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MotoGP Misano: Stefan Bradl gibt nach FP1 auf - Nervenprobleme

Honda verliert den nächsten MotoGP-Fahrer: Nach Marc Marquez und Cal Crutchlow muss nun in Misano auch Stefan Bradl die Segel streichen.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Das zweite MotoGP-Wochenende in Misano war für Stefan Bradl ein überaus kurzes. Er musste nach 21 Runden in FP1 aufgeben und wird an den verbleibenden Sessions nicht mehr teilnehmen. Somit wird Honda am Sonntag nur zwei Fahrer ins Rennen schicken. Alex Marquez im Repsol-Werksteam und Takaaki Nakagami bei LCR.

Bradl klagte in den vergangenen Wochen über zunehmende Probleme mit einem Nervenstrang im rechten Arm. Im ersten Misano-Rennen sorgte das für ein Taubheitsgefühl in den Fingern, weshalb Bradl auf den Dienstagstest verzichtete und sich zur Behandlung nach Deutschland begab. Am Donnerstag zeigte sich der HRC-Testfahrer noch optimistisch, dass er für dieses Wochenende einsatzfähig sei.

Doch nach dem 1. Freien Training in Misano musste Bradl einsehen, dass eine Teilnahme im zweiten Misano-GP aktuell keinen Sinn ergibt. "Ich habe leider immer noch Probleme mit meinem Arm und kann nicht sicher beziehungsweise konstant fahren", erklärte Bradl. "Ich habe mit meinem Doktor gesprochen und er hat einen kleinen Eingriff am Nerv durchgeführt. Der Muskel drückt zu stark auf den Nerv, also wurde dort etwas Platz geschaffen. Jetzt ist es besser, aber ich bin nach der Operation noch nicht voll fit."

Das zeigte sich nun auch auf der Rennstrecke, wie Bradl bestätigt: "Ich bin mit dem Ziel nach Misano gekommen, hier das Rennen zu fahren, denn mein Arzt hat mir gesagt, dass das in Ordnung wäre. Ich fühle mich aber aktuell nicht sicher genug für die gesamte Renndistanz. Deshalb haben wir uns gemeinsam mit HRC dazu entschlossen, vor dem Barcelona-GP eine Woche Pause zu machen."

Weitere Einsätze für Stefan Bradl geplant

Schließlich ist Bradl noch für weitere Rennen als Ersatz von Marc Marquez vorgesehen. Gerüchte, wonach der amtierende Weltmeister bereits in Barcelona zurückkehren könnte, dementierte Honda am Donnerstag auf Anfrage von Motorsport-Magazin.com. Realistisch scheint eine Rückkehr Mitte Oktober in Aragon, möglicherweise auch erst später.


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