MotoGP

MotoGP-Test Katar 2020: Die Reaktionen zum zweiten Testtag

Fabio Quartararo hat sich an Tag zwei bei den MotoGP-Tests in Katar wieder einmal an die Spitze gesetzt. Die Reaktionen zum zweiten Testtag.
von Redaktion Motosport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Heute war ein richtig positiver Test. Wir haben an der Pace gearbeitet, wie gestern schon, auch etwas an der Elektronik-Abstimmung, Motorbremse, Power und so weiter. Natürlich auch ein paar Abstimmungen an der Gabel. Am Ende war es ein besserer Tag als gestern, denn ich habe mich auf dem Motorrad wohler gefühlt und einen Tag haben wir ja noch. Bereit sind wir noch nicht, denn wir müssen am Motorrad noch vieles verstehen und lernen. Drei Tage in Sepang und zwei hier, da hoffe ich, dass ich morgen noch etwas raus finde am Motorrad. Wir sind noch nicht bereit, aber ziemlich stark."

2. Alex Rins (Suzuki): "Ich bin happy. Wir haben einen sehr guten Job gemacht. Wir haben das neue Chassis getestet und mit der Standard-Version verglichen. Ehrlich, das war richtig gut. Wir hatten eine bessere Renn-Pace als im Rennen selbst. Wir sind bereit. Morgen probieren wir noch ein paar kleine Dinge und dann sind wir bereit für die Rennen. Maverick hat eine sehr gute Pace, viele Fahrer liegen eng beieinander. Aber das ist normal. Maverick war im Winter jeden Tag hier. Im Rennen wird der Grip anders sein. Jetzt sind Tests, im Rennen werden alle andere Bedingungen vorfinden. Ich denke aber, dass ich ziemlich gut an ihm dran sein kann, das werden wir dann sehen."

3. Maverick Vinales (Yamaha): "Wir haben die gleiche Arbeit wie gestern gemacht. Wir versuchen, das Motorrad und die Reifen richtig gut zu verstehen. Wir haben uns auf den Rhythmus konzentriert. Es sind uns gute Schritte gelungen, aber ein paar Sachen müssen wir noch verbessern. Mein Vertrauen ist richtig gut, aber ich brauche noch ein paar Runden. Ich bin auf der weicheren Mischung ein paar längere Runs gefahren um zu sehen, wie die funktioniert und wie die im Rennen gehen würden. Wir versuchen, alle Sorgen und Zweifel, die am Rennwochenende aufkommen könnten, schon jetzt auszuräumen. Damit könnten wir dann am Wochenende selbst etwas mehr pushen, als wir es jetzt gerade machen."

4. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Heute waren wir anständig schnell, mit dem Medium-Reifen hatten wir eine ansprechende Pace. Wir haben auch den harten und den soften Reifen getestet. Besonders der Medium und Soft sind sehr ähnlich und funktionieren beide sehr gut, da wird die richtige Wahl wichtig werden. Es war ein guter Tag für uns. Der Medium gefällt mir besser, aber es scheint, dass die anderen Yamahas sehr, sehr schnell mit dem Soften werden. Da wird die richtige Wahl wichtig."

5. Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): " Ein ziemlich guter Tag. Mit dem Medium-Reifen war ich schneller als gestern, besser und konstanter. Die Pace war eine Sekunde schneller als gestern - da haben wir gut gearbeitet. Ich denke, dass wir in die Richtung weiter gehen, wir haben heute auch etwas gefunden, was mir gefallen hat. Wir brauchen noch fünf Zehntel, damit wir zu den schnellsten aufschließen können, wenn wir die Pace anschauen. Auf eine einzelne Runde bin ich schon gut, das wissen wir. 54,5 darüber bin ich happy. Hoffentlich ist das Wetter morgen ähnlich, damit wir weiter an der Pace arbeiten können. Wir müssen mehr Grip am Kurvenausgang finden und wenn das gelingt, können wir schneller werden. Momentan ist Dovi der schnellste Ducati-Fahrer und heute Abend schaue ich mir seine Daten an."

6. Johann Zarco (Avintia Ducati): "Ich lerne noch immer weiter dazu. Ich muss selbst noch besser werden und mehr Vertrauen finden. Ich wollte das alles viel schneller, aber heute war es dann wirklich mal gut. Ich habe gute Arbeit gemacht und die Zeiten waren okay. Aber alle anderen sind eben auch extrem schnell. Als ich dann meinen Rückstand von einer Sekunde gesehen habe, habe ich gedacht: Hey, vielleicht ist die Strecke gerade in so einem guten Zustand, dass wir mal angreifen können. Da habe ich einen neuen Reifen genommen."

Johann Zarco stellte die Avintia-Ducati an Tag zwei der MotoGP-Tests in Katar überraschend auf Rang sechs - Foto: LAT Images

7. Joan Mir (Suzuki): " Ich bin wirklich happy, denn wir konnten die Pace auf eine Runde extrem verbessern, das ist richtig gut. Ich bin ein wenig enttäuscht, denn Ende der Session habe ich einen neuen Reifen genommen und in Turn 6 bin ich gestürzt, aber bis da hin war ich in roten Sektionsabschnitten unterwegs - das ist gut, aber die Runde müssen wir halt zu Ende bringen. Morgen haben wir noch einen Tag und ich hoffe, dass wir da so gut weiter arbeiten können wie bisher. Im Moment ist unsere Pace so, dass man um den Sieg kämpfen könnte, das stimmt schon, aber was in zwei Wochen ist, weiß ich nicht. Wir müssen einfach so weiter arbeiten wie bisher. Unsere Konkurrenz arbeitet auch sehr hart, aber ich denke, wir sind gut unterwegs."

8. Andrea Dovizioso (Ducati): "Die Spitzengruppe, das sind mehr als zehn Fahrer. Es ist schwer etwas für das Rennwochenende einzuschätzen, aber das ist im Moment auch gar nicht wichtig. Ich bin heute froh, denn wir konnten vieles abarbeiten, wir haben eine etwas klarere Vorstellung von allem. Der Speed ist da, aber, wenn wir uns die Zeiten anschauen, da sind bei der Pace viele Yamaha- und Suzuki-Fahrer richtig stark. Es ist schwer einzuschätzen, ob wir glücklich sein und kämpfen können, oder ob wir noch etwas hinterher humpeln. Die Reifen sind anders, aber das versteht man dann erst im Rennen genau. Wenn du allein fährst, hast du zwar auch ein Gefühl, aber es ist unmöglich zu sagen, welches die großen Punkte sind, bei denen es besser sein muss. Wir haben da einige Probleme mit den Reifen. Die Pace ist nicht schlecht, wir müssen uns da mehr an den Reifen anpassen, der Charakter kommt uns nicht gerade entgegen."

9. Valentino Rossi (Yamaha):"Ich fühle mich gut und hatte eine gute Pace, aber heute war es für uns etwas schwieriger als gestern, denn wir haben einige Bereiche verbessern wollen, darunter das Bremsen zum Beispiel. Leider haben wir dadurch in anderen Bereichen verloren. Gestern hatte es auch noch danach ausgesehen, dass die Reifen die ganze Distanz durch halten, aber heute hatten wir da Probleme. Am Ende war es für mich schwieriger, auch meine Platzierung war etwas schlechter - aber wir liegen alle eng beisammen. Morgen wird extrem wichtig, denn es ist der letzte Testtag vor dem Saisonauftakt, da müssen wir Bilanz ziehen. Ich glaube, wir haben einen guten Job gemacht."

10. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Wir schauen derzeit nicht auf Platzierungen. Heute war ich bester Honda-Fahrer, okay, aber das hat heute keine Bedeutung. Wir werden besser, das ist klar, auch meiner Schulter ging es heute besser als gestern, aber ich habe heute Morgen auch Schmerztabletten genommen. Das hat sicher geholfen. Wir waren ziemlich konstant, aber leider konnten wir keine Renndistanz fahren. Es waren aber ziemlich viele Runden im 55er und auch 54er Bereich dabei. Sicher werden wir besser. Ich finde langsam das Limit vom Bike und das ist gut für die Tests, wir werden langsam besser. Hoffentlich können wir morgen noch mehr Runden fahren, denn morgen werden alle noch mal daran arbeiten, schneller zu werden. Es ist nur ein Test, aber hier können wir das erste Rennwochenende vorbereiten. "

11. Aleix Espargaro (Aprilia): "Heute war zweigeteilt. Erst hatte ich große Probleme, ganz anders als am ersten Tag. Bei der Hitze hatten wir mit einem Motorrad große Probleme, ich war nicht konkurrenzfähig, vieles ist nicht nach Plan gelaufen. Ich hatte dann noch den Sturz. Von da an haben wir dann Reset gedrückt und mit dem anderen Motorrad neu angefangen. Gestern habe ich mich bei kühleren Bedingungen nicht wohl gefühlt, das war heute komplett andersrum. Wir haben das Motorrad nur ein wenig verändert und ich habe mich sofort wohl gefühlt und meine schnellste Zeit bin ich gegen 7 Uhr gefahren, das ist fantastisch. Am Ende fehlten nur zwei Zehntel auf Platz vier. Um die Rennuhrzeit herum haben wir einen großen Sprung gemacht. Morgen wollen wir sehen, ob wir eine Rennsimulation zusammen bekommen. Wir müssen noch an der Performance über die Lang-Distanz arbeiten. Niemand ist auf den letztjährigen Reifen wirklich schnell, wir müssen da noch schauen, welcher Reifen passt, denn ich bin heute nie mehr als drei, vier Runden am Stück gefahren. Daher ist die Rennsimulation morgen dann extrem wichtig. Yamaha ist da ziemlich schnell, das haben wir heute schon gesehen."

12. Danilo Petrucci (Ducati): "Ich bin ziemlich zufrieden, es war nicht schlecht, denn wir haben uns heute am Ende nicht so sehr auf die Zeiten konzentriert. Ich war happy mit der Pace, denn ich konnte elf Runden mit einem gebrauchten, abgefahrenem Medium-Reifen fahren und war immer im niedrigen 1:55er-Bereich. Das ist nicht schlecht, aber sicher sind da Fahrer, wie Maverick, die etwas schneller fahren können - trotzdem bin ich ziemlich zufrieden. Am Ende war die Strecke etwas gefährlicher geworden und heute war es nicht wichtig, an der Spitze zu stehen. Wichtig war eine gute Balance beim Motorrad zu finden und wir konnten heute etwas mehr fahren. Ich bin happy. Morgen schließen wir unsere Arbeit am Setup ab und dann sind wir bereit für eine Renn-Simulation."

Ducati-Pilot Danilo Petrucci verpasste einen Platz in den Top-10 an Tag zwei in Katar - Foto: LAT Images

14. Marc Marquez (Repsol Honda): "Heute bin ich beim Umlegen in Turn acht gestürzt. Ich muss mehr mit den Beinen arbeiten, weil meine Schulter noch in der Genesungsphase ist. Ich habe etwas zu sehr gepusht und das Vorderrad fing an zu rutschen und ich konnte es nicht abfangen. Glücklicherweise geht es mir gut. Wir versuchen unser Bestes, aber hier in Katar ist es für uns immer schwierig. Im Moment grübeln wir, warum wir etwas mehr Schwierigkeiten als in Malaysia haben. Morgen werden wir weiter arbeiten und dann auch einen Blick in Richtung Rennen werfen."

17. Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Um ehrlich zu sein haben wir heute ein paar Probleme gehabt. Aus irgendeinem Grund konnte ich mit dem weichen Reifen nicht den richtigen Speed finden, weshalb ich meine schnelle Rundenzeit mit einem Medium-Reifen gefahren bin. Ich habe das Gefühl, als hätten wir unsere Richtung über diesen Tag ein wenig verloren, deshalb war die Pace nicht besonders. Es war kein besonders guter Tag, deshalb werden wir morgen versuchen, die uns fehlenden Zehntel zu finden."

18. Iker Lecuona (Tech3 KTM): "Ich freue mich wirklich sehr über diesen Tag, denn ich habe meine Rundenzeit um einiges verbessert. Ich bin eine Rennsimulation gefahren, was wirklich Spaß gemacht hat. Ich bin zum ersten Mal so viele Runde am Stück mit dem neuen Bike gefahren. Es war nicht einfach, die Power in den Griff zu bekommen, weil es natürlich ganz anders ist als in der Moto2. Für den Moment bin ich zufrieden."

Alex Marquez beendete den zweiten Tag der MotoGP-Tests in Katar auf Rang 19 - Foto: LAT Images

19. Alex Marquez (Repsol Honda): "Es war ein klein bisschen besser als gestern, von meiner Seite her besonders. Ich habe mich noch nicht wohl gefühlt, aber es war um einiges besser. Am Ende hatte ich keine Kraft mehr, um zu pushen und da haben wir uns entschieden, aufzuhören. Das Gesamtgefühl ist aber um einiges besser. Probleme habe ich noch genug - aber es scheint, dass alle Honda-Piloten hier dieses Mal Probleme haben. Morgen müssen wir sehen, dass wir die Reifen noch besser managen können und da noch einen Schritt machen. Das Team hilft mir extrem viel und es ist ein tolles Arbeiten in der Box. "

22. Bradley Smith (Aprilia): " Es war wieder ein anstrengender Tag. Gestern ging es mehr um Funktionalitäts-Checks, heute mehr um die Arbeit an ein paar Entwicklungs-Ideen am Chassis. Wir hatten letztes Jahr schon ein paar dieser Ideen, mussten das jetzt aber mit dem 2020 Paket probieren. Da gab es eine ganze Menge zu testen, denn das ist ein neues Motorrad. Die Pace ist heute etwas besser geworden, das ist ein positives Zeichen. Aber mir fehlt derzeit die Pace auf eine einzelne Runde, aber in der Situation sind wir gerade nicht, dass uns das interessieren würde. Insgesamt bin ich zufrieden. Wir haben nichts hoch-besonderes gefunden, aber konnten unseren Ingenieuren die richtige Richtung für die kommenden Monate geben."


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