Dass Marc Marquez immer für waghalsige Manöver gut ist, ist bekannt. Im Sprintrennen der MotoGP in Barcelona machte Pedro Acosta eine unliebsame Begegnung mit dem ehemaligen Weltmeister. Kurz nach dem Start kamen sich die beiden in der dritten Kurve zu nahe - bei der Kollision wurde das Motorrad von Acosta beschädigt und der GasGas-Pilot musste das Rennen aufgeben. Das machte den MotoGP-Rookie stinksauer: "Das war die erste Runde, es war nicht nötig, so zu fahren. Er ist reingestochen, als wäre niemand da."
Keine Chance für Acosta
Die Frage, ob Acosta die Berührung selbst hätte verhindern können, blockte er entschieden ab: "Ich war vorn. Ich habe niemanden gesehen – bis mich Marc getroffen hat." Dabei hatte das Wochenende für die GasGas-Mannschaft vielversprechend angefangen. Mit Startplatz sechs hatte der 20-Jährige eine solide Ausgangslage und die Pace, um weiter nach vorn zu kommen. "Wir hatten ein gutes Wochenende, wir waren konkurrenzfähig und wir hatten die Pace. Es wäre viel möglich gewesen im Rennen," erklärte er im Anschluss.
Auch die Stewards haben sich den Fall angeschaut, wollten aber nicht so eindeutig zu Gunsten Acostas entscheiden. Sie werteten den Zwischenfall als Rennunfall. Ganz schmecken dürfte das dem GasGas-Piloten nicht. In der Tabelle bedeutet der Ausfall, dass Platz fünf in Gefahr ist. Durch den Nuller beträgt sein Vorsprung auf den sechsplatzierten Brad Binder nur noch magere zwei Punkte.
Marquez gibt Schuld zu
Sehr versöhnliche Töne schlug nach dem Rennen Marc Marquez an. Der Gresini-Pilot gestand ein, dass er die Kollision womöglich hätte verhindern können. "Ich bin immer ehrlich, die Berührung mit Acosta war ein Rennzwischenfall, aber wenn es jemand hätte vermeiden können, dann ich. Er hat mich zu keiner Zeit gesehen", gibt er in den spanischen Medien zu und erklärt weiter: "Es stimmt, dass man in dieser Kurve, wenn man außen reinkommt, den Scheitelpunkt der Kurve in der Mitte erreicht. Wenn man innen reinkommt, fährt man länger und kommt dann zurück. Wir haben uns an diesem Punkt getroffen."
Marc Marquez selbst konnte das Rennen nach dem Zusammenstoß unbeirrt fortsetzen. Der ganz große Wurf gelang aber nicht. Während Francesco Bagnaia, Jorge Martin und Enea Bastianini vorn um die Podestplätze kämpften, hielt sich Marquez in der Gruppe hinter der Spitze - mit dabei auch Bruder Alex Marquez, der letztlich des bessere Ende für sich hatte. Für Marc Marquez selbst reichte es am Ende nur zu Platz sieben.
Was sagt ihr? War Marc Marquez schuld an der Kollision oder war es ein einfacher Rennunfall?

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