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MotoGP

MotoGP - Misano: Alle Stimmen zum Chaos-Qualifying

Francesco Bagnaia lässt beim Qualifying zum letzten MotoGP-Rennen 2021 in Italien die Heimfans jubeln. Alle Stimmen zum Samstag in Misano.
von Florian Niedermair

1. Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo): "Ich hatte in FP3 ein gutes Gefühl. Doch als ich einen neuen Satz Reifen aufzog begann ich Probleme zu haben, ich fand keine Traktion. Unter diesen Bedingungen war es vielleich sogar ein Vorteil in Q1 zu sein. FP4 hat sich gut angefühlt, ich konnte gute und konstante Runden fahren. In Q2 habe ich eine gute Zeit gesetzt, dachte aber nicht dass es genug wäre. Auf dem zweiten Run hatte ich mehr Probleme, aber trotzdem hat es gereicht. Besser hätte der Samstag nicht laufen können."

2. Jack Miller (Ducati Lenovo): "Bis jetzt bin ich mit diesem Wochenende zufrieden. Ich war unter allen Bedingugen stark und konnte mich auf dem Bike halten. Auch das Bike funktioniert unter allen Bedingungen sehr gut. Im Qualifying die Slick-Reifen aufzuziehen, hat mich gestresst, aber da haben uns die Erfahrungen vom Test geholfen."

3. Luca Marini (Sky VR46 Ducati): "Ich bin wirklich glücklich mit dem heutigen Ergebnis vor dem Heimpublikum. Es wird aufregend, das erste Mal in der ersten Reihe in der MotoGP zu stehen. Ich hatte ein gutes Gefühl mit dem Motorrad, und ich war immer schnell. Seit den Tests in Misano habe ich meine Position auf dem Motorrad verbessert, ich habe einen Schritt beim Setup gemacht und konnte mich auf meinen Stil konzentrieren."

Sensation! Luca Marini startet aus Reihe 1 - Foto: LAT Images

4. Pol Espargaro (Repsol Honda): "Am Morgen hatte ich im Nassen Mühe, eine ganze Runde zusammenzubekommen, und ich musste viel riskieren, um ins Q2 zu kommen. Ich ging recht zuversichtlich in Q2, denn ich wusste, dass ich im Trockenen vor vielen Fahrern lag, auch wenn die Bedingungen immer noch schwierig waren."

5. Miguel Oliveira (Red Bull KTM): "Ich bin glücklich, das Motorrad auf Platz 5 zu stellen. Ich war das ganze Wochenende über unter verschiedenen Bedingungen stark, auch wenn es ziemlich schwierig war. Das Wetter sollte morgen etwas besser sein, aber immer noch kalt und schwierig."

6. Franco Morbidelli (Monster Energy Yamaha): "Es war ein guter Tag für uns. Das Team hat einen wunderbaren Job gemacht. Ich fühlte mich auf dem Motorrad besser als gestern, am Morgen konnte ich direkt ins Q2 einziehen. Am Nachmittag haben wir unter schwierigen Bedingungen ein gutes Qualifying hingelegt. Alles, was wir uns von Austin bis hierher vorgenommen haben, ist eingetreten."

7. Marc Marquez (Repsol Honda): "Wenn wir uns die Endzeiten ansehen, war heute kein schlechter Tag, denn der siebte Platz ist mehr oder weniger unsere Position hier. Ich war nicht in der Lage unsere Position zu nutzen. Als ich in Q2 versuchte etwas mehr zu pushen, war das Gefühl icht da. In der Vergangenheit hat es Spaß gemacht, Stürze zu vermeiden, aber die Rettung heute war nicht so lustig."

8. Iker Lecuona (Tech 3 KTM): "Es war letztendlich ein sehr guter Tag. Im FP3 heute Morgen hatte ich ein wenig mit dem Hinterreifen zu kämpfen. Im FP4 haben wir gut gearbeitet, mein Gefühl für das Motorrad war bei den gemischten Bedingungen sehr gut. Also habe ich auch im ersten Qualifying sehr hart gepusht, wurde Zweiter und kam ins Q2."

9. Danilo Petrucci (Tech 3 KTM): "Heute konnten wir die Chance dank des Wetters nutzen. Heute Morgen waren wir im Nassen schon recht schnell. Auch heute Nachmittag war ich ziemlich schnell. Leider bin ich gestürzt. Ich habe viel gepusht und der Vorderreifen war auf der linken Seite nicht heiß genug, so dass ich die Front verloren habe. Trotzdem ist es unser bestes Ergebnis in diesem Jahr."

Beide Tech-3-KTMs landeten unter den ersten Zehn - Foto: LAT Images

10. Johann Zarco (Pramac Ducati): "Ich wartete in Q2 etwas länger auf bessere Bedingungen. Ich benötigte aber drei oder vier Runden, bis ich genügend Selbstvertrauen aufbauen konnte und dann stürzte ich leider auch noch. Ich berührte den Kerb und hatte anschließend keine Chance, es noch abzufangen. Es ist aber kein Drama, wir werden im Warm Up aber viel zu tun haben, um ein Trockensetup zu finden."

11. Aleix Espargaro (Aprilia Gresini): "Heute war einer dieser (glücklicherweise seltenen) Tage, an denen wir Fahrer nicht wirklich Lust hatten, auf die Strecke zu gehen! Aber Spaß beiseite, die Bedingungen waren wirklich kritisch, sowohl wegen der niedrigen Asphalttemperatur als auch wegen der halb trockenen und halb nassen Situation. Ich bin im FP3 eine gute Runde gefahren, die mich ins Q2 gebracht hat, und dann war ich im Qualifying einfach nicht gut drauf - da gibt es keine Ausreden."

12. Jorge Martin (Pramac Ducati): "Heute morgen im Nassen hatte ich ein tolles Gefühl im FP4. Aber leider bin ich im Qualifying gestürzt und werde Morgen nur als Zwölfter starten. Für das Rennen habe ich aber eine gutes Gefühl."

Zwei Stürze in Q2: Jorge Martin wirft die Chance auf einen guten Startplatz weg - Foto: LAT Images

13. Alex Rins (Suzuki Ecstar): "Ich hatte heute Morgen im FP3 einen bösen Sturz, aber zum Glück geht es mir gut und ich bin bereit, morgen zu pushen und ein schönes Rennen zu genießen. Der heutige Tag war für alle sehr hart mit vielen Stürzen, und morgen sollte es hoffentlich einfacher werden."

14. Alex Marquez (LCR Honda): "Wir haben uns nicht so verbessert, wie wir es von gestern erwartet hatten. Aber im FP4 und vor allem im Q1 haben wir meiner Meinung nach einen guten Job gemacht. Wir haben 100 % gegeben, und die Bedingungen waren mit den Slicks und der Strecke wirklich knifflig. Auch wenn ich nicht glücklich bin, bin ich zufrieden mit dem was wir erreicht haben."

15. Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha): "Ich habe im FP3 alles versucht, um direkt ins Q2 zu kommen. Wir haben uns im Nassen stark verbessert, aber heute Nachmittag waren die Bedingungen genau so, wie ich sie hasse. Ich hatte bei gemischten Bedingungen einige Probleme und ging in den letzten beiden Sektoren nicht genug Risiko ein. Ich werde bei nassen Bedingungen nicht zu viele Risiken eingehen."

16. Enea Bastianini (Esponsorama Ducati): Zitat folgt

17. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Wir hatten am Nachmittag sehr schwierige Bedingungen. Vor allem im Q1. Zu Beginn war es noch schwieriger, da war es in Sektor 4 noch nass. Obwohl wir uns Runde für Runde verbesserten, reichte es nicht um in die Top 2 zu kommen. Außerdem gab es so viele gelbe Flaggen, dass es schwer war, Konzentration aufzubauen."

18. Joan Mir (Suzuki Ecstar): "Wenn in dieser Welt etwas schief geht, geht alles schief - heute war nicht unser Tag! Im FP3 war ich bei nassen Bedingungen recht konkurrenzfähig, aber wie gestern, als die Strecke trockener wurde, fiel es mir immer schwerer das Gefühl für den Slick zu finden. Ich stürzte im FP4 und im Q1, weil die Bedingungen schwierig waren und ich nicht das richtige Gefühl für den Reifen finden konnte."

19. Maverick Vinales (Aprilia Gresini): "Nach zwei extrem merkwürdigen Tagen können wir nicht auf das Ergebnis schauen, sondern auf das, was wir lernen konnten. Wir arbeiten daran, dieses neue Motorrad kennenzulernen und eine Linie zu definieren, der wir auch in Zukunft folgen werden. Unter diesem Gesichtspunkt bin ich zufrieden, dass das Team und ich unsere Leistung im Nassen verbessert haben."

Nach der Verletzung von Lorenzo Savadori startet Aprilia am Sonntag doch nur mit zwei Bikes - Foto: LAT Images

20. Brad Binder (Red Bull KTM): "Es war ein schwieriger Tag bei diesen Bedingungen. Erst am Ende des FP4 konnten wir auf Slicks rausfahren. Ich fühlte mich recht zuversichtlich für Q1, aber leider stürzte ich auf halber Strecke, und damit war meine Session beendet. Morgen auf P20 zu starten, wird eine Herausforderung sein."

21. Andrea Dovizioso (Petronas Yamaha): "Vor allem wegen des Wetters war es bisher ein schwieriges Wochenende für uns. Ich fühle mich auf dem Motorrad nicht gut. Halbnasse Bedingungen sind nicht ideal für uns. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich hart pushen konnte."

22. Michele Pirro (Ducati Lenovo): "Es lief heute nicht so wie erhofft. Ich bin enttäuscht, sowohl am Morgen als auch am Nachmittag hatte ich einen Sturz. Ich entschuldige mich bei meinem Team. Morgen wird es schwer werden, um die Top-10 zu kämpfen, aber ich werde versuchen ein gutes Rennen zu fahren."

23. Valentino Rossi (Petronas Yamaha): "Am Samstagvormittag war es schwierig, die Bedingungen waren knifflig. Es war nicht richtig nass, aber doch nass. Die Verhältnisse am Nachmittag mit den Slicks waren schwierig, weil nur eine schmale Linie trocken war. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich ein gutes Gefühl auf dem Bike."


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