiner Handverletzung starker Zweiter wurde. Weitere 53 Tausendstelsekunden dahinter landete Marc Marquez auf Rang drei. Fabio Quartararo wurde Vierter vor Pedro Acosta und Franco Morbidelli. Marco Bezzecchi war als Siebter bester Aprilia-Pilot. Die letzten Plätze für den direkten Einzug in Q2 sicherten sich Jack Miller, Francesco Bagnaia und Brad Binder.

Bereits in Q1 müssen unter anderem Maverick Vinales (11.), Johann Zarco (12.), Ai Ogura (13.) oder Fermin Aldeguer (16.) ran.

Stürze, Defekte & Zwischenfälle: Marco Bezzecchi stürzte schon nach knapp neun Minuten in der Zielkurve. Er verlor beim Anbremsen die Kontrolle über seine Aprilia. Bezzecchi kam ohne Blessuren davon, seine RS-GP musste aber geborgen werden.

Fermin Aldeguer crashte in Kurve eins. Marc Marquez pflügte dort wenig später durch das Kiesbett, konnte einen Sturz aber vermeiden. Am Ende der Session verzeichnete Aldeguer einen weiteren Sturz in der Zielkurve. Auch Johann Zarco ging noch zu Boden.

Das Wetter: Wie schon im FP1 am Vormittag präsentierte sich der Sachsenring auch im MotoGP-Training am Freitagnachmittag grau und trüb. Nur 22 Grad Außentemperatur und 32 Grad auf dem Asphalt wurden erreicht.