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MotoGP

MotoGP - Austin: Alle Stimmen zum Marquez-Triumph

Marc Marquez rast beim MotoGP-Rennen in Austin ungefährdet zum Sieg, Fabio Quartararo macht großen Schritt Richtung Meisterschaft. Alle Stimmen zum Rennen.
von Florian Niedermair

1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Mein Plan für das heutige Rennen ist perfekt aufgegangen. Ich wollte gut starten, in der ersten Kurve in Führung gehen und dann in den ersten drei Runden das Tempo drosseln und sobald die Reifen etwas abgebaut haben, pushen. All diese Pläne haben geklappt! Ich habe bemerkt, wie mein Vorsprung immer größer wurde. In den letzten Runden war ich müde und es war schwierig, die Konzentration zu halten. Aber mein Instinkt hat mir gesagt, dass auch Fabio gegen Ende langsamer werden würde, weil es für ihn um die WM geht."

2. Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha): "Dieses Ergebnis schmeckt besser als ein Sieg. Ich fühle mich so gut, obwohl das Rennen körperlich sehr anstrengend war. Dieses Ergebnis tut so gut, auch dass ich vor Pecco gelandet bin. Ich bin sehr glücklich, dass ich mir in der WM wieder einen Vorteil verschafft habe."

3. Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo): "Ich habe alles gegeben, aber es war heute härter als bei Rennen in Malaysia. Diese Strecke ist sehr anstrengend und ich bin nun völlig kaputt. Das Motorrad war heute sehr konkurrenzfähig, auch wenn ich im ersten Sektor Probleme hatte. Ich war nicht nervös, als die Anderen mit ein wenig weggefahren sind, da ich wusste, dass ich Reserven habe, sobald sie Probleme mit ihren Reifen bekommen würden. Mehr als dieses Ergebnis war heute einfach nicht drin."

4. Alex Rins (Suzuki Ecstar): "Ich hatte sehr zu kämpfen, es war so heiß und körperlich hart für alle. Am Ausgang der langsamen Kurven verlor ich Zeit. Ich bin mir nicht sicher, ob es am Grip des Hecks oder an der Abstimmung lag, aber ich hatte Mühe, aus den Kurven heraus zu beschleunigen. Aber in den flüssigeren und schnelleren Kurven fühlte ich mich gut, und ich konnte die Geschwindigkeit halten und besser kämpfen."

5. Jorge Martin (Pramac Ducati): "Ich habe wirklich nicht erwartet, so ein Rennen zu fahren, ich bin sehr glücklich. Es ist aber auch schade, denn ich hätte auf dem Podium stehen können."

6. Enea Bastianini (Esponsorama Avintia Ducati): "Ein weiteres unerwartetes Ergebnis. Auf den ersten Runden habe ich einige Plätze gutgemacht, aber ich wusste nicht ob ich das Rennen durchhalten werde, denn ich bin ans Maximum gegangen. Wir wussten dass wir um die Top 10 kämpfen konnten, aber P6 haben wir nicht erwartet. "

Enea Bastianini zeigte in Austin mal wieder eine sensationelle Aufholjagd. - Foto: LAT Images

7. Jack Miller (Ducati Lenovo): "Startplatz 10 war nicht ideal, aber ich startete gut. Das Podium war in Greifweite. In der zweiten Rennhälfte bekam ich allerdings Probleme mit meinem Vorderreifen. Solche Sachen wie mit Joan passieren manchmal, aber er fährt mir immer in die Seite, die Liste wird immer länger. "

8. Joan Mir (Suzuki Ecstar): "Das ganze Rennen über habe ich versucht, Positionen zu gewinnen und zu überholen, aber aufgrund einiger Probleme mit der Beschleunigung und der Traktion war das nicht so einfach möglich. Die Berührung mit Jack am Ende des Rennens tut mir leid. Ich verstehe, warum er wütend war. Ich hoffe, dass wir in Zukunft konkurrenzfähiger sein werden, denn ich möchte nicht in diese Art von Kämpfen verwickelt werden. Ich möchte dass ich einfacher Überholen und in der Spitzengruppe mitkämpfen kann."

Jack Miller war nach Rennende sauer auf Joan Mir. - Foto: LAT Images

9. Brad Binder (Red Bull KTM): "Heute fühlte ich vor dem Rennen, dass wir am Wochenende nicht viele gute Runden gefahren sind. Ich hatte nicht den besten Rhythmus und mir fehlte etwas der Speed. Wir sind noch nicht da wo wir sein wollen, aber heute reichte es zu P9."

10. Pol Espargaro (Repsol Honda): "Wir gingen mit dem Wissen ins Rennen, dass es schwierig werden würde und von Beginn an hatte ich an der Front ein schlechtes Gefühl. Es ist seltsam, denn in früheren Rennen hatten wir unsere Probleme immer am Heck, aber heute war es die Front. Das ist schade, denn wir haben das Wochenende gut begonnen."

11. Miguel Oliveira (Red Bull KTM): "Wie wir erwartet hatten, war es ein schwieriges Rennen. Trotzdem haben wir einige Plätze gutgemacht. Wir haben Punkte geholt und sind ein gutes Rennen gefahren. Beim nächsten Rennen in Misano müssen wir uns besser qualifizieren."

12. Alex Marquez (LCR Honda): "Ich bin nicht glücklich, denn wir haben uns mehr erwartet. Das Hauptproblem war der Grip am Heck, der sich von Anfang bis Ende nicht gut anfühlte. Aber ich konnte die Rundenzeiten und meinen Rhythmus ziemlich konstant halten. In der siebten Runde habe ich einen großen Fehler gemacht, als ich in Kurve 12 auf der Gegengeraden geradeaus fuhr und dort drei oder vier Sekunden verlor."

13. Andrea Dovizioso (Petronas Yamaha): "Ich bin sehr enttäuscht über den Start, weil ich fast den Motor abgeschaltet hätte. Ich weiß nicht, ob ich einen Fehler gemacht habe, aber ich habe viele Positionen verloren. Das machte das Rennen nicht einfach, weil uns Überholen schwerfällt. Aber am Ende war meine Pace recht gut und konstant. "

14. Luca Marini (Sky VR46 Avintia Ducati): "Im Rennen hatten wir das gleiche Problem wie in Misano, weshalb ich fahrerisch nicht den Unterschied machen konnte. Ich hatte viele körperliche Probleme und es war ein langes Rennen. Insgesamt war es aber ein positives Wochenende."

15. Valentino Rossi (Petronas Yamaha): "In Anbetracht meiner Pace während des Wochenendes war mein Tempo heute im Rennen anständig. Es war ein sehr langes Rennen. Diese Strecke ist immer sehr anspruchsvoll, denn wir haben einige wilde Bremsmanöver, viele Richtungswechsel und viele Bodenwellen, und bei diesen Temperaturen fühlte es sich sehr lang an. Ich fuhr mit dem Medium-Hinterreifen und konnte damit einige Positionen gutmachen, aber ich war leider nicht schnell genug."

Ein Punkt: Valentino Rossi schreibt bei seinem letzten MotoGP-Rennen in den USA immerhin an. - Foto: LAT Images

16. Iker Lecuona (Tech 3 KTM): "Es war generell ein sehr schwieriges Wochenende. Ich fühle mich bei diesen Streckenbedingungen nicht wohl mit dem Motorrad, deshalb hatte ich viel zu kämpfen. Auf der ersten Runde musste ich einiges an Kontakt einstecken, sodass ich weit hinten lag. Ich hatte hohen Verschleiß auf dem Hinterreifen und konnte mich deshalb nur wenig zurückkämpfen."

17. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Zu Beginn des Rennens hatte ich ein gutes Gefühl auf dem Motorrad und war bereit zu attackieren, als ich sah, dass Marc nach dem Start versuchte, wegzugehen. Ich war wirklich zuversichtlich, was das Bremsen anging, also habe ich weiter gepusht, aber leider habe ich in Kurve 12 die Bodenwellen im Scheitelpunkt getroffen und die Front verloren. Es ist schade, dass ich gestürzt bin, denn nachher war meine Pace unglaublich."

18. Danilo Petrucci (Tech 3 KTM): "Es war wirklich ein schwieriges Rennen. Ich habe am Anfang versucht, mit den anderen mitzuhalten, aber wir hatten die gleichen Probleme wie das ganze Wochenende über. Ich habe das Gefühl, dass ich den Reifen nicht richtig nutzen kann und mein Motorrad lenkt nicht, so wie ich es möchte. Ich verliere zu viel Energie beim Bremsen. "

DNF Franco Morbidelli (Monster Energy Yamaha): "Das Rennen war sehr, sehr hart. Ich war nicht in der Lage, meine volle Leistung im Rennen abzurufen, denn diese Strecke ist sehr anstrengend für den Körper, und ich bin immer noch dabei wieder voll fit zu werden.Zu Beginn des Rennens, als ich noch dazu in der Lage war, wollte ich ein wenig pushen, irgendwann habe ich nur noch versucht, das Motorrad ins Ziel zu bringen. Insgesamt war es ein positives Wochenende. Wir verstehen jetzt besser, in welche Richtung wir gehen müssen. "

DNF Aleix Espargaro (Aprilia Gresini): "Leider hat an diesem Wochenende etwas nicht funktioniert, und wir müssen uns das genauer ansehen. Bis jetzt waren wir überall konkurrenzfähig, mit unterschiedlichen Ergebnissen, aber immer in der Gruppe der Besten. Ich muss mich aber beim Team entschuldigen, fünf Stürze an drei Tagen sind definitiv keine gute Ausbeute. "

Aleix Espargaros Sturzreigen setzte sich im Rennen fort. - Foto: LAT Images

DNF Johann Zarco (Pramac Ducati): "Ich bin sehr enttäuscht, eine gute Gelegenheit habe ich durch einen Fehler vertan. Jetzt werde ich die zwei Wochen nutzen, um zu trainieren und wieder auf 100 Prozent zu kommen."