MotoGP

Stefan Bradl rechnet mit MotoGP-Einsatz in Valencia

Cal Crutchlow darf am Sonntag die Heimreise antreten. Stefan Bradl glaubt allerdings nicht, dass der Brite in Valencia wieder auf sein MotoGP-Bike steigt.
von Michael Höller & Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Stefan Bradl rechnet fix damit, dass er auch beim Saison-Finale in Valencia bei LCR-Honda im Einsatz sein wird. "Ich gehe davon aus, dass ich an den Start gehe", bestätigte er am Freitag in Sepang im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com.

Cal Crutchlow liegt nach seiner am vergangenen Freitag erlittenen Knöchelverletzung nach wie vor in einem Krankenhaus in Melbourne und wird erst am Sonntag die Heimreise nach Großbritannien antreten können, wie LCR-Teamchef Lucio Cecchinello in einem Statement am Freitagnachmittag bestätigte.

Darin hieß es: "Cal wurden zwei kleine Platten eingesetzt und er wird Sonntagnacht nach Hause fliegen - insofern keine Komplikationen auftreten. Sobald er zu Hause angekommen ist, wird er mit Physiotherapie starten und wird sein Bestes geben, um so rasch wie möglich wieder fit zu sein."

Crutchlow hat nur wenig Zeit bis Valencia

Dass Crutchlow aber bereits in zwei Wochen in Valencia wieder auf seiner Honda sitzen wird, ist äußerst fraglich. So könnte erneut Bradl zum Zug kommen, der auch in Sepang für den verletzten Briten einspringt.

Am Freitag belegte Bradl nach den beiden Trainings den 17. Platz im Tagesklassement. 1,7 Sekunden fehlten auf den Trainingsschnellsten Alex Rins, siebeneinhalb Zehntel auf die Top-10. Ein Ergebnis, auf dass Bradl aufbauen kann, wie er in seiner Presserunde erklärte: "Ich bin zufrieden und soweit ist alles in Ordnung. Für mich war wichtig, dass ich im Trockenen Vertrauen aufbauen konnte und mich wieder an das Ganze gewöhnen konnte."

Im Gegensatz zum Großteil seiner MotoGP-Konkurrenten verbesserte sich Stefan Bradl im schnelleren 2. Training nicht. Das war aber Teil seiner Strategie: "Wir haben in der zweiten Session keinen neuen Soft-Reifen verwendet. Vielleicht werden wir morgen im 3. Training noch einmal weiche Reifen verheizen."

Dann geht es auch um den direkten Q2-Einzug, an den Bradl aktuell aber keine Gedanken verschwendet: "Damit befasse ich mich nicht." In seinen bisherigen drei MotoGP-Einsätzen im Jahr 2018 verpasste er jeweils die Top-15, somit liegt sein letztes Punkteresultat schon beinahe zwei Jahre zurück: Am 13. November 2016 verabschiedete er sich mit Rang 13 aus der Motorrad-WM.


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