MotoGP

MotoGP Misano: Zoff zwischen Rossi & Marquez - keine Strafe!

Valentino Rossi und Marc Marquez geraten in Misano aneinander. Nach dem MotoGP-Qualifying mussten beide vor die Stewards treten.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Valentino Rossi und Marc Marquez gerieten im MotoGP-Qualifying in Misano wieder einmal aneinander. Im letzten Stint in Q2 lieferten sich die beiden Fahrer eine Aktion, die ein kleines Nachspiel hatte. Denn um 16.45 Uhr mussten Rossi und Marquez vor den FIM-Stewards antanzen und wurden zu dem Vorfall verhört. Nach einiger Bedenkzeit entschieden die Offiziellen, keine Strafen auszusprechen. Somit kann der Vorfall zu den Akten gelegt werden.

Was war passiert? Marquez hängte sich für den letzten Versuch im Qualifying an das Heck von Valentino Rossi. Auf der finalen fliegenden Runde überholte er den Italiener sogar, konnte wenige Kurven später aber die Track Limits nicht einhalten.

Marquez blickte sofort nach unten und wusste zu diesem Zeitpunkt wohl bereits, dass seine Rundenzeit ungültig sein würde. Er setzte den Versuch aber fort, als sich plötzlich Rossi innen an ihm vorbeibremste und beide Fahrer beinahe kollidierten.

MotoGP-Lexikon: So wird über Strafen entschieden: (04:27 Min.)

Rossi und Marquez tauschten Gesten aus und wurden wenig später von der Rennleitung zu den Stewards zitiert. Dort durften Rossi und Marquez jeweils eine Stellungnahme abgeben. Schon zuvor waren sie vor die Medien getreten, wo vor allem Marquez deutliche Worte für die Aktion seines Widersachers fand.

"Ich habe nur ein schwarz-gelbes Motorrad mit sehr hoher Geschwindigkeit innen ankommen sehen. So schnell, dass er unmöglich die Kurve kriegen konnte. Glücklicherweise konnte ich eine Kollision vermeiden, weil meine erste Reaktion gut war", erklärte Marquez.

Der Paragraf 1.21.2 des Sportlichen Reglements kam diesmal nicht zur Anwendung. Dort heißt es: "Piloten müssen in verantwortungsvoller Manier fahren, die andere Konkurrenten oder Teilnehmer nicht in Gefahr bringt, weder auf der Strecke, noch in der Boxengasse."

Die Stewards begründeten ihren Verzicht auf eine Strafe damit, dass beiden Fahrern schon vor der Aktion die Rundenzeit aufgrund von Vergehen gegen Track Limits gestrichen worden war und bei dem Vorfall auch kein unbeteiligter Dritter behindert wurde.


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