MotoGP

Nicky Haydens Familie will sechs Millionen Euro Schadenersatz

Der Prozess gegen den Unfalllenker, der in den tödlichen Crash von Nicky Hayden verwickelt war, beginnt bald. Haydens Familie erhebt die Maximalforderung.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Nicky Haydens Familie hat eine Klage auf Schadenersatz in Höhe von sechs Millionen Euro gegen den Unfalllenker gestellt. Das berichtet die italienische Zeitung "Il Resto del Carlino" unter Berufung auf den Anwalt des Angeklagten.

Dieser muss sich ab 10. Oktober vor Gericht verantworten, nachdem ein Untersuchungsrichter am 13. Juni die Freigabe für den Prozess gegen ihn erteilt hat. Bislang war über die Höhe der Schadenersatzklage noch nichts bekannt, nun wurde das entsprechende Schriftstück allerdings den Anwälten zugestellt. Die Familie Hayden geht mit der laut Gesetz höchstmöglichen Forderung in den Prozess.

Das Gerichtsverfahren dürfte für Aufsehen sorgen, denn einerseits ist es laut Polizeiangaben mittlerweile erwiesen, dass der Unfalllenker in einer Tempo-50-Zone mit über 70 km/h unterwegs war. Andererseits ergaben die Untersuchungen auch, dass Nicky Hayden unmittelbar vor dem Unfall ein Stoppschild überfahren haben soll.

Die Anwälte des Unfalllenkers sehen daher nicht in der überhöhten Geschwindigkeit ihrs Mandanten den Hauptgrund für den Unfall. "Selbst wenn das Auto nur 30 km/h gefahren wäre, wäre ein Zusammenstoß unvermeidlich gewesen", zitiert "Il Resto del Carlino" die Anwälte.

Nicky Hayden wurde in den Nachmittagsstunden des 17. Mai 2017 unweit des Misano Circuits auf seinem Fahrrad von einem Auto erfasst. Fünf Tage später erlag er seinen Verletzungen in einem Krankenhaus.


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