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MotoGP Misano 2020: Die Reaktionen zum Rennsonntag

Maverick Vinales fährt in Misano einen souveränen Rennsieg über die Ziellinie, Fabio Quartararo erhält eine Strafe. Die Reaktionen zum Rennsonntag.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Maverick Vinales (Yamaha): "Es ist unglaublich. Wir haben dieses Wochenende einen tollen Job gemacht und das Rennen gut vorbereitet. Bagnaia war heute sehr schnell, sodass ich doll pushen musste. Ich wollte aber gleichzeitig ein wenig die Reifen schonen, um auf den letzten zehn Runden attackieren zu können. Am Ende hat Bagnaia einen Fehler gemacht und danach habe ich nur noch versucht, das Rennen zu kontrollieren und den Sieg nach Hause zu fahren. Es ist wirklich schön! Meine Mentalität ist genau dieselbe wie letztes Wochenende, nur das unser Setup besser ist. Es sieht so aus, als hätte sich unser Pech endlich verflüchtigt."

2. Joan Mir (Suzuki): "Ich bin jetzt ziemlich erschöpft. Auf den letzten Runden habe ich alles gegeben. Das ist nicht einfach. Wenn man 100 Prozent gibt und alle seine Karten auf den Tisch legt, dann ist es am Anfang nicht einfach, andere Piloten zu überholen. Als dann der Weg zum Podium offen war, habe ich viel gepusht. Ich wollte aber auch die Reifen schonen, weil die hier kritisch werden können. Auch das ist nicht einfach. Ich denke, wir verdienen dieses Ergebnis."

3. Pol Espargaro (KTM): "Wir wussten, dass unsere Reifenwahl heute ein Risikospiel sein würde. Aber der Reifen am letzten Wochenende war nicht gut und heute wollte ich das Rennen wenigstens ein bisschen genießen. Gegen Ende des Rennens hatte ich Probleme mit dem Reifen, aber ich konnte wenigstens schnell sein. Ich habe dann nur noch versucht, die anderen hinter mir zu halten und meine Position zu verteidigen. Das hat sich am Ende ausgezahlt, denn durch Quartararos Strafe haben wir es aufs Podium geschafft."

4. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Mit meinem Rennen bin ich sehr zufrieden, denn es war wichtig nach einigen schwierigen Wochenenden wieder einmal unter den ersten Drei ins Ziel zu kommen. Ich habe eine Long-Lap-Penalty erhalten und war davon ziemlich überrascht, denn eine Warnung war auf meinem Dashboard nie zu sehen. Das ist frustrierend."

5. Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Ich bin zufrieden mit dem Rennen. Wir sind von weit hinten gestartet, aber konnten ein paar Positionen gut machen und haben auch von ein paar Stürzen profitiert. Unser Potenzial war ohne Zweifel da und wir hatten eine gute Pace. Ich habe mich gut auf dem Bike gefühlt und keine Fehler gemacht. Ich bin also während des ganzen Rennens fokussiert gewesen, was nicht einfach war. Aber wir haben es in die Top-5 geschafft, was von Anfang an unser Ziel war."

6. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Mit Platz sechs bin ich ziemlich zufrieden. Von Startplatz zwölf aus war das ein hartes Stück Arbeit, vor allem zu Beginn, als wir in einer großen Gruppe gefahren sind und ich kein gutes Gefühl für das Vorderrad hatte. Ich konnte dann aber doch einige Fahrer überholen und bis zum Ende konstante Zeiten fahren. "

LCR-Pilot Takaaki Nakagami war in Misano bester Honda-Pilot - Foto: MotoGP.com

7. Alex Marquez (Repsol Honda): "Am vergangenen Sonntag und vor allem auch nach dem Test sind uns einige Verbesserungen gelungen. Damit habe ich mich das gesamte Wochenende über sehr stark gefühlt. Im Rennen bin ich gut gestartet und war in den ersten Runden gleich sehr aggressiv. Damit bin ich zufrieden. Vielen Dank an mein Team - wir werden immer stärker!"

8. Andrea Dovizioso (Ducati): "Es war ein kompliziertes Rennen. Wenn du weiter hinten startest besteht leider immer die Gefahr, dass du unnötig Zeit verlierst. In der Startphase sind in Turn 8 zwei Fahrer vor mir kollidiert, ich musste bremsen und habe Positionen verloren. Nach ein paar Runden habe ich dann eine konstante Pace gefunden, war aber nie wirklich schnell und konnte auch strategisch nichts ausrichten. Zumindest führe ich immer noch in der WM."

9. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Ich versuche immer noch, mich von meiner Magenverstimmung zu erholen. Mir ist es wirklich schlecht gegangen. Im Laufe des Wochenendes ist es besser geworden, aber ich werde mich trotzdem untersuchen lassen um zu sehen, ob wir zusätzlich noch etwas tun können. Dann bin ich in Barcelona hoffentlich wieder bei 100 Prozent."

10. Danilo Petrucci (Ducati): "Das war wieder ein hartes Rennen. Schon direkt nach dem Start hatte ich nicht das gleiche Gefühl wie in den Trainings. Mir fehlte das Vertrauen ins Vorderrad und ich konnte nicht gut bremsen. Ich freue mich über den Fortschritt, den wir im Vergleich zu den letzten Wochenenden erzielt haben, aber wir brauchen noch mehr."

11. Johann Zarco (Avintia Ducati): "Es ist eine weitere Zielankunft für uns und die war heute wirklich nicht einfach. Die Wahl der Hinterreifen war heute entscheidend. Wir haben uns für die harte Mischung entschieden, weil wir dachten, dass wir damit in der zweiten Rennhälfte einen Vorteil haben. Das war aber leider nicht der Fall. Meine Pace war constant, aber etwas zu langsam."

12. Alex Rins (Suzuki): "Heute war es wirklich schwierig für uns. Ich hatte Probleme beim Bremsen und am Kurveneingang. Das habe ich im Rennen viel mehr gespürt al sim Training ode rim Qualifying. Für Barcelona wollen wir da eine Lösung finden."

Alex Rins stellte seine Suzuki im MotoGP-Rennen von Misano auf Rang zwölf - Foto: MotoGP.com

13. Bradley Smith (Aprilia): "Das Endergebnis ist in Ordnung, aber ich bin ein bisschen enttäuscht über meinen Rückstand auf den Sieger. In der ersten Phase des Rennens lief es nicht schlecht und ich konnte mit der Gruppe mithalten. Aber heute sind wir mit einem komplett anderen Setting gestartet und ich wusste nicht, was ich erwarten soll. Also waren die letzten zehn Runden ziemlich schwierig."

DNF Iker Lecuona (Tech3 KTM):"Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich muss mich beim Team entschuldigen, denn dieses Wochenende war großartig. Im Rennen hatte ich eine starke Pace und habe einige Fahrer überholt. Ich hatte den Speed, um in die Top-6 zu fahren. Miguel zu folgen, war toll. Ich habe bis drei Runden vor Ende keinen Fehler gemacht, dann aber einen Großen und habe die Front verloren. Es war mein Fehler."

DNF Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): "Es ist wirklich schade. Ich war sehr schnell und hatte schon einen schönen Vorsprung auf Maverick. Ich war nicht einmal an meinem Limit und das Bike hat sich perfekt angefühlt. Die Reifen habe ich für die letzten Runden geschont, denn mir war klar dass Maverick in dieser Phase sicher schnell sein wird. Warum ich gestürzt bin, weiß ich nicht. Wir haben uns die Daten angesehen und es war kein Fehler zu erkennen. Wir glauben, dass ich irgendetwas berührt habe und dadurch gestützt bin."

DNF Valentino Rossi (Yamaha): "Es ist natürlich sehr schade, dass mir in der zweiten Runde dieser Fehler passiert ist und wir dadurch einige Punkte verloren haben. In diesem Moment herrschte etwas Verwirrung, weil alle Fahrer so eng beisammen lagen. Ich habe dann in Turn 4 die Kontrolle über das Vorderrad verloren. Ich bin dann noch ein paar Runden weitergefahren, um ein paar Dinge über meine Pace zu erfahren, denn wir haben das Setup an diesem Wochenende etwas verändert."

DNF Tito Rabat (Avintia Ducati): "Trotz des Sturzes heute müssen wir die positiven Seiten sehen: Meine schnellste Rennrunde war heute nur eine Zehntelsekunde langsamer als die meines Teamkollegen. Die Streckenbedingungen waren sehr eigenartig und ich hatte dennoch eine 1:33er-Pace. Der Sturz ist passiert, weil ich der Gruppe vor mir unbedingt folgen wollte und dabei über das Vorderrad weggerutscht bin."

DNF Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich bin wirklich traurig, denn mein Start war gut wir hätten ein starkes Rennen haben können. Das Zeug dazu hatten wir. Am Ausfall trägt keiner Schuld. Ein Abreißvisier hat sich in der Airbox verfangen. Das ist einfach Pech."

Das Rennen von Brad Binder in Misano war schnell vorbei - Foto: MotoGP.com

DNF Brad Binder (KTM): "Ich habe mich heute sehr, sehr gut gefühlt. Mir ist ein ordentlicher Start gelungen, aber dann habe ich in Turn 11 die Front verloren. Den konnte ich gerade noch abfangen, aber in Turn 13 ist es mir dann noch einmal passiert. Ich war einfach zu wild. Ich bin dann weitergefahren aber direkt noch einmal gestürzt."

DNF Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich möchte mich erst einmal bei (Franco) Morbidelli entschuldigen, denn mein Sturz hat ihn Positionen gekostet. Auch bei meinem Team muss ich mich entschuldigen, denn wir hätten heute viel besser abschneiden können. Ich wusste, ich muss auf den ersten Runden alles geben. Meine Pace war sehr gut, aber weil ich so weit hinten starten musste, habe ich viel riskieren müssen."


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