MotoGP

Tom Lüthi stürzt in Barcelona: Es ist wirklich ein Horror

Auch beim Barcelona-Rennen der MotoGP lief es nicht für Marc VDS-Pilot Tom Lüthi. Langsam wird es schwer, Positives zu finden.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Sein MotoGP-Debütjahr hat sich Tom Lüthi mit Sicherheit anders vorgestellt. Es läuft einfach nicht für den momentan einzigen deutschsprachigen Piloten in der Königsklasse. Beim Katalonien GP in Barcelona legte es den Schweizer einmal mehr auf die Nase - sein bereits dritter Sturz in diesem Jahr. Lüthi selbst findet auch wenig Positives an seiner bisherigen MotoGP-Bilanz.

"Es ist wirklich ein Horror", seufzt Lüthi nach dem Barcelona GP. Eine Glanzleistung zeigte der Schweizer wirklich nicht, mit immer noch 21 Runden auf der Uhr crashte er in Kurve drei aus dem Rennen. Damit endet der Katalonien GP für Lüthi mit einem Sturz, wie bereits schon die Rennen in Jerez und Mugello. "Mir ist in Kurve drei einfach das Vorderrad eingeklappt", erläutert Lüthi seinen Sturz. Auch wenn es am Sonntagmorgen im Warm-Up etwas besser lief, kündigten sich die Probleme mit der Front offenbar schon an.

Auch im Rennen hatte Lüthi vor seinem endgültigen Sturz eine Runde zuvor bereits eine Warnung gehabt. "Das war ich Kurve neun, da habe ich noch mit Scott Redding und Aleix Espargaro gekämpft", rekapituliert der Schweizer. In Kurve drei blieb es aber nicht dabei, Lüthis Vorderrad klappte komplett ein. Was den Schweizer dabei besonders beunruhigt, ist die Tatsache, dass sich der Crash in diesem Moment überhaupt nicht angekündigt hat. "Das kommt völlig aus dem Nichts, ich habe das keine Warnung gespürt. Es war wirklich der Horror."

Fahrer und Team hoffen jetzt darauf, am Testtag in Barcelona einen Lösungsansatz zu finden. Lüthi ist mittlerweile für jeden Schritt dankbar. "Vielleicht finden wir bei den Tests ja irgendwas, mit dem ich ein bisschen mehr für das Motorrad bekomme und merke, wenn das Rad einklappt", hofft er. "Wenn ich etwas mehr Feedback vom Bike kriegen würde, dann würde das schon viel helfen." Lüthi glaubt dann dem Problem entgegensteuern zu können, durch einfaches Aufrichten des Motorrad oder weit gehen.

Denn eins ist klar: So, wie es im Moment läuft, kann es nicht weitergehen. "Es gibt da keine Entschuldigungen", sagt Lüthi. "Wir müssen das einfach in den Griff bekommen. Bisher läuft es nicht so, wie das Team oder ich es uns vorgestellt haben. Es ist nicht leicht, etwas Positives zu finden. Ich kann schon fast darüber lachen."

Etwas Positives kann Lüthi seinem kurzen Rennen in Barcelona dann aber doch abgewinnen. Zu Rennstart war der Schweizer in einen Kampf mit Redding und Espargaro verwickelt und konnte dabei auf der Bremse mithalten und offene Lücken nutzen. "Natürlich war es nicht vorne, sondern weit hinten, aber immerhin konnte ich irgendwo mithalten", ringt sich Lüthi am Ende etwas Positives ab.


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