Für Kimi Antonelli war der Sprint in Miami zum Vergessen. Durch einen erneut schlechten Start büßte er zu Beginn gleich zwei Plätze ein und fiel auf Platz vier zurück. Es ist mittlerweile der vierte bescheidene Start des jungen Italieners in dieser Saison. Insgesamt hat er dadurch bereits 18 Plätze in nur drei Rennen verloren – heute kamen noch zwei obendrauf.

Während der Aprilpause hat Mercedes daher versucht, die Probleme mit Antonelli in den Griff zu bekommen. Ein Blick auf den Sprint lässt aber Zweifel aufkommen, ob dieses Vorhaben geglückt ist. Antonelli weist die Schuld jedoch von sich: "Von meiner Seite kann ich nur sagen, ich habe heute einmal alles richtig gemacht", meint der Mercedes-Pilot niedergeschlagen. "Der Ablauf am Start war in Ordnung, also müssen wir prüfen, was passiert ist."

Wolff nimmt Start auf seine Kappe

Mercedes-Teamchef Toto Wolff pflichtete seinem Schützling in diesem Fall bei. Er bestätigte nach dem Rennen auf Sky Sport F1, dass der schlechte Start ein Fehler aufseiten des Teams gewesen sei. Doch bei Antonelli war der Schaden mental schon angerichtet.

"Nach dem Start war ich sehr frustriert und bin kein gutes Rennen gefahren", so der Italiener. "Ich habe Fehler gemacht und dann auch noch Track-Limits bekommen, was ich eigentlich vermeiden sollte."

Schon in Runde zwölf zeigte die Rennleitung Antonelli die schwarz-weiß diagonal geteilte Flagge, um ihm zu signalisieren, dass die nächste Track-Limit-Überschreitung eine Strafe nach sich ziehen würde. Nach dem Sprint kam dann die finale Entscheidung: Antonelli bekommt eine Fünf-Sekunden-Strafe, weil er viermal die Strecke verlassen hatte. Dadurch fiel er von Platz vier auf Position sechs zurück und sein Teamkollege George Russell rückte auf.

Mercedes in Miami nur dritte Kraft?

Bisher also kein optimales Wochenende für den WM-Führenden, der im Sprint auch mit dem Grip seines Boliden zu kämpfen hatte. "Es war bis jetzt schwierig, aber wir haben auch nichts anderes erwartet, nachdem alle große Updates nach Miami mitgebracht haben", so Antonelli, der auch etwas Positives am heutigen Sprint findet. "Aber die Pace war am Ende nicht schlecht."

Mercedes selbst brachte nur zwei kleine Nachjustierungen am Boliden nach Miami mit. Welche Updates der Rest des Feldes angemeldet hat, erfahrt ihr hier:

Auch Wolff war sich bewusst, dass Miami ein schwieriges Pflaster für sein Team werden würde. "Wir hatten dennoch Hoffnung, dass wir durchhalten könnten. Aber offensichtlich ist es hier schwierig", meint der Österreicher. Der Fokus des Teams liegt jetzt klar auf dem Qualifying, das zumindest für Antonelli gestern auch für den Sprint gut ausging.