MotoGP

MotoGP 2018: Die wichtigsten Fragen vor dem Spielberg GP

Andrea Dovizioso, Marc Marquez und Co. sind zu Gast auf dem Red Bull Ring. Die wichtigsten Fragen vor dem Wochenende in Österreich.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Kann Ducati wieder siegen?

Seit der Rückkehr der MotoGP auf den Red Bull Ring in Spielberg sind die Ducatisti das Maß aller Dinge. Sowohl 2016 als auch 2017 ging der Rennsieg in Österreich an einen Piloten aus dem roten Lager. Das Comeback-Rennen entschied Andrea Iannone vor sich, im Jahr darauf triumphierte Andrea Dovizioso vor Marc Marquez. Die Strecke liegt der Desmsedici GP einfach.

Deshalb stellt sich die Frage, ob das Werk aus Borgo Panigale auch in diesem Jahr ungeschlagen bleiben kann. Die eindeutige Vormachtstellung hat Ducati inne, aber können sie sie verteidigen? Die Möglichkeit besteht zumindest, denn der Nummer 1-Pilot des Teams, Dovizioso, dürfte nach seinem jüngsten Sieg in Brünn motivierter denn je sein. Und auch Lorenzo hat in dieser Saison zur alter Stärke gefunden. Auf Ducatis Parade-Strecke dürfte er für die Konkurrenz ebenfalls gefährlich werden. Zumal er im vergangenen Jahr seine Ducati schon auf den vierten Rang stellte.

Gibt es wieder Sicherheits-Zweifel?

Die Strecke in Spielberg ist auch nach zwei Jahren im Kalender noch nicht frei von Zweiflern. Viele Piloten betonten immer wieder, dass der Red Bull Ring in Sachen Sicherheit nicht die beste aller MotoGP-Strecke ist. Dabei geht es natürlich nicht um die Kiesbetten, Airfences und so weiter, sondern um das Layout der Strecke.

Der ehemalige MotoGP-Champion Casey Stoner kritisierte vor dem Comeback der Strecke im Jahr 2016 die Auflaufzonen. "Nicht viel Auslaufzone, wenn man mit über 340 km/h stürzt, vor allem im Regen. Aber hey, das ist nur meine Meinung", schrieb Stoner auf Instagram zu Bildern der Strecke. Die Sicherheits-Frage kam in den letzten zwei Jahres des GPs immer wieder auf. Auch in diesem Jahr könnte es wieder dazu kommen.

Wie entwickelt sich die WM?

Marc Marquez ist nach seinem Sieg auf dem Sachsenring als WM-Führender in die Sommerpause gegangen. Beim ersten Rennen der zweiten Saisonhälfte in Brünn baute der Repsol-Honda-Pilot seine Führung weiter aus. Aktuell sind 181 Zähler auf seinem Konto, das sind 49 Punkte mehr als der Zweitplatzierte Valentino Rossi hat. Dovizioso auf WM-Rang drei fehlen sogar 68 Zähler auf Marquez. Damit hat sich der amtierende Weltmeister in eine komfortable Position gebracht.

Zwar kann er sich auf dem bisher Erreichten natürlich nicht ausruhen, aber ein gutes Polster hat Marquez allemal. Sollte er aus irgendeinem Grund in Spielberg einen Nuller kassieren, so wäre er immer noch WM-Führender. Aber wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, wird Marquez das zu verhindern wissen. Denn seine Taktik für die zweite WM-Hälfte ist klar: Wo es geht, um den Sieg kämpfen und ansonsten aufs Podiumsplätze oder eben so viele Punkte wie möglich konzentrieren.


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