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MotoGP Le Mans 2020: Die Reaktionen zum Trainings-Freitag

Jack Miller hat bei schwierigen Bedingungen am ersten Tag in Le Mans die Bestzeit eingefahren. Die Reaktionen zum Trainings-Freitag aus Frankreich.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Jack Miller (Pramac Ducati): "Es war ein wirklich positiver Tag. Ich bin sehr zufrieden, denn die Wetterbedingungen heute Morgen waren echt kompliziert, aber wir haben uns dennoch gut geschlagen. Auch am Nachmittag konnte ich mich gut an die trocknende Strecke anpassen, war sehr selbstbewusst und habe mich auf dem Motorrad wohlgefühlt. Uns ist alles gelungen, was wir uns vorgenommen haben."

2. Maverick Vinales (Yamaha): "Auf den Slicks war es heute herausfordernd. Ich habe versucht zu pushen, aber es war sehr schwierig, eine gute Rundenzeit zu setzen. Wir wissen daher leider nicht, wie stark unser Motorrad hier tatsächlich ist und ob wir weitere Anpassungen vornehmen müssen. Immerhin kam ich sowohl bei nasser als auch bei auftrocknender Strecke gut zurecht."

3. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Es war ein ziemlich guter Start für uns. Am Ende von FP2 hatte ich einen kleinen Sturz im letzten Sektor, weil ich auf eine nasse Stelle gekommen bin und dadurch das Vorderrad verloren habe. Mir geht es aber gut und auch das Motorrad wurde nicht beschädigt. Meine Pace war gut und mein Potenzial ist sowohl im Trockenen als auch im Nassen groß. Ich fühle mich auf dem Motorrad ziemlich wohl."

4. Danilo Petrucci (Ducati): "Sowohl im Nassen am Morgen als auch bei den Mischbedingungen am Nachmittag hatte ich sofort ein gutes Gefühl auf dem Motorrad. In FP2 war die Strecke kalt und feucht, aber ich war mit den Slicks schnell unterwegs. Insgesamt bin ich zufrieden mit dem ersten Tag hier, aber wir haben auch noch einige Dinge zu verbessern. Hoffentlich bleibt das restliche Wochenende trocken."

5. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Es tat gut, heute auf die Strecke zu fahren. Mit einer nassen und einer trockenen Session konnten wir heute ein Gefühl für beides entwickeln. Wir haben in beiden Trainings gute Arbeit erledigt, müssen aber eine bessere Abstimmung finden. Wir hoffen nun auf trockene Tage am Samstag und Sonntag."

6. Alex Marquez (Repsol Honda): "Heute konnten wir das Bike im Nassen ausprobieren. Es ist erst mein zweites Mal überhaupt im Regen. Die Reifen von Michelin geben dir wirklich viel Selbstvertrauen. Es freut mich, dass ich mich heute bei nassen Bedingungen wohl gefühlt habe. Es könnte bis Saisonende nun noch viele Regenrennen geben. Am Samstag und Sonntag dürfte es noch kälter werden, das könnte alles komplizierter machen."

Stellte seine Yamaha an Tag eins in Le Mans auf Rang sieben: Franco Morbidelli - Foto: LAT Images

7. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Heute Morgen war es nass und kalt, aber am Nachmittag war es so halb/halb. Wir sind raus um zu überprüfen, wie die Bedingungen sind und da es sich verbesserte, blieb ich auf weichen Slicks draußen. Ich wollte mich an die Bedingungen gewöhnen und zu keiner Zeit zu viel pushen. Ich hoffe, dass es am Samstag trocken bleibt, damit wir an ein paar Dingen arbeiten können."

8. Pol Espargaro (KTM): "Wir sind definitiv in Le Mans. Hier ist es einfach immer nass und kalt. Aber der Asphalt ist gut und trocknet schnell, auch wenn es kalt und feucht ist. So konnten wir am Nachmittag zumindest bei Mischbedingungen fahren. Die volle Performance der Maschinen war aber nicht sichtbar, weil die Rundenzeiten doch noch weit von den normalen Werten entfernt sind. Zumindest bin ich in den Top-Ten, falls es morgen am Vormittag regnet."

9. Joan Mir (Suzuki): "Es war heute hart für alle, ich bin mit dem Tag aber zufrieden. Am Vormittag habe ich mich gut gefühlt. Ich arbeite aktuell aber noch daran, das beste Gefühl zu entwickeln. Ich habe mich heute vor allem darauf konzentriert, an der Front des Motorrads zu arbeiten."

10. Johann Zarco (Avintia Ducati): "Die nassen Bedingungen heute Morgen waren interessant für mich, um das Motorrad bei diesen Verhältnissen kennenzulernen. Es war mein erstes Mal und ich habe mich ziemlich wohlgefühlt. Am Nachmittag hatten wir dann Mischbedingungen. Ich habe mit Regenreifen begonnen, aber als dann alle Fahrer auf Slicks schneller waren habe ich gewechselt. Dann gab es leider ein technisches Problem an meinem Nummer-eins-Bike und wir mussten das Nummer-zwei-Bike erst auf Trockenabstimmung umbauen."

11. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Es ging heute nur darum, ein Gefühl für die Strecke aufzubauen. Das Wichtigste war, zu verstehen, wie sich Reifen und Motorrad bei diesen Bedingungen verhalten. Es konnte dir heute sehr leicht ein Fehler unterlaufen, was wir ja bei Luca Marini in der Moto2 gesehen haben. Daher bin ich es heute locker angegangen."

12. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich mag diese Strecke sehr, aber heute herrschten sehr schwierige Bedingungen. Am Morgen war es besser, da man sicher sein konnte, auf Regenreifen zu setzen. Am Nachmittag mussten wir unter Mischbedingungen auf Slicks setzen. Du musst damit ordentlich Gas geben, während überall noch nasse Stellen sind und es dazu sehr kalt ist. Mein Gefühl bislang ist nicht allzu schlecht. Leider hatte ich auf meiner letzten Runde eine Gelbe Flagge, ansonsten wäre ich auf Platz 5 gelandet."

Valentino Rossi wurde am Trainings-Freitag in Frankreich nur Zwölfter - Foto: Monster Yamaha

13. Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Heute war ein seltsamer Tag. Wir hatten nicht viel Zeit unter trockenen Bedingungen, aber wir haben unseren Plan für den Nachmittag schnell angepasst. So konnten wir die Situation gut managen. Wir konnten sogar ein paar Runden im Trockenen fahren. Ich fühle mich gut auf dem Bike, also hoffen wir jetzt einfach, dass es morgen trocken bleibt und wir direkt ins Q2 kommen."

14. Alex Rins (Suzuki): "Aufgrund des Wetters war es heute nicht einfach. Ich konnte mich aber in beiden Sessions auf den Top-Positionen bewegen, vor allem im 1. Training war ich ziemlich stark. Ich freue mich schon drauf, wenn ich morgen wieder auf die Strecke kann. Dann sollte es auch trocken sein."

15. Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): "Für mich war es das erste Mal, dass ich ein MotoGP-Bike im Nassen gefahren bin. Es hat sich gut angefühlt. Die Ducati scheint im Nassen wirklich stark und sehr stabil zu sein. Damit bin ich sehr zufrieden. Am Nachmittag bei den Mischbedingungen wollte ich dann wegen meiner Beinverletzung nicht zu sehr ans Limit gehen. Ein Sturz wäre da schnell passiert und das wäre zu gefährlich gewesen. In den letzten zehn Minuten gab es außerdem viele gelbe Flaggen, weshalb ich meine Rundenzeit nicht verbessern konnte."

16. Iker Lecuona (Tech3 KTM): "Im FP1 hatte ich ein paar Probleme, weil ich vorher noch nie unter solchen Umständen mit einem MotoGP-Bike gefahren bin. Ich habe die Basis vom Bike verändert und mich so verbessert. Ich war dichter an den Spitzenfahrern dran und darüber habe ich mich gefreut. Am Nachmittag war die Strecke noch auf einigen Teilen nass. Die Bedingungen waren nicht perfekt, aber ich habe trotzdem alles gegeben."

17. Stefan Bradl (Repsol Honda): "Wir sind gestern sehr spät angekommen und als ich heute Morgen das Wetter sah, haben wir gemeinsam entschieden, dass es besser ist, wenn ich drin bleibe. Man kann unter diesen Bedingungen nichts gewinnen, aber viel verlieren. Am Nachmittag habe ich mich aber bereits wohl gefühlt."

18. Bradley Smith (Aprilia): "Von ein paar kleinen Schmerzen abgesehen war es kein schlechter Tag für uns. Am Morgen habe ich mich im Nassen gut gefühlt. Es ist immer toll, die Aprilia auf den ersten Rang zu stellen. Das ist auch ein wichtiges Zeichen für alle zu Hause. Ich hatte auch am Nachmittag ein gutes Gefühl, bis ich auf einen nassen Teil der Strecke gekommen und gestürzt bin."

Andrea Dovizioso kam am ersten Tag in Le Mans nicht auf Touren - Foto: Ducati

19. Andrea Dovizioso (Ducati): "Obwohl wir seit langer Zeit nicht mehr im Nassen gefahren sind, hatte ich heute Morgen sofort ein gutes Gefühl auf dem Motorrad. Am Nachmittag waren die Bedingungen aber sehr schwierig: Die Strecke war nicht völlig trocken, aber wir haben dennoch schon früh versucht, unsere Rundenzeit vom Vormittag zu verbessern. Leider hatte ich einen kleinen Sturz, weil der Vorderreifen noch zu kalt war."

20. Aleix Espargaro (Aprilia): "Es war kein einfacher Tag. Wir hatten vorher noch nicht die Chance, das neue Bike unter nassen Bedingungen auszuprobieren. Deshalb hatten wir viel Arbeit vor uns. Bradley hat gezeigt, dass wir auch unter schwierigen Bedingungen konkurrenzfähig sein können. Das hat mir Selbstvertrauen gegeben. Am Nachmittag war die Lage komplizierter. Die Strecke wirkte trocken, war sie aber nicht komplett. So hat man leicht Fehler gemacht."

21. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Am Morgen, vor allem in meinem ersten Run, hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Als die Strecke dann getrocknet ist, hatte ich etwas mehr zu kämpfen. Das Setup war zu weich für trockene Verhältnisse. In FP2 ist es mir sehr schwergefallen, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Meine beste Rundenzeit wurden wegen einer Gelben Flagge gestrichen."

22. Brad Binder (KTM): "FP1 war ganz okay. Es war mein erstes Mal im Nassen mit einem GP-Bike und ich habe mich gut gefühlt. Es hat wirklich Spaß gemacht. Der Nachmittag war aber gar nicht gut. Mir ist keine einzige Runde gelungen, in der ich nicht von der Strecke abgekommen bin oder mir auf einer nassen Stelle ein Rutscher passiert ist. Dann war ich an der Box, bin wieder raus und auf meiner ersten fliegenden Runde gestürzt."


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