Nach 1999 mussten 15 Jahre vergehen, ehe der MotoGP-Zirkus wieder eine Rückkehr nach Argentinien feierte. Ab 2014 war das Rennen in Termas de Rio Hondo fester Bestandteil der MotoGP, ehe es aufgrund der Corona-Pandemie für zwei Jahre aus dem Kalender fiel. Die wichtigsten Statistiken zum Argentinien-GP der Königsklasse sowie alle Infos zur Strecke.

Die Strecke

2008 wurde die Strecke im Norden Argentiniens eröffnet. Das 4,376 Kilometer lange Asphaltband bot damals allerdings nur neun Kurven, weshalb es schon 2012 wieder umfassend umgebaut wurde. Streckendesigner Jarno Zaffelli ließ auf der längsten Geraden zwischen den damaligen Turns 1 und 2 eine Schleife mit drei Kurven einbauen und veränderte zudem die Streckenführung im zweiten Sektor leicht. Seither umfasst das Autodromo Provincial Termas de Rio Hondo neun Rechts- und fünf Linkskurven und kommt auf eine Gesamtlänge von 4.806 Meter. Die längste Gerade misst 1,06 Kilometer.

Für die Motorrad-WM wurden auch die Sicherheitsbedingungen auf der Strecke erheblich verbessert und die Auslaufzonen, in denen es sowohl Kiesbette als auch Asphaltflächen gibt, vergrößert. Dadurch bekam der Kurs von der FIM die höchste Einstufung und von der FIA eine Einstufung der Klasse 2, sodass bis auf die Formel 1 alle Rennserien in Termas de Rio Hondo gastieren dürfen.

Zwei Geraden bei Start/Ziel und zwischen Turn 4 und 5 stehen den beiden langgezogenen Kurven 6 und 11/12 gegenüber. Die härtesten Bremspunkte befinden sich vor der 180-Grad-Kurve 1, vor Turn 5, Kurve 7 und der vorletzten Kurve, die im Rennen die letzte Möglichkeit zu einer Attacke bietet.

Anfang Februar 2021 mussten die Streckenbetreiber in Termas de Rio Hondo einen schweren Schlag hinnehmen. Durch ein Feuer wurde das Boxengebäude völlig zerstört. Mittlerweile konnten die Brandschäden aber beseitigt und das Gebäude neu aufgebaut werden.

Die Statistik

Das Autodromo Provincial Termas de Rio Hondo steht zum erst siebten Mal im Rennkalender der MotoGP. In Argentinien startete die Motorrad-WM vorher aber bereits zu elf Grands Prix: 1961 bis 1963, 1981/82, 1987, 1994/95 und 1998/99 gastierte man jeweils in der Hauptstadt Buenos Aires. Die Königsklasse fuhr nur zehn Rennen, da 1981 ausschließlich die kleinen Kategorien in Argentinien unterwegs waren. Rekordsieger auf argentinischem Boden sind Mick Doohan, der zwischen 1994 und 1998 drei Rennen in Folge gewann, sowie Marc Marquez, der 2014, 2016 und 2019 ebenfalls drei Erfolge sammelte. Der Neuseeländer Hugh Anderson siegte in den Sechzigerjahren auch dreimal - allerdings in der 50ccm und 125ccm-Klasse.

KategorieRekord und Fahrer
Rekordsieger:Marc Marquez (3)
Rundenrekord: 1:39.019 (Valentino Rossi 2015)
Quali-Rekord: 1:37.683 (Marc Marquez 2014)
Top-Speed: 334,4 km/h (Hector Barbera 2017)