MotoGP

MotoGP-Test 2018: Reaktionen aus Sepang vom Dienstag

Der dritte Tag beim MotoGP-Test in Sepang fand in brütender Hitze statt. Ducati-Pilot Jorge Lorenzo fuhr trotzdem Rundenrekord. Das Fazit der Fahrer:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Jorge Lorenzo (Ducati): "Diese Rundenzeit ist das Ergebnis, wenn ich ein gutes Motorrad habe und mich damit wohlfühle. Die Maschine funktioniert wirklich gut und hat sich in vielen Bereichen verbessert. Sie passt auch besser zu meinem Fahrstil und ich kann meine Stärken besser ausspielen. Platz eins am letzten Tag hier, außerdem eine gute Pace - ich könnte im Moment nicht zufriedener sein."

2. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Der Test in Sepang fiel für uns sehr gut aus. Heute konnten wir die besten Einzelaspekte der vergangenen beiden Tage zusammenpacken und haben nicht nur unsere schnellste Rundenzeit gesteigert, sondern auch eine volle Rennsimulation durchgeführt. Dabei haben wir an allem gearbeitet: Motor, Aerodynamik, Aufhängung und Reifen. Das richtige Gefühl ist wieder da."

3. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich bin heute schon am Morgen auf die Jagd nach einer schnellen Runde gegangen, was vielleicht der falsche Zeitpunkt war, weil die Streckenbedingungen noch nicht ideal waren. Außerdem habe ich ein paar Fehler gemacht. Insofern können wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Am Ende konnte ich auch noch einen Longrun über 15 Runden fahren."

4. Andrea Dovizioso (Ducati): Zitat folgt

5. Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich bin mit dem ersten Test sehr zufrieden. Mein Gefühl für das Motorrad ist sehr gut und denke, wir haben noch Raum für Verbesserungen. In Thailand können wir uns bereits der Detailarbeit widmen, denn die Pace im Longrun stimmt mich zuversichtlich."

6. Alex Rins (Suzuki): "Wir haben an den vergangenen drei Tagen viele Dinge ausprobiert - unter anderem den neuen Motor. Dort konnten wir uns sowohl in der Beschleunigung, als auch beim Topspeed verbessern. Auch eine Rennsimulation verlief zufriedenstellend. Wir haben zudem neue Gabeln getestet, die ebenfalls gut waren."

Stark unterwegs: Alex Rins - Foto: Ronny Lekl

7. Marc Marquez (Repsol Honda): "Gegen drei Uhr Nachmittag haben wir einen Longrun von 15 Runden absolviert. Zu diesem Zeitpunkt war die Asphalttemperatur sehr hoch und dennoch hatten wir eine gute Pace. Die neue Aerodynamik müssen wir noch genauer auf einer anderen Strecke unter die Lupe nehmen, um die richtige Entscheidung zu treffen. Beim Motor hat das Team auf jeden Fall einen guten Job gemacht."

8. Valentino Rossi (Yamaha): "Es war ein harter Tag, aber wir haben gute Arbeit geleistet. Wir haben alles ausprobiert, was wir uns vorgenommen haben und haben jetzt eine relativ klare Vorstellung. Heute war aber der schwierigste der drei Tage für uns, weil wir aufgrund des schlechten Grips Probleme hatten und so in der Zeitenliste ein paar Positionen verloren haben. Zumindest ist unsere Pace im Vergleich zum Vorjahr besser. Wir müssen uns noch steigern, aber insgesamt war es ein ziemlich guter Test."

9. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Heute Morgen waren die Bedingungen optimal und wir wollten das nutzen, um die Zeiten zu drücken. 59,5 ist nicht schlecht. Danach bin ich 13 Runden am Stück gefahren und habe mich körperlich sehr viel besser als noch vor einem Jahr gefühlt. Dazu war die Pace in jeder Runde ein paar Zehntel schneller. Ich sollte noch schneller sein, aber zumindest war ich sehr konstant und konnte meine Kräfte gut einteilen. Das neue Aero-Paket ist großartig, es gibt uns mehr Stabilität und deshalb ist es leichter zu fahren. Ich werde im Laufe des Jahres damit arbeiten, das hängt aber von der Strecke ab."

10. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich hätte am Vormittag bei der Jagd nach schnellen Zeiten unter besten Bedingungen mehr leisten können, aber leider hat uns ein technisches Problem aufgehalten. Ich bin mit den ersten Eindrücken von der GP18 aber zufrieden und freue mich auf Thailand."

11. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Das war ein sehr positiver Test für mich. Ich war schnell und konnte eine gute Pace erzielen, auch wenn ich alleine gefahren bin. Jedes Mal, wenn ich auf das Motorrad steige, habe ich noch mehr Selbstvertrauen. In meiner Rennsimulation am Nachmittag bin ich leider gestürzt, aber wir wissen zumindest warum."

12. Andrea Iannone (Suzuki): "Uns fehlen noch ein paar Eindrücke, um uns endgültig auf ein finales Paket festlegen zu können. Jetzt kommen wichtige Tage auf uns zu, denn wir müssen nun klarstellen, in welche Richtung die künftige Entwicklung gehen soll. Wir brauchen ein Paket, das uns über die gesamte Meisterschaft konkurrenzfähig macht."

13. Aleix Espargaro (Aprilia): Zitat folgt

14. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Wir haben heute gute Fortschritte gemacht. Ich bin sehr zufrieden, den Test hier so zu beenden. Ich bin in guter Verfassung und mein Rundenzeiten sind gut - die 1:59er-Marke habe ich nur um eine Zehntelsekunde verpasst. Auch unsere Rennsimulation war gut, was für uns oberste Priorität hatte."

Bester Rookie an Tag 3: Takaaki Nakagami - Foto: LCR Honda

15. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Das war nicht mein bester Test, allerdings war es meine erste Ausfahrt mit diesem Motorrad, da ich in Valencia nicht testen konnte. Wir hatten auch nur ein Bike hier und ich hoffe, wir bekommen das zweite bald. Ich fühle mich am Vorderrad schon sehr gut, aber hinten fehlt und Grip. Daher komme ich nicht schnell genug aus den Kurven heraus."

16. Mika Kallio (KTM): "Meine Hauptaufgabe hier war, die Motorräder von 2017 und 2018 zu vergleichen. Ich habe aber auch an der Elektronik und den Vordergabeln gearbeitet. Ich konnte diese Woche und auch schon bei den Privattests davor viel Arbeit erledigen. Leider bin ich zwei Mal über das Vorderrad gestürzt, was für mich untypisch ist. Ich hatte da ein etwas anderes Gefühl mit dem neuen Motorrad."

17. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Heute Morgen hatte ich nach dem Sturz gestern etwas Schmerzen in meiner linken Hand, konnte mit Schmerzmitteln aber weiterfahren. Am Nachmittag bin ich viele Runden mit dem Medium gefahren und die Zeiten waren gut. Später wollte ich noch eine schnelle Runde erzielen, aber die Verhältnisse waren dafür nicht mehr gut genug."

18. Maverick Vinales (Yamaha): "Heute war es schwierig für mich. Ich weiß nicht, warum wir so viel Zeit verloren haben, vor allem am Nachmittag - der Vormittag war noch ganz in Ordnung. Wir müssen die Daten daher jetzt genau auswerten und uns ansehen, was wir für Buriram verbessern konnten. Dann wissen wir hoffentlich mehr."

19. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Das Motorrad unterscheidet sich stark von jenem aus dem vergangenen Jahr: Das Getriebe ist besser und beim Umlegen verhält es sich auch anders. Man kann damit die Linie besser halten. Es gibt noch mehr Unterschiede, aber das sind die bedeutendsten beiden."

20. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Ich konnte meine Rundenzeiten von Tag zu Tag verbessern und, was noch viel wichtiger ist, auch mein Gefühl für das Motorrad. Jetzt kann ich auch schon am Setup arbeiten und so das Bike noch besser verstehen und lernen, wie man es fahren muss. Am Ende war ich auf einem Level mit den anderen Rookies - damit bin ich zufrieden."

21. Scott Redding (Aprilia): Zitat folgt

22. Bradley Smith (KTM): "Unser Testprogramm hier in Sepang war natürlich ohnehin schon ziemlich voll, aber durch Pols Sturz musste Mika und ich jetzt noch mehr arbeiten. Es war aber eine gute Chance, viele Dinge zu evaluieren und so eine klare Richtung vorzugeben. Ich bin ziemlich zufrieden, weil ich glaube, dass wir jetzt eine gute Basis für die nächsten Tests haben."

Bradley Smith testete eine neue Winglet-Verkleidung - Foto: Ronny Lekl

24. Thomas Lüthi (Marc VDS Honda): "Mir ist heute ein weiterer Schritt mit dem Motorrad und den Reifen gelungen. Die Verhältnisse waren heute etwas eigenartig, am Nachmittag gab es kaum Grip und deshalb auch keine schnelle Zeiten. Wir haben uns daher auf die Arbeit mit gebrauchten Reifen konzentriert, um das Motorrad für die Rennen besser zu verstehen. Ich hatte auch meinen ersten Sturz in der MotoGP - jetzt weiß ich wie sich das anfühlt."

25. Yonny Hernandez (Tech3 Yamaha): "Ich konnte mich auch am letzten Tag weiter steigern, auch wenn ich glaube, dass ich noch schneller fahren kann. Nach Mittag bin ich nicht mehr viel gefahren, trotzdem habe ich meine Zeit verbessert und viel gelernt. Die zwei Runs heute waren ziemlich hart, vor allem weil es so heiß war. Wir haben zwei Bikes ausprobiert und ich habe gemerkt, dass sich mein Gefühl immer weiter verbessert hat. Natürlich ist P25 nicht dort, wo ich sein will, aber zum Glück kann ich sagen, dass ich einen Schritt nach vorne machen konnte."


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