MotoGP

Luis Salom: Fans fordern Streckenbenennung nach Verstorbenem

Gut anderthalb Jahre sind seit dem Tod Luis Saloms vergangen. Bis heute gibt es kein Andenken in Form eines Kurven- oder Streckennamens.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Am 3. Juni 2016 verunglückte Luis Salom tödlich. Er verlor im zweiten Freien Training zum Katalonien-GP der Moto2-Klasse die Kontrolle über seine Kalex, schlug heftig in die Streckenbegrenzung ein und erlag wenig später seinen schweren Verletzungen. Der Tod des allseits beliebten Spaniers war ein schwerer Schlag für das MotoGP-Paddock.

Beim Saisonfinale 2016 in Valencia verabschiedete man die Nummer 39 Saloms. Sie wird nicht mehr vergeben - das bis heute einzige Andenken an Salom im Grand-Prix-Zirkus. Doch die Fans von 'El Mexicano' wünschen sich mehr. Sein Fanclub forderte einst mittels einer Petition die Umbenennung seiner Unglückskurve am Circuit de Catalunya auf Saloms Namen, wenig später sah es so aus, als würde der Circuito de Jerez bald seinen Namen tragen.

Beide Versuche verliefen aber im Sand. Luis Eltern Maria und Jose wendeten sich daraufhin mit der Bitte für ein Andenken an ihren Sohn an Dorna-Geschäftsführer Carmelo Ezpeleta, der lediglich erklären konnte, dass es schwierig werden würde, ihrem Wunsch nachzukommen. Ein offizielles Statement blieb aus - eine herbe Enttäuschung für Saloms Familie.

Sein Umfeld hat aber nach wie vor nicht aufgegeben. Nun versucht man es außerhalb von Spanien und hat den legendären TT Circuit von Assen ins Auge gefasst. Der Highspeed-Kurs in den Niederlanden zählte zu Saloms Lieblingsstrecken und er holte dort auch sein erstes Podium in der Motorrad-Weltmeisterschaft. Sein damaliger Team-Manager bei RW Racing, der Niederländer Jarno Janssen, versucht nun auch auf Bitte von Saloms deutschem Freund und Hardcore-MotoGP-Fan Dominik Siede, seine Kontakte zum Rennstrecken-Management spielen zu lassen.

Aktuell tragen nur zwei Strecken im MotoGP-Kalender die Namen von verstorbenen Piloten. Der Misano World Circuit Marco Simoncelli und der Circuit Ricardo Tormo in Valencia. Simoncelli, unweit von Misano aufgewachsen, verunglückte 2011 beim MotoGP-Rennen in Sepang. Der Valencianer Ricardo Tormo - zweifacher 50ccm-Weltmeister - verstarb 1998 im Alter von nur 46 Jahren an Leukämie.


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