MotoGP

Valentino Rossi blockt ab: Keine MotoGP-Kurve nach mir benennen

Dani Pedrosa bekommt am Freitag seine eigene Kurve in Jerez. Valentino Rossi ist kein Freund dieser Praxis und erklärt warum.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Jorge Lorenzo hat eine, Marc Marquez auch und in Kürze hat auch Dani Pedrosa seine. Nur Valentino Rossi, der hat noch keine. Die Rede ist von offiziellen Kurven-Namen auf MotoGP-Strecken. Am Freitag wird Kurve 6 in Jerez, die bislang als "Dry Sac" firmierte, in "Curva Dani Pedrosa" umbenannt.

In Jerez gesellt sich der Katalane damit unter anderem zu Größen wie Angel Nieto, Alex Criville oder auch Jorge Lorenzo, dem bereits seit einigen Jahren die Schlusskurve Turn 13 gewidmet ist. Marc Marquez wiederum ist seit dem Vorjahr Namenspatron der zehnten Kurve in Aragon. Nach MotoGP-Größe Valentino ist aktuell allerdings keine einzige Kurve benannt.

Rossi will nicht Pate stehen

Das wird bis auf Weiteres auch so bleiben, wie der 40-Jährige am Donnerstagnachmittag in einer Pressekonferenz klarstellte. "Ich möchte nicht, dass eine Kurve meinen Namen trägt", antwortete Valentino Rossi auf die Frage eines Journalisten. "Auch wenn mich in der Zukunft jemand fragt, würde ich Nein dazu sagen."

Rossi outete sich damit als Traditionalist, denn er hält generell nichts davon, Kurven nach Rennfahrern zu benennen: "Andere Bezeichnungen klingen viel magischer als der schlichte Name von Fahrern." In Italien ist die Benennung von Kurven nach Motorsportgrößen ohnehin nicht so weit verbreitet wie in anderen Ländern.

Marquez verteidigt seine Kurve

Denn während in Misano oder Mugello hauptsächlich traditionellen Kurvennamen in Verwendung sind, wird in Jerez am Freitag bereits die siebente der 13 Kurven nach einem spanischen Fahrer benannt. Die Schaffung der Marc-Marquez-Kurve im Vorjahr in Aragon zeigt, wie weit dieser Fetisch spanischer MotoGP-Streckenbetreiber geht. Marquez verteidigte diese Praxis am Donnerstag in Jerez allerdings: "Ich mag das und es ist mir eine Ehre, dass Kurve 10 in Aragon meinen Namen trägt. Ich war echt glücklich, als sie diese Kurve nach mit benannten."

Für Andrea Dovizioso sollte es zumindest eine bestimmte Verbindung des Namenspatrons zu einer nach ihm benannten Kurve geben: "Wenn etwas Besonderes in dieser Kurve passiert ist, dann finde ich eine Umbenennung in Ordnung. So wie etwa Stoner-Corner auf Phillip Island, die er besser als jeder andere fahren konnte. Ansonsten finde ich es seltsam, wenn überall nur noch Fahrernamen in den Kurven stehen."


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