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MotoGP, Espargaro: Honda muss auf Marquez hören

Honda befindet sich seit Monaten in der Krise. Pol Espargaro hält es für richtig, das Motorrad nach dem Feedback von Marc Marquez zu entwickeln.
von Yannik Grafmüller

Motorsport-Magazin.com - Repsol Honda ist das erfolgreichste Team der MotoGP-Geschichte. Speziell seit der Ankunft von Marc Marquez im Jahr 2013 führte fast kein Weg mehr am japanischen Hersteller vorbei. Zwischen 2013 und 2019 gewannen Marquez und Honda elf von vierzehn möglichen WM-Titeln, einzig Jorge Lorenzo und Yamaha konnten sie zwischenzeitlich besiegen.

Honda: Seit Marquez-Verletzung in der Krise

Erst die schwere Verletzung von Marquez im Vorjahr in Jerez beendete die Erfolgsserie. Seither steckt der japanische Hersteller in der Krise - auch weil abgesehen von Marquez kein anderer Honda-Fahrer dauerhaft Top-Ergebnisse einfahren konnte. Pol Espargaro, Alex Marquez, Takaaki Nakagami und Cal Crutchlow gelangen in den letzten zwei Jahren lediglich zwei Podestplätze.

Grund: Die Honda gilt als extrem schwierig zu fahren. Das Motorrad soll speziell für Marquez' Fahrstil entwickelt worden sein, Honda höre nur auf sein Feedback. Der japanische Hersteller musste sich deshalb in den vergangenen Monaten viel Kritik gefallen lassen.

Espargaro: Richtig, dem Feedback von Marquez zu folgen"

Marquez' Teamkollege Pol Espargaro bestätigt nun diesen Eindruck: "Am Ende ist Marc der Schnellste, also muss das Team dem folgen, was Marc sagt", berichtet er. Der Spanier wechselte erst zu dieser Saison aus dem KTM-Werksteam zu Respol Honda.

Espargaro schnappte sich in Silverstone Platz 5 - Sein bestes Honda-Resultat - Foto: LAT Images

Obwohl er noch immer große Anpassungsprobleme hat - ein fünfter Platz in Silverstone ist sein bestes Resultat - hält er diese Philosophie jedoch für richtig. "Das ist das offensichtlichste, was das Team machen sollte - dem Schnellsten folgen", erklärt er. "Sie können nicht dem folgen, was die langsameren Fahrer sagen. Das wäre ein großes Problem."

Vielmehr lobt der 30-Jährige seinen Arbeitgeber für die harte Arbeit, die Honda leiste, um das Motorrad trotz COVID-Einschränkungen auf Motorenseite zu verbessern. "Ich weiß nicht, was sie für den Test (Nächste Woche in Misano) geplant haben, aber ich weiß, dass sie hart arbeiten", sagt Espargaro und ist sich sicher, bald Fortschritte zu erzielen: "Es gibt viele Dinge, die wir ausprobieren können."


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