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Valentino Rossi am Tiefpunkt: Vorletzter im Qualifying

Für Valentino Rossi geht es in Katar bergab: Im Qualifying holte er das schlechteste Ergebnis seiner Karriere. Wie erklärt er den Absturz?
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Valentino Rossi musste am Samstag in Katar die schlimmste Qualifying-Schlappe seiner MotoGP-Karriere hinnehmen. Der 42-jährige Italiener belegte nur den 21. und vorletzten Platz und sorgte somit für das schlechteste Quali-Ergebnis seiner mittlerweile 26 Jahre in der Motorrad-WM. Rossi musste zwar bereits Rennen vom letzten Startplatz in Angriff nehmen, das war aber stets Strafen nach deutlich besseren Ergebnissen in der Qualifikation geschuldet. Diesmal lief es sportlich einfach nicht.

"Es war ein sehr schwieriger Tag, denn ich war zu keiner Zeit stark", sagte Rossi in seinem Videocall nach Ende des Qualifyings. Denn bereits im 4. Training hatte die MotoGP-Legende den vorletzten Platz belegt und nur Schlusslicht Lorenzo Savadori hinter sich gelassen.

Kein Grip am Hinterrad

"Ich habe beim Beschleunigen einfach keinen Grip", so Rossi. "Nach einigen Runden leidet meine Pace darunter. Im Qualifying habe ich mich auf neuen Reifen heute ohnehin nie wohlgefühlt. Vergangene Woche war ich zumindest in diesem Bereich stark, aber diesmal war ich einfach nicht schnell genug."

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Hatte Rossi am Freitag den direkten Einzug in Q2 nur um zwei Zehntelsekunden verpasst, so fehlten im Qualifying 0,661 Sekunden für den Sprung in den finalen Quali-Abschnitt. "Aus irgendeinem Grund nutze ich den Hinterreifen stärker ab und danach kann ich nicht mehr pushen. Es sieht so aus, als würde der Reifen bei mir zu heiß werden."

Keine Besserung zum ersten Rennen

Über ähnliche Probleme hatte sich Rossi am vergangenen Wochenende bereits nach dem ersten Rennen beklagt. Damals hatte er ein falsches Setup dafür verantwortlich gemacht und gelobt, sich am zweiten Katar-Wochenende eher an den Einstellungen von Maverick Vinales oder Fabio Quartararo zu orientieren. Das scheint nicht den gewünschten Effekt gebracht zu haben.

Für den Grand Prix von Doha erwartet er sich daher nicht viel: "Morgen wird es schwierig, denn ich starte von hinten und habe große Probleme mit meiner Pace. Ich kann nur versuchen, irgendwie mit der Gruppe vor mir mitzuhalten. Dann wird man sehen, was passiert."

Ein Wechsel auf eine andere Reifenkombination ist für Rossi hingegen kein Thema. Wie alle anderen Fahrer will auch er am Sonntag auf die Kombination aus den beiden weichen Reifen setzen. "In den vergangenen Jahren wurden immer wieder verschiedene Kombinationen ausprobiert, aber am Ende sind alle das Rennen immer mit Soft-Soft gefahren. Ich glaube nicht, dass mir ein härterer Reifen helfen würde. Die anderen bekommen es damit ja auch hin, daher ist das keine Frage der Reifen."


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