MotoGP

MotoGP: Dani Pedrosa wird operiert - Stefan Bradl Ersatz?

Dani Pedrosa musste nach seinem Sturz im Argentinien-GP am rechten Handgelenk operiert werden. Stefan Bradl könnte so in Austin zum MotoGP-Comeback kommen.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Dani Pedrosa bleibt der große Pechvogel der MotoGP. Am Sonntag wurde er im Argentinien-GP in Runde eins von Johann Zarco abgedrängt, kam in Kurve 13 auf eine nasse Stelle und wurde per Highsider von seiner Honda katapultiert. Pedrosa klagte nach dem Rennen über starke Schmerzen im Handgelenk.

Zurück in Barcelona ließ sich Pedrosa am Dienstag von Dr. Xavier Mir untersuchen, der eine ernüchternde Diagnose stellte. Pedrosa zog sich eine intraartikuläre Fraktur des rechten Handgelenks zu, also einen Bruch, der bis in die Gelenksfläche hineinreicht. Der Repsol-Honda-Pilot musste daher noch am Dienstag in Barcelona operiert werden. Dr. Mir setzte ihm eine Titanschraube ein, der Eingriff verlief nach Plan. Pedrosa wird nun 48 Stunden von den Ärzten beobachtet. Verläuft die Heilung wie gewünscht, kann er bereits am Samstag mit der Reha beginnen. Sein Einsatz beim Grand Prix von Amerika am 22. April ist damit zwar nicht ausgeschlossen, aber zumindest in Gefahr.

Pedrosas nicht enden wollenden Krankenakte ist damit um ein Kapitel reicher. Von seinen bisher zwölf Saisons in der MotoGP konnte er nur die Hälfte in voller Länge bestreiten, ansonsten musste er stets eines oder sogar mehrere Rennen auslassen.

Kommt es nun erneut dazu, wird vielleicht ein Deutscher Nutznießer von Pedrosas Pech. Stefan Bradl ist seit dieser Saison offizieller Testfahrer für das MotoGP-Projekt von Honda, wo man ein Testteam in Europa aufbaut, um die Zusammenarbeit mit den dort stationierten Einsatzrennställen und -fahrern zu erleichtern. Somit befindet er sich beim Ausfall eines der beiden Werkspiloten in der Pole Position für die Rolle des Ersatzfahrers.

Vorgezogene MotoGP-Rückkehr für Stefan Bradl?

Wildcard-Einsätze für Bradl standen ohnehin im Raum, nun könnte es also schon früher als erwartet zum MotoGP-Comeback des 28-Jährigen kommen, der die Königsklasse Ende 2016 ja in Richtung Superbike-WM verließ, dort im Vorjahr im Red-Bull-Honda-Team aber eine desaströse Saison erlebte.

MotoGP Argentinien: Das Chaos-Rennen in der Analyse: (25:04 Min.)


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