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MotoGP-Rennen in Austin 2020 endgültig abgesagt

Bis Ende Juli wollte sich die Dorna offen halten, ob 2020 MotoGP-Rennen in Übersee stattfinden. Mit Austin wurde das erste Event jetzt abgesagt.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Die MotoGP-Saison 2020 steht in den Startlöchern. In knapp zwei Wochen geht es in Jerez los, es folgen weitere Rennen auf dem Kontinent Europa. Bis 31. Juli hat die Dorna außerdem Zeit zu entscheiden, ob die vier geplanten Rennen in Übersee stattfinden werden oder nicht. Die erste Entscheidung in diesem Fall ist bereits getroffen: Ein Rennen in Texas wird es 2020 nicht geben.

Das verkündeten die Betreiber des 'Circuit Of The Americas' im US-amerikanischen Austin am Mittwoch auf ihrem Twitter-Profil. "Das PS-Rodeo kehrt im nächsten Jahr mit einem noch größeren und besseren MotoGP-Rennen vom 16. bis 18. April zurück", heißt es in dem Tweet des COTA.

Damit ist das Event auch das Erste, dass für die kommende Saison 2021 bestätigt wird. Ursprünglich sollte das Rennen in diesem Jahr vom 03. bis 05. April stattfinden.

Die Verschiebung auf die Saison 2021 bedeutet aber auch, dass Austin für dieses Jahr definitiv kein Halt im MotoGP-Rennkalender sein wird. Das machen die Verantwortlichen am COTA auch nochmal in ihrem Tweet deutlich. Dort heißt es weiterhin: "Das diesjährige Event vom 13. bis 15. November wurde abgesagt. Ticketinhaber erhalten in Kürze eine E-Mail mit weiteren Informationen."

Nach dem Ausbruch der weltweiten Corona-Pandemie war das Texas-Event vom April in den November verschoben worden. Gesichert hat diese Verschiebung das Rennen jedoch nicht. Fans, Fahrern und den Veranstaltern bleibt nun nichts anderes übrig, als auf das nächste Jahr hinzufiebern.

Wie stehen die Chancen für andere Übersee-Rennen?

Mit Austin aus dem Rennen bleiben als Übersee-Optionen 2020 nur noch Argentinien, Malaysia und Thailand. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Events ebenfalls abgesagt werden, dürfte hoch sein. In Argentinien beispielsweise ist die aktuelle Corona-Lage kaum besser als in den USA, zumal sich der logistische Aufwand für den Transport aller notwendigen Materialien zur Austragung eines MotoGP-Rennens für ein einziges Rennen auf dem amerikanischen Kontinent kaum lohnt. Hinzu kommt, dass Argentinien beispielsweise vom Robert-Koch-Institut noch immer als Corona-Risikogebiet gilt. (Stand 03.07.2020, 16:00 Uhr)

In Asien sieht es ein wenig anders aus, dort hat das RKI seine Risikowarnungen für Malaysia und Thailand wieder zurückgezogen. Ob die beiden Rennen wirklich stattfinden werden, ist dennoch fraglich. Bis 31. Juli hat die Dorna allerdins noch Zeit, eine Entscheidung zu fällen.


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