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MotoGP: Rossi-Team findet Sponsor, Aramco endgültig vom Tisch

Das MotoGP-Team von Valentino Rossi gibt seinen Sponsor für 2022 bekannt. Ein italienisches Finanzinstitut wird Titelsponsor. Kein Geld von Aramco.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Das lange Rätselraten um die Finanzierung des MotoGP-Rennstalls von Valentino Rossi hat endlich eine Ende. Das Team des neunfachen Champions wird in der nächsten Saison von einer italienischen Bankgesellschaft gesponsort. Die lange Saga rund um die saudische Ölgesellschaft Aramco und Tanal Entertainment ist damit endgültig beendet.

Aus VR46 wird Mooney VR46

In einer Aussendung gab das VR46-Team bekannt, dass der italienische Zahlungsdienstleister Mooney im Jahr 2022 als Hauptsponsor auftreten wird. Als Titelsponsor wird der Name des Unternehmens somit offiziell im Teamnamen geführt werden.

"Nach der Vereinbarung wird der neue Teamname Mooney VR46 Racing Team lauten und auf allen Bildern des Teams (einschließlich Motorräder und Fahreranzüge) sowie in allen offiziellen Mitteilungen verwendet werden", heißt es in der Mitteilung.

Mooney wird nicht nur in der Königsklasse als Sponsor des Teams aus Tavullia aktiv sein, sondern ist auch in der Moto2 als Titelsponsor mit an Bord. Weitere Details wurden in dem Schreiben noch nicht mitgeteilt, diese sollen erst in einer zusätzlichen Veröffentlichung am 3. Januar ausgeschickt werden.

Kein Geld aus Saudi Arabien

Im Sommer wurde bei der Bekanntgabe des Aufstiegs von VR46 in die MotoGP noch angekündigt, dass die saudi-arabische Ölgesellschaft Aramco über ein Unternehmen namens Tanal Entertainment Group als Geldgeber des Rennstalles auftreten würde.

Doch das Geld aus dem Ölstaat kam nie und der vermeintliche Vertragsabschluss mit dem saudischen Prinzen erwies sich für "Il dottore" als Reinfall. In der offiziellen Nennungsliste für die Saison 2022 wurde VR46 bereits ohne Titelsponsor aufgeführt. Als Fahrer gehen im kommenden Jahr Marco Bezzecchi und Valentino Rossis Halbbruder Luca Marini an den Start. Bei den Testfahrten nach dem Saisonfinale trat das Team, welches die Startplätze von Avintia Racing übernommen hat, erstmals in der Topklasse an.


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