MotoGP

Marc Marquez geht der MotoGP fremd: So lief sein Formel-1-Debüt

Marc Marquez durfte in Spielberg einen Formel-1-Boliden pilotieren. Helmut Marko war mit den Leistungen des MotoGP-Champions sehr zufrieden.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Marc Marquez hat sein Debüt in einem Formel-1-Auto gegeben. Der MotoGP-Weltmeister absolvierte auf dem Red Bull Ring in Spielberg am Dienstag seinen ersten F1-Test in einem alten Red Bull, der mit Toro-Rosso-Lackierung an den Start ging.

Dabei überzeugte er nicht nur seinen Coach Mark Webber, sondern auch Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko: "Seine Leistung war beeindruckend. Er hat mit Rundenzeiten von 1:21 Minuten begonnen und ist am Vormittag bis auf 1:14 runtergekommen", meinte Marko in der Mittagspause.

Marquez selbst strahlte über beide Ohren, als er im offenen Rennanzug zur Pressekonferenz kam. "Das war eine großartige Erfahrung. Schon der erste Run war eigentlich ganz gut, aber dann konnte ich mich immer weiter steigern."

Unterschiede MotoGP vs. Formel 1

Marquez, der auf dem Red Bull Ring bislang zwei MotoGP-Rennen bestritt, fühlte sich im F1-Boliden wie in einer anderen Welt. "Der größte Unterschied sind die Bremspunkte. Auch in meinen letzten Runden dacht ich nicht, dass ich das Auto rechtzeitig abbremsen könnte. Auf dem Motorrad bremst du viel früher, aber deutlich sanfter."

Auch die Aussicht aus dem Formel-1-Cockpit war für den MotoGP-Weltmeister gewöhnungsbedürftig. "Du siehst zu Beginn eigentlich nur deine Front, und fragst dich, wie das klappen soll. Auf dem Bike fühlst du dich viel freier. Aber daran gewöhnt man sich nach einigen Runden", so Marquez, den auch die Aerodynamik verblüffte: "Je schneller du mit diesen Autos fährst, desto besser liegen sie auf der Strecke."

Wie wurde dieser Test überhaupt möglich? In den Verhandlungen zwischen Toro Rosso und Honda kam diese Idee zum ersten Mal auf. Als man Marquez fragte, musste der nicht lange nachdenken. "Wenn man so ein Ausnahmetalent wie Marc Marquez ist und so einen Speed hat, dann kann man sowohl in der MotoGP als auch im F1-Auto reüssieren. Ich bin überzeugt, dass das nicht sein letzter Ausritt in einem Formel 1 war."

"Er hat unsere Erwartungen voll und ganz erfüllt. Dietrich Mateschitz meinte bereits, dass er in 5 Jahren, wenn er fünf weitere MotoGP-Titel geholt hat, auf den Titel in der Formel 1 losgehen könnte", scherzte Marko.


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