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MotoGP-Gerücht: Suzuki-Teamchef Brivio bald in der Formel 1?

Davide Brivio hat Suzuki zurück zum Erfolg in der MotoGP geführt. Gerüchten zufolge könnte der Italiener jetzt aber in die Formel 1 abwandern.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Es wäre eine Überraschung, die das MotoGP-Paddock hart treffen würde: Kehrt Suzuki-Teamchef Davide Brivio nach vielen Jahren dem Zweirad-Sport den Rücken zu und wandert in die Formel 1 ab? Das behaupten jetzt zumindest Gerüchte im Fahrerlager.

Wie 'Autosport' berichtet, soll der Italiener mit einem Wechsel ins neu benannte Alpine-Team (vorher Renault F1 Team, Anm.) in Verbindung gebracht werden. Von offizieller Stelle gibt es diesbezüglich noch keine Informationen, allerdings deutete der bisherige Teamboss Cyril Abiteboul an, dass sich mit dem Namenswechsel auch strukturell etwas im Team verändern würde.

Spekuliert wird nun, ob Abiteboul selbst in Zukunft eine Senior-Rolle im Team bekleiden wird, während Marcin Budkowski seine Rolle als Teamchef übernehmen könnte. An Brivio würde in diesem Szenario die Rolle des CEO fallen, der die größeren Geschäftstätigkeiten des Teams übersehen würde.

Weshalb Brivio, ein Urgestein in der MotoGP, nun auf einmal plötzlich die Seiten wechseln soll? Der Italiener hat ein gutes Verhältnis zu Luca de Meo, dem Geschäftsführer von Renault. Beide haben vor einigen Jahren gemeinsam bei Yamaha gearbeitet. Brivio war von 2007 bis 2010 als Teammanager für den japanischen Hersteller tätig, zur selben Zeit arbeitete de Meo dort als Leiter des Marketings.

Davide Brivio ist seit 2013 Teil des Suzuki-Teams - Foto: gp-photo.de/Ronny Lekl

Durch die Verbindung von Brivio und de Meo scheint ein möglicher Wechsel des Italieners von zwei auf vier Räder also zumindest theoretisch möglich, auch wenn es für das MotoGP-Fahrerlager eine große Überraschung wäre.

Davide Brivio: Fast 20 Jahre MotoGP

Brivios Karriere begann in den 1990er-Jahren in der Superbike-WM, ebenfalls für das Yamaha-Team. Im Jahr 2002 wechselte der Italiener mit den Japanern in die MotoGP und war zwei Jahre später hauptverantwortlich dafür, Valentino Rossi ins Team zu locken und damit die Unglückssträhne Yamahas in der Königsklasse zu beenden.

Bis 2010 blieb Brivio als Teammanager bei den Japanern, bis er gemeinsam mit Rossi das Team verließ und für den 'Doktor' persönlich arbeitete. Zur Saison 2013 übernahm Brivio dann den Posten des Teamchefs beim neuen Suzuki-Team an, mit denen er 2015 wieder in die Königsklasse einstieg und in der vergangenen Saison mit Joan Mir sogar einen Weltmeistertitel feiern konnte.


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