Auch wenn es nur für die ersten sechs Runden anhielt, so kam es in Mugello erstmals zum heiß erwarteten Duell zwischen Francesco Bagnaia und Marc Marquez, wobei dessen Bruder Alex auch noch mitmischte. Während der heißen Startphase kam es sogar zur leichten Berührung. Deswegen mussten die beiden Ducati-Werkspiloten bei der Rennleitung zum Rapport. Ihr Fazit ist eindeutig.
Bagnaia und Marquez einig: Normaler MotoGP-Zweikampf in Mugello
"Es ging um die Berührung mit Marc in Kurve fünf in Runde drei", bestätigte Bagnaia am Donnerstag vor dem Rennen in Assen. Nach mehreren Manövern war der Italiener seinem Teamkollegen auf den Hinterreifen gefahren. Die Situation bot Alex Marquez die Chance, 'Pecco' außen herum zu überholen. Am Ende stellte sie sich aber nicht als Rennentscheidend heraus.
Dennoch mussten Bagnaia und Marc Marquez zu den MotoGP-Stewards. Diese sind seit 2025 unter der Leitung von Ex-Pilot Simon Crafar, der den stets umstrittenen Freddie Spencer ablöste. "Es ging nur darum, dass sie verstanden, was passierte. Von meiner Seite aus ist das ein klarer Rennvorfall. Da gab es nichts zu tun. Wenn wir jetzt bei so etwas auch schon eingreifen, dann wird es schwierig. Das war der erste Zweikampf in dieser Saison, weil ich Marc überholen konnte. Wir hatten nur einen kleinen Kontakt, das ist für mich komplett ein Rennvorfall", stellte Bagnaia seine Sichtweise dar.
Auch Teamkollege Marquez dachte gar nicht daran, dass es da eine Strafe geben sollte. "Für mich waren das mit die besten sechs Runden in diesem Jahr. Das war ein sehr schöner Kampf zwischen mir, Alex und Pecco", bejubelte er die große Show in Mugello. Also wurden beide völlig unnötig ins Stewards-Büro zitiert? "Die Stewards sahen es genauso, aber sie wollten uns fragen, wie wir die Situation sahen", gab Bagnaia an.

Lob für Simon Crafar: MotoGP-Chefsteward will erst verstehen und dann urteilen
Was auf den ersten Blick als kleinlich gelten könnte, traf bei den beiden MotoGP-Weltmeistern aber auf Zustimmung. "Ich hatte schon immer eine gute Beziehung mit Simon. Im Vergleich zu vorher sieht es nun so aus, als können wir zuerst miteinander sprechen, bevor Entscheidungen getroffen werden. Früher gingst du dort hin, hast diskutiert, aber trotzdem immer eine Strafe kassiert. Das ist jetzt viel besser. Simon möchte zuerst verstehen, bevor er ein Urteil trifft", lobt 'Pecco' den neuen Zugang des Neuseeländers.

Marquez wies auf eine Art 'Kennenlernphase' hin: "Ich denke dieser Austausch war in Ordnung, denn so lernen sie die Situationen kennen. Simon ist neu im Steward-Job und er ist auch neu für die Fahrer. So kannst du festlegen, wo die Grenzen liegen." Deswegen konnte auch der WM-Führende der Vorgehensweise nur zustimmen: "Er ist der Schiedsrichter. Du kannst zustimmen oder ablehnen, ja oder nein sagen. Aber am Ende können diese Gespräche helfen, es für die Zukunft etwas einfacher zu gestalten. Das war eine konstruktive Konversation." Es scheint so, als hätten die Fahrer mit Simon Crafar endlich jemanden gefunden, dem sie vertrauen.
Während Bagnaia und Marc Marquez gefallen an ihrem Duell fanden, gab es Stimmen, dass sich Alex Marquez gegen seinen Bruder zu sehr zurückhalten würde. Wir haben uns das angesehen:



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