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MSM-Leser entscheiden: Das ist euer MotoGP-Pechvogel 2019

Einige MotoGP-Piloten waren in der Saison 2019 wie vom Pech verfolgt. Die Leser von Motorsport-Magazin.com haben ihren Pechvogel des Jahres gewählt.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Die MotoGP-Saison 2019 hat ihr Ende gefunden, das Jahr 2020 steht bereits wieder vor der Tür. In der vergangenen Saison haben wir viele spektakuläre Fights und große Erfolge gesehen. Doch einige Piloten im Fahrerfeld der Königsklasse hatten in diesem Jahr wenig zu lachen. Wir haben euch gefragt, wer der Pechvogel des MotoGP-Jahres 2019 war.

Mit 54 Prozent aller Leserstimmen hat Jorge Lorenzo dieses Voting für sich entschieden. Damit liegt er deutlich vor seinen Mitstreitern Miguel Oliveira und Andrea Dovizioso. Der jetzige MotoGP-Rentner hat es in seiner letzten aktiven Saison auch nicht leicht gehabt. Schon im Jahr 2018 musste er viele Rennen aufgrund von Verletzungen aussetzen.

Diese Rückschläge haben das Selbstvertrauen des stolzen Spaniers deutlich angekratzt. In seiner Rücktritts-Pressekonferenz gab Lorenzo sogar zu, im Laufe der letzten Jahre daran gezweifelt zu haben, ob sich der ganze Einsatz in der MotoGP überhaupt noch lohne. Neben den zahlreichen verletzungsbedingten Problemen kam auch noch ein weiteres dazu: Lorenzo kam mit der Honda RC213V überhaupt nicht zurecht. Es folgten mehr Crashs als gewohnt, während Ergebnisse ausblieben. Dann auch noch ausgerechnet neben Überflieger Marc Marquez zu fahren, setzte Lorenzos Dilemma die Krone auf.

Auf Platz zwei in der Pechvogel-Rangliste liegt mit 26 Prozent der MSM-Leserstimmen Miguel Oliveira. Der Portugiese feierte 2019 seine Rookie-Saison in der Königsklasse, hatte aber trotzdem schon großes Pech. In Assen kassierte er eine Grid Penalty für das Rennen am Sonntag, kurz darauf wurde er beim Großbritannien GP von Johann Zarco aus dem Rennen gekegelt. Dabei bleibt er zwar unverletzt, aber wenige Rennen später auf Phillip Island hatte er weniger Glück.

Oliveira crashte heftig, da die Winde in Australien eigentlich viel zu stark waren, um die MotoGP-Piloten auf die Strecke zu lassen. Den Start im dritten Übersee-Rennen des Jahres konnte Oliveira vergessen. In Malaysia versuchte er es zwar, musste aber vorzeitig aufgeben. Stattdessen flog er direkt weiter nach Österreich und wurde an seiner verletzten Schulter operiert. Iker Lecuona ersetzte ihn.

Miguel Oliveira musste die Saison 2019 nach einer Schulter-Verletzung vorzeitig beenden - Foto: Facebook/Miguel Oliveira

Und als wäre das Pech auf der Rennstrecke nicht schon schlimm genug, hatte der Portugiese auch abseits davon Schwierigkeiten. Nach Johann Zarcos Weggang aus dem KTM-Werksteam boten ihm die Österreicher den Aufstieg ins Werksteam an. Oliveira lehnte ab, weil er dachte, es handle sich nur um einen Ersatz bis zum Saisonende. In Mattighofen dachte man aber an ein längeres Engagement, das stattdessen an Brad Binder ging. Verletzungs-Unglück und auch noch Kommunikations-Probleme, damit ist Oliveira 2019 wirklich ein Pechvogel gewesen.

Das Schlusslicht der Pechvogel-Wertung bildet schließlich Andrea Dovizioso mit den restlichen 20 Prozent der Leserstimmen. Der Ducati-Pilot hatte für die vergangene Saison nur ein Ziel: Marquez im WM-Duell schlagen. Dieser Plan ist gründlich nach hinten losgegangen. Bereits beim Auftakt-Rennen in Katar gab es Grund zu zittern: Dovizioso gewann das Rennen zwar, die Konkurrenz pochte aber darauf, dem Italiener den Sieg abzuerkennen, da sie die neuen Ducati-Winglets als illegal einstuften.

Glück im Unglück: Aus der Disqualifikation wurde nichts, Dovizioso durfte den Sieg behalten. Doch in den folgenden Rennen konnte der Italiener nicht mehr mit seinem ärgsten Konkurrenten mithalten. An einem schlechten Sonntag fuhr Marquez auf einen zweiten Platz, damit reichten Dovizioso Top-5-Platzierungen und gelegentliche Podien nicht aus, um den Spanier in die Knie zu zwingen. "Ich weiß einfach nicht, wie ich Marc schlagen soll", erklärte Dovizioso bereits nach dem Frankreich-GP, obwohl er zu diesem Zeitpunkt nur acht Punkte hinter ihm zurücklag.

Im Laufe der Saison vergrößerte sich dieser Rückstand durch weniger starke Rennen, den Barcelona-Massencrash ausgelöst von Jorge Lorenzo, den Misano-Crash durch Fabio Quartararo und gesundheitliche Probleme in Thailand immer weiter, bis er genau dort das endgültige Nachsehen gegen Marquez hatte.


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