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MotoGP Valencia 2020: Die Reaktionen zum Rennsonntag

Joan Mir krönt sich zum ersten Mal in seiner Karriere zum MotoGP-Sieger, Teamkollege Alex Rins auf P2. Die Reaktionen zum Rennsonntag aus Valencia.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Joan Mir (Suzuki): "Ich fühle mich nach dem ersten Sieg eigentlich gar nicht anders, nur noch etwas glücklicher. Dieser Sieg hat mir noch gefehlt und er ist im perfekten Moment gekommen. Das freut mich unglaublich. Das Team hat an diesem Wochenende einen unglaublichen Job gemacht. Ich habe mich so wohlgefühlt auf dem Motorrad. Wenn so gute Arbeit geleistet wird, dann steht man am Ende eben ganz oben auf dem Podium."

2. Alex Rins (Suzuki): "Das Rennen war extrem schnell. Als ich in Führung war, habe ich mit gut gefühlt, aber dann habe ich mich in Turn 11 verschalten, musste weit gehen und Joan konnte mich überholen. Ich habe versucht, ihm zu folgen, aber er hat extrem Gas gegeben, während ich etwas auf die Reifen achten musste. Vielleicht können wir das Motorrad ja für das nächste Rennen noch etwas besser anpassen."

3. Pol Espargaro (KTM): "Es war ein hartes Rennen. Diese Jungs mit den blauen Raketen waren extrem schneller, vor allem in den Rechtskurven. Ich konnte aber auf der Bremse den harten Vorderreifen ausnutzen und so dranbleiben. Für mich war das die ideale Wahl, obwohl die die Kombination Hard/Medium hier nie gefahren sind. Es hat funktioniert und so können wir uns bei KTM über ein weiteres Podium freuen. Das fühlt sich super an!"

4. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Es war ein großartiges Ergebnis, ein großartiges Rennen und wir hatten bis zum Ende eine gute Pace. Ich habe bis zur letzten Kurve nicht aufgegeben und das ist sehr positiv. Ich war knapp dran an meinem ersten Podest, aber auch P4 und erneut der Platz als bester Fahrer eines Satellitenteams, ist eine gute Auszeichnung. Ich freue mich auf das nächste Rennen hier in Valencia."

5. Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Ich freue mich über das Ergebnis dieses Rennens. Wir waren ein bisschen besorgt, weil wir nicht wussten, welche Bedingungen wir vorfinden würden. Ich denke, unsere Strategie aus dem Warm-Up hat sich ausgezahlt. Wir konnten die Balance des Bikes gut halten und haben ein starkes Setting gehabt. Leider konnte ich bis sieben oder acht Runden vor Ende die Pace nicht halten. Ich habe Probleme auf dem Bike gekriegt. Ich wäre fast gestürzt und habe mich dann gezwungen, ruhig zu bleiben."

6. Jack Miller (Pramac Ducati): ""

Beste Ducati im Valencia-Rennen der MotoGP: Jack Miller auf P6 - Foto: LAT Images

7. Brad Binder (KTM): "Das Rennen ging gut los, aber ich wurde in den ersten Kurven ein wenig eingeklemmt im Verkehr. Ich wollte mit vollem Tank nicht allzu viel Risiko nehmen, zumal ich auch noch um meine Long-Lap-Penalty wusste. Ich fiel zurück und wenig später verlor ich auch noch wertvolle Sekunden, als Cal Crutchlow direkt vor mit zu Boden ging. Danach lief es aber gut und das Motorrad war richtig gut. Das Resultat ist leider nicht befriedigen, denn wir hatten das Tempo für eine deutlich bessere Platzierung."

8. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich habe mich heute körperlich nicht wirklich wohlgefühlt, aber zum Glück konnte ich dennoch ein konstantes Rennen fahren. In den ersten Runden konnte ich einige Positionen gutmachen, obwohl das Gefühl auf dem Motorrad nicht gut war. Erst am Ende des Rennens bin ich schneller geworden. Mit dem Ergebnis bin ich dennoch nicht zufrieden, aber jetzt müssen wir uns die Daten ansehen um für das nächste Wochenende hier zu arbeiten."

9. Johann Zarco (Avintia Ducati): Noch kein Zitat verfügbar

10. Danilo Petrucci (Ducati): "Mir ist heute im Rennen eine gute Aufholjagd gelungen. Mit Platz zehn bin ich ziemlich zufrieden. Das Ergebnis wurde leider durch meinen schlechten Startplatz beeinträchtig. In Anbetracht der Tatsache, dass wir kaum Zeit auf trockener Strecke hatten, war meine Pace im Rennen sehr ordentlich. Für den zweiten Grand Prix hier müssen wir aber das Setup verbessern."

11. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Unser größtes Problem heute war der geringe Druck im Vorderreifen. Wenn wir in einem Feld unterwegs sind, dann kommen derartige Probleme immer wieder auf und wir können nicht so hart kämpfen wie erhofft. Ich wurde 11. und der Abstand zum WM-Führenden hat sich wieder vergrößert. Ich werde aber nicht aufgeben, bis es vorbei ist."

12. Stefan Bradl (Repsol Honda): "Mein Start war nicht schlecht. Aber auf den ersten Runden war ich vielleicht etwas zu vorsichtig, weil wir wie alle anderen auch mit vielen Unbekannten in das Rennen gegangen sind. Ich hatte einige Schwierigkeiten mit dem Vorderreifen und habe Selbstvertrauen verloren. Dadurch habe ich Zeit liegen gelassen und musste mit dieser Situation dann umgehen."

Maverick Vinales konnte trotz eines Starts aus der Box in Valencia noch Punkte sammeln - Foto: MotoGP.com

13. Maverick Vinales (Yamaha): "Dieses Rennen war schwierig. Das Motorrad war nicht gut und wir konnten uns kaum bei trockenen Bedingungen vorbereiten. Nach einem Start aus der Boxengasse als 13. ins Ziel zu kommen, ist nicht schlecht, aber auch nicht gerade fantastisch. Vor allem im Hinblick auf die WM. Mir muss in beiden Rennen Fehler machen, gleichzeitig muss ich einmal gewinnen und einmal Zweiter werden. Das ist so schwierig, dass ich gar nicht mehr daran denke. Die Meisterschaft ist nicht mehr unser Problem. Für uns geht es um ganz andere Dinge, denn aktuell sind wir, was den Speed angeht, meilenweit entfernt. Daran müssen wir arbeiten."

14. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Zu Beginn des Rennens ist ein anderer Fahrer vor mir zu Boden gegangen und als ich ausweichen wollte, bin ich ebenfalls gestürzt. Das passiert bei diesen Bedingungen ganz schnell. Leider hat dieser Crash bedeutet, dass wir viele Punkte in der WM verloren haben. Da Gefühl im Trockenen war um einiges besser, ebenso die Pace. Wir müssen aber für das nächste Wochenende noch eingie Dinge ausprobieren."

DNF Lorenzo Savadori (Aprilia): "Zu Rennbeginn konnte ich Rabat gleich überholen und habe dabei nicht mal hart gepusht. Ich habe abgewartet, bis ich ein bisschen weniger Benzin im Tank habe, um meine Pace wirklich zu setzen. Leider habe ich an einer unerwarteten Kurve das Vorderrad verloren. Ich konnte wieder ins Rennen einsteigen, aber das Bike war natürlich nicht mehr im idealen Zustand."

DNF Alex Marquez (Repsol Honda): "Wir hatten ein gutes Rennen. Mein Start war in Ordnung und mit einem guten Rhythmus fuhr ich in den Top-10. Ich habe mich gut gefühlt und konnte Fortschritte machen. Leider war ich in Kurve eins im Windschatten, als Dovizioso mich überholt hat. Auch wenn ich an derselben Stelle wie immer gebremst habe, war ich zu diesem Zeitpunkt etwas schneller und bin gestürzt."

DNF Tito Rabat (Avintia Ducati): Noch kein Zitat verfügbar

DNF Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): "Der Sturz ist wirklich ärgerlich, denn ich hatte einen guten Start, war wirklich schnell und habe mich super auf dem Motorrad gefühlt. Dann ist mir aber ein Fehler unterlaufen und ich habe dafür bezahlen müssen. Wenn man von so weit hinten startet wie ich heute, dann muss man eben leider stark pushen um aufzuholen. Deshalb will ich im nächsten Rennen möglich weit vorne stehen, um das Potenzial des Motorrads ausschöpfen zu können."

Das Rennen in Valencia war für Francesco Bagnaia früh vorüber - Foto: MotoGP.com

DNF Cal Crutchlow (LCR Honda): "Nach fünf Runden zu stürzen ist natürlich nicht das, was man sich vor dem Rennen vornimmt. Ich hatte ein schlechtes Qualifying und einen schlechten Start, daher war es schwierig, mich nach vorne zu arbeiten. In Kurve 8 wurde ich dann durch den Windschatten zu schnell und bin auf den schmutzigen Teil der Strecke abgekommen. Dort habe ich dann die Front verloren."

DNF Valentino Rossi (Yamaha): "Für mich persönlich ist das sehr schade, denn ich hätte dieses Rennen beenden müssen. Ich hätte diese 27 Runden gebraucht, damit ich nächstes Wochenende stärker zurückkommen hätte können. Es hätte mir sehr gut getan, dieses Rennen zu beenden. Und eigentlich wollte ich nur durchkommen. Mir ging plötzlich das Motorrad aus. Es war aber ein Elektronikproblem und kein Motorschaden. Dennoch musste ich das Bike abstellen und aufgeben."

DNF Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich bin sehr enttäuscht, aber diese Dinge passieren im Racing nun mal. Ich bin gut ins Rennen gestartet, aber früh im Rennen waren alle anderen Fahrer sehr aggressiv. Ein Fahrer vor mir ist eine ziemlich seltsame Linie gefahren. Er ist weit gegangen und hat dann wieder zugemacht, das hat mich und Quartararo ziemlich aus der Bahn geworfen. Ich tröste mich damit, dass ich das ganze Wochenende über konstant war."


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