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MotoGP

MotoGP Aragon: Alle Reaktionen zum Trainingsfreitag

Das MotoGP-Wochenende in Aragon hat begonnen. Vinales sitzt erstmals unter Wettbewerbsbedingungen auf einer Aprilia, Crutchlow überrascht. Alle Stimmen.
von Florian Niedermair

1. Jack Miller (Ducati Lenovo): "Ich hätte erwartet, dass die Strecke rutschiger ist. Aber als ich aus der Box hinausfuhr war ich überrascht, dass der Grip sofort da war und ich sofort pushen konnte. Vor allem in den letzten beiden Kurven spürt man es, in der Vergangenheit mussten wir dort die Geschwindigkeit managen, jetzt können wir mit einem konstanten Schwung durchfahren und das Bike lenkt trotzdem ein."

2. Aleix Espargaro (Aprilia Gresini): "Ich habe es heute nicht so genossen wie noch in Silverstone und konnte nicht so einfach das Limit finden. Ich musste mich darauf konzentrieren, sauber und präzise zu fahren und keine Fehler zu machen. Der Grip auf der Strecke war den ganzen Tag lang sehr niedrig, morgen ist es hoffentlich besser."

3. Cal Crutchlow (Monster Energy Yamaha): Ich habe lange nicht mehr so gepusht und habe das ganze Jahr keine Runde wie diese gedreht. Es war ein gutes Gefühl so weit oben in der Ergebnistabelle zu stehen, aber es ist eigentlich egal. Ich versuche einfach meinen Job zu machen und der ist, Testfahrten mit dem Bike zu machen."

4. Jorge Martin (Pramac Ducati): "Ich dachte, dass es mit der Ducati hier einfacher zu fahren geht. Der Kurs ist aber schwierig und körperlich anstrengend. Im FP2 testeten wir einige Sachen, wie den harten Hinterreifen. In FP1 fuhren wir auf Medium, aber auf der Soft funktioniert gut. Ich kann auf der Rennpace konstant tiefe 1:49er-Zeiten fahren, das ist nicht üble."

5. Johann Zarco (Pramac Ducati): "Ich bin mit dem heutigen Tag zufrieden, und ich habe das richtige Gefühl gefunden. Im FP2 konnte ich eine schnelle Runde hinlegen und ich hoffe, dass ich diesen Weg morgen fortsetzen kann."

Beide Pramac Ducatis in den Top 5. - Foto: LAT Images

6. Francesco Bagnaia Ducati Lenovo): "Letztes Jahr hatten wir Ducati-Fahrer auf dieser Strecke sehr zu kämpfen, aber heute konnten wir von Anfang an schnell sein. Wir haben bereits ein gutes Basis-Setup, und in den beiden Sessions heute haben wir verschiedene Reifen ausprobiert, mit Ausnahme des harten Vorderreifens, und wir konnten mit allen konkurrenzfähig sein. "

7. Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha): "In FP2 stach mich eine Biene am Hals. Zuerst schmerzte es richtig, jetzt ist aber alles okay. Es war ein großartiger Tag. Während der Time Attack kam ich allerdings in den Verkehr. Das Endresultat ist nicht so schlecht. Ich bin glücklich, denn ich kenne mein Potenzial. Der letzte Sektor ist einer unserer schlechtesten Sektoren im Kalender. "

8. Marc Marquez (Repsol Honda): "Wir hatten einen perfekten Plan: ein neuer Reifen im FP1 und dann Arbeit für das Rennen im FP2, aber durch den Sturz haben wir unseren Plan ein wenig geändert. Das gab uns die Chance, den harten Hinterreifen zu testen. Als ich stürzte, war ich natürlich frustriert. Ich habe nur ein paar Runden lang gepusht um meine Energie zu sparen, aber wenn ich für die Rennpace pushe, passten die Rundenzeiten bisher. "

Marc Marquez: Warum ihn der MotoGP-Crash in Aragon so ärgerte - Foto: Sutton

9. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Es war ein guter Start für uns heute und wir hatten bisher ein gutes Gefühl für das Motorrad. Die Streckenbedingungen waren heute Morgen nicht besonders gut, aber im FP2 wurde es besser, da mehr Gummi auf der Strecke war und jeder seine Rundenzeit verbessern konnte."

10. Enea Bastianini (Avintia Esponsorama Ducati): "Ich bin heute mit dem richtigen Fuß aufgestanden. FP1 konnte ich genießen, in FP2 fühlte ich mich nicht ganz wohl. Auf dem Vorderreifen spürte ich keinen Grip, glücklicherweise war der Zeitangriff gut. "

11. Pol Espargaro (Repsol Honda): "Es liegt nichts zwischen den Top 5 bis P11. Ein kleiner Fehler und man fällt von P4 auf P11 zurück. es war ein guter Tag, wir haben uns heute auf das Rennen konzentriert und uns auf das Qualifying vorbereitet, so dass wir schnell sein werden. Ich bin zufrieden damit, wie es bisher gelaufen ist, und wir hatten einen produktiven Tag."

Knapp vorbei: Pol Espargaro verpasst am Freitag den provisorischen Q2-Einzug. - Foto: LAT Images

12. Alex Rins (Suzuki Ecstar): "Ich habe mich auf das Rennsetup fokussiert. Ich habe keinen richtigen Zeitangriff unternommen, auch wenn ich einige gute Runden gefahren bin. Bisher fühle ich mich wohl und mein Hauptziel ist es, morgen ins Q2 zu kommen. Ich werde im FP3 pushen und sehen, wo ich landen kann."

13. Brad Binder (Red Bull KTM): Statement folgt

14. Alex Marquez (LCR Honda): "Am Morgen war es großartig und ich fühlte mich recht gut auf dem Motorrad, genauso am Nachmittag. Heute war es das Wichtigste für uns, alle Reifenoptionen auszuprobieren und zu sehen, mit welchem Setup wir weiterarbeiten sollten. Mit dem weichen Reifen konnte ich am Ende von FP2 nicht so pushen, wie ich wollte, aber trotzdem bin ich zufrieden. "

15. Danilo Petrucci (Tech 3 KTM): "Bereits am Morgen hatte ich ein sehr gutes Gefühl an der Front und konnte viel später bremsen. Ich bin wirklich glücklich darüber, denn wir arbeiten viel am Motorrad und gewinnen ein gutes Gefühl. Uns fehlt noch ein bisschen der maximale Speed, um wirklich an der Spitze zu sein, aber ich bin trotzdem zufrieden."

16. Luca Marini (Sky VR46 Avintia Ducati): "Wir haben gut mit dem Team zusammengearbeitet. Es ist nur schade, dass wir bei meiner Zeitattacke ein paar Fehler gemacht haben. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren war es überraschend, die Ducatis so konkurrenzfähig zu sein."

17. Iker Lecuona (Tech 3 KTM):"Ich hatte einen schweren Sturz in der dritten Runde des FP1. Ich fühlte mich wirklich gut und sicher mit dem Motorrad, aber der Reifen war zu kalt, ich habe zu viel gepusht und bin gestürzt. In der zweiten Session habe ich mich in der gut gefühlt. Ich bin nicht weit von der Spitze entfernt. "

18. Miguel Oliveira (Red Bull KTM): Statement folgt

Kann Miguel Oliveira nach dem katastrophalen Silverstone-Wochenende zurückschlagen? - Foto: LAT Images

19. Valentino Rossi (Petronas Yamaha): "Es war ein schwieriger Tag. Diese Strecke ist auf dem Papier nicht gut für die Yamaha, vor allem aber auch nicht für mich. Es ist eine der schlechtesten Strecken in meiner Laufbahn. Der Vormittag begann nicht gut, da ich einen Sturz hatte. Am Nachmittag lief es dann ein bisschen besser. "

20. Maverick Vinales (Aprilia Gresini): "Von FP1 zu FP2 ist mir ein großer Sprung gelungen - vor allem beim Fahrgefühl. Ich bremse mit diesem Motorrad viel zu früh. Ich muss einen völlig anderen Fahrstil anwenden, wobei das Bremsen der schwierigste Punkt ist. Auf den ersten Runden habe ich mich noch etwas steif gefühlt und war sehr nervös. Aber nach einigen Runden löste sich diese Anspannung. Im Moment geht es ohnehin nur darum, Runden und Erfahrung auf diesem Bike zu sammeln. "

21. Joan Mir (Suzuki Ecstar): "Hier macht es einen großen Unterschied ob man einen frischen oder einen gebrauchten Reifen aufzieht. Ich entschied mich dafür, das gesamte FP2 auf einem Rennreifen und nicht auf seinem Soft zu fahren. Denn wir müssen viele Sachen verstehen und am Setup arbeiten. Es war nicht so ein schlechter Tag, wie es vielleicht aussieht."

Enttäuschender Freitag: Auf Joan Mir wartet in FP3 noch eine Menge Arbeit. - Foto: LAT Images

22. Jake Dixon (Petronas Yamaha): "Die Geschwindigkeit des Motorrads war dieses Mal nicht so ein Schock und es hat wirklich Spaß gemacht. Im FP1 hatte ich ein wenig damit zu kämpfen, meine Bezugspunkte zu finden. Im FP2 lief es dann in die richtige Richtung. Als alle anderen auf dem gleichen Reifen unterwegs waren, waren wir nicht allzu weit weg. Morgen werden wir den weichen Reifen aufziehen, um einen Zeitangriff zu wagen, und ich denke, dass wir ziemlich nah an die Jungs an der Spitze herankommen können."


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