MotoGP

Die fünf besten Rookies der MotoGP-Historie

Unser Rückblick auf die Highlights unserer Printausgabe 2019. Heute: Quartararo hat die MotoGP im Sturm erobert. Doch wer waren die besten Rookies?
von Sophie Riga

5. Johann Zarco

Das gab es noch nie! Als zweifacher Moto2-Champ wagte Johann Zarco 2017 mit Tech3-Yamaha den Aufstieg in die Königsklasse. Damit setzte das Team mit Zarco und Jonas Folger auf gleich zwei Rookies. Doch der Franzose wusste sich nicht nur im teaminternen Duell durchzusetzen. Bereits in Katar beeindruckte Zarco mit einem Blitz-Start und jeder Menge aggressiver Manöver. Den potenziellen Sieg warf er zwar in Kurve zwei weg, die Konkurrenz war dennoch beeindruckt. Seine Revanche bekam Zarco dann bei seinem Heimrennen in Le Mans, das er auf P2 hinter Maverick Vinales beendete. In den folgenden Rennen schaffte er es bis auf wenige Ausnahmen konstant in die Top-10 und sammelte stets Punkte. In Malaysia und Valencia drehte der Yamaha-Pilot noch einmal auf und stellte seine M1 aufs Podium. Das Endergebnis: 174 WM-Zähler, P6 in der Gesamtwertung und ein souveräner Sieg im Rookie-Klassement.

4. Jorge Lorenzo

Kaum ein Rookie legte jemals einen so beeindruckenden Start in sein erstes MotoGP-Rennwochenende hin wie Jorge Lorenzo. Der Spanier stieg 2008 in die Königsklasse auf und wurde in seinem ersten Training beim Saisonauftakt in Katar hinter dem damals amtierenden Weltmeister Casey Stoner Zweiter. Einen Tag danach stellte er seine Yamaha ohne Umschweife auf die Pole Position. Einen Sieg brachte Lorenzo in Folge dessen zwar nicht über die Ziellinie, aber für einen zweiten Rang reichte es. In den beiden folgenden Rennen führte im Qualifying wieder kein Weg an ihm vorbei, ebenso wenig in Motegi. Auch in Sachen Siege war der Mallorquiner keinesfalls ein Spätzünder. Bereits seine Pole beim dritten Event in Portugal verwandelte er in einen ersten Sieg. Im Laufe der Saison folgte zwar kein weiterer mehr, allerdings beendete Lorenzo die Saison mit vier Poles, einem Sieg, fünf Podien, P4 in der WM und dem Rookie-Titel.

3. Dani Pedrosa

Als 250cc-Weltmeister erschien Dani Pedrosa 2006 auf der MotoGP-Bildfläche. Nachdem der Spanier seine gesamte WM-Karriere bei Honda verbrachte hatte, holten die Japaner ihn ohne Umwege ins Werksteam. Für dieses Vertrauen bedankte sich Pedrosa gleich im ersten Rennen mit einem Podium. Seinen erfahrenen Teamkollegen Nicky Hayden ließ er damit hinter sich - eine deutliche Ansage. Bis nicht nur sein Teamkollege, sondern auch der Rest Pedrosas Rücken sah, dauerte es nicht lange. Im vierten Rennen krönte er sich in China nach einem Start von der Pole zum Sieger und führte die Konkurrenz in Donington in selber Manier vor. Doch Pedrosas Rookie-Saison war nicht nur geprägt von Höhepunkten. Im vorletzten WM-Rennen in Estoril kegelte er von allen Piloten ausgerechnet Hayden aus dem Rennen, der mit Valentino Rossi um den WM-Titel kämpfte. Trotz dieses GAUs wurde der US-Amerikaner Weltmeister, während Pedrosa selbst sein Debüt als Fünfter und bester Rookie beendete.

2. Valentino Rossi

Keine MotoGP-Bestenliste ohne Valentino Rossi. Der 'Doktor' brach in seiner Karriere unzählige Rekorde und war auch als Rookie definitiv nicht zu unterschätzen. Sein Debüt in der Königsklasse feierte Rossi im Jahr 2000. Das erste Rennen in Welkom beendete er zwar im Kies, aber schon drei Rennen später in Jerez fuhr Rossi mit seiner Honda zum ersten Mal aufs Podium. Ein Rennen später in Le Mans gelang ihm dasselbe Schauspiel, ebenso in Barcelona, Deutschland, Brünn, Estoril, Motegi und auf Phillip Island. In Donington und Rio ließ er die damalige Zweirad-Elite sogar komplett hinter sich. Acht Podien und zwei Siege räumte Rossi damit ab - ohne einen einzigen Start von der Pole Position. Schon als Rookie war der 'Doktor' eher ein Mann fürs Rennen. Bei dieser Bilanz ist es kein Wunder, dass sich Rossi in der WM-Wertung schlussendlich nur einem Mann beugen musste: Weltmeister Kenny Roberts Jnr.

1. Marc Marquez

Ob Alien oder Wunderkind, Marc Marquez hat in seinem Rookie-Jahr 2013 viele Spitznamen verpasst bekommen - und wurde jedem gerecht. Seine Bilanz liest sich wie eine Aneinanderreihung von Rekorden. Das erste Podium und die erste schnellste Rennrunde? Beides konnte Marquez gleich im ersten Rennen abhaken. Der erste Sieg folgte auf dem Fuße, nämlich am darauffolgenden Wochenende in Texas. Fünf weitere Male sollte Marquez danach noch auf dem Siegertreppchen stehen: Auf dem Sachsenring, in Laguna Seca, Indianapolis, Brünn und Aragon. Zehn weitere Rennen beendete er auf dem Podium. In 16 von 18 Malen schaffte es Marquez also unter die Top-3, während er in Mugello und Australien Nuller kassierte. Damit fuhr der Spanier entweder aufs Podium oder sammelte gar keine Punkte. Die Totalausfälle verhinderten aber nicht das Unausweichliche: Marquez krönte sich mit insgesamt 334 Zählern in seiner Rookie-Saison zum Weltmeister.

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