MotoGP

MotoGP - Honda-Boss: Ducati investiert viel, gewinnt wenig

Wortgefecht zwischen Honda und Ducati. Auf den Vorwurf, Honda würde ohne Marc Marquez nichts gewinnen, hat die Spitze der Japaner eine Antwort parat.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Die MotoGP ist in der Sommerpause. Auf den Rennstrecken kehrt in dieser Zeit Ruhe ein, abseits davon geht es aber heiß her. Aktuell liefern sich die Führungspersonen der zwei erfolgreichsten Hersteller der letzten Jahre, Ducati und Honda, ein hitziges Wortgefecht.

Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti ließ in einem Interview mit 'GPOne' aufhören, als er meinte, Honda würde ohne Marc Marquez nicht gewinnen. Tatsächlich liegt der zweitbeste Honda-Pilot nach Marquez in der MotoGP-Gesamtwertung nur auf Rang neun, es handelt sich um LCR-Mann Cal Crutchlow.

Honda-Teamchef Alberto Puig wollte die Aussagen dennoch nicht auf sich und seinem Arbeitgeber sitzen lassen. Er konterte in einem Interview mit 'El Confidencial' prompt: "Ich glaube, dass sich Ciabatti ansehen sollte, wie viele Rennen und Titel Honda in der Königsklasse bereits gewonnen hat. Dann würde er sowas nicht sagen.

Puig fuhr mit einem Vergleich der Erfolgsbilanzen von Honda und Ducati fort. "Ich weiß, dass Marquez auf diesem Weltmeister geworden ist, genauso aber Stoner, Hayden, Rossi, Criville, Doohan, Lawson und Spencer. Auf Ducati hat nur ein Fahrer gewonnen, und das auch noch in einem Jahr mit ganz besonderes Rahmenbedingungen." Stoners Weltmeisterjahr 2008 war ja das erste nach der Hubraumreduktion von 990 auf 800ccm. Ducati war damals was die Motorleistung betrifft weit überlegen.

Seit 2008 wartet man aber vergeblich auf einen Weltmeistertitel. Daran änderte auch die Verpflichtung von Jorge Lorenzo 2017 für kolportierte 25 Millionen Euro nichts. "Meiner Meinung nach steht der Aufwand, den Ducati betreibt, in keinem Verhältnis zu ihren Erfolgen", findet Puig. "Sie versuchen in den letzten Jahren alles, aber bis jetzt war alles umsonst. Sie haben noch nichts gewonnen."


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