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MotoGP

MotoGP-Test Misano - Tag 1: Honda zeigt 2022er-Prototyp

Am Dienstag in Misano bekam die MotoGP-Öffentlichkeit erstmals die 2022er-Honda zu sehen. Die Tagesbestzeit ging an Francesco Bagnaia.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Der erste MotoGP-Testtag in Misano kommt wetterbedingt erst spät in Fahrt. Dann gibt es aber viele Neuerungen zu sehen.

Das Ergebnis: Francesco Bagnaia setzte sich am Dienstag in 1:31.524 Minuten an die Spitze der Ergebnisliste. Pol Espargaro belegte Rang zwei vor Takaaki Nakagami und Joan Mir. Aleix Espargaro wurde Fünfter, gefolgt von Luca Marini und Jack Miller. Fabio Quartararo landete auf P8. Valentino Rossi belegte den elften Rang, Marc Marquez wurde 15. Stefan Bradl fuhr nur bei schlechten Bedingungen am Vormittag und wurde 24.

Stürze, Defekte & Zwischenfälle: Enea Bastianini stürzte kurz vor Halbzeit der Nachmittagssession in Kurve sechs. Später erwischte es Maverick Vinales und auch Francesco Bagnaia in Turn 15. Miguel Oliveira ging in Kurve eins zu Boden, Iker Lecuona in Turn 8. Alle Fahrer blieben unverletzt.

Die Technik: Honda zeigte erstmals offiziell seinen ersten 2022er-Prototyp. Stefan Bradl fuhr damit am Vormittag einige Installationsrunden, ehe er ihn für den Nachmittag an Marc Marquez übergab. Am Mittwoch darf Pol Espargaro auf dem neuen Motorrad Platz nehmen. Optisch größte Neuerungen: Der Lufteinlass an der Front erinnert stark an den der Yamaha M1 und die Winglets bilden nun eine Art Schleife. Doch auch die Sitzbank wurde neu gestaltet und der Auspuff von der Mitte an die Seite verlegt.

Suzuki testete einmal mehr seinen neuen Motor für die Saison 2022 sowie dazugehörige neue Lösungen für Setup und Elektronik. Außerdem wolle man sich im Zuge der Testfahrten ideal auf das zweite Misano-Rennwochenende im Oktober vorbereiten, so ein Suzuki-Sprecher.

Franco Morbidelli und Fabio Quartararo durften nach einigen Runden mit der 2021er-Yamaha ebenfalls bereits einen ersten Prototypen für das kommende Jahr testen.

Das Wetter: Wirklich Fahrt nach der erste Testtag erst nach Ende der Mittagspause um 14 Uhr auf. Zuvor waren nur acht der 26 gemeldeten Piloten auf die Strecke gegangen. Starker Regen am Vorabend und in der Nacht sowie weitere kürzere Schauer am Vormittag hatten für nasse Strecke gesorgt und aussagekräftige Testarbeit somit unmöglich gemacht. Bei Sonnenschein am Nachmittag wurden immerhin 23 Grad Außentemperatur erreicht.


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