MotoGP

MotoGP-Zuschauerzahlen Saison 2017: Valencia bestbesuchter GP

Die MotoGP konnte 2017 ihren beeindruckenden Zuschauerschnitt aus den Vorjahren halten. Nur am Sachsenring ging es mit dem Besuch steil bergab.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Der Zuspruch der MotoGP-Fans an den 18 Rennwochenenden war auch in der Saison 2017 ungebrochen. Mit insgesamt 2.665.806 kamen praktisch gleich viele Besucher an die Strecke wie im Jahr zuvor, wo es lediglich 10.826 mehr waren. Im Schnitt besuchten somit 148.100 Fans die Grands Prix der MotoGP-Saison 2017.

Über den größten Zuschauerzuspruch durfte sich dieses Mal das große Finale in Valencia freuen. 209.707 Fans pilgerten an den drei Tagen Mitte November an den Circuit Ricardo Tormo, um den Showdown zwischen Marc Marquez und Andrea Dovizioso zu verfolgen. 110.220 sorgten am Sonntag für ausverkauftes Haus, was auch den Bestwert für den Renntag in diesem Jahr bedeutet.

Neben Valencia knackten zwei weitere Events die magische Marke von 200.000 Besuchern an drei Tagen. Le Mans, einst die Zuschauerzahlen betreffend ein großes Sorgenkind der MotoGP, durfte sich aufgrund des Hypes um Super-Rookie Johann Zarco über 204.222 zahlende Gäste freuen. In Österreich musste man im Vergleich zum Vorjahr - wo man mit 215.850 noch das bestbesuchte Event war - zwar ein Minus von gut 14.000 Fans hinnehmen, kam mit 201.589 aber immer noch auf Rang drei der Rangliste.

Am Rennsonntag durfte neben den Publikumsmagneten Valencia (110.220) und Le Mans (104.020) auch Assen eine sechsstellige Besucherzahl vermelden. 105.000 Fans kamen trotz strömendem Regen an den TT Circuit - die Verlegung des Rennens auf Sonntag seit dem Jahr 2016 zeigt hier definitiv Wirkung.

Zuschauerzuwächse gab es 2017 an elf Rennwochenenden: Termas de Rio Hondo, Jerez, Le Mans, Mugello, Assen, Brünn, Motegi, Phillip Island, Sepang, Valencia und Katar, das mit nur 32.033 Fans aber nach wie vor mit Abstand auf dem letzten Platz der Fan-Lieblinge rangiert. Während Barcelona und Misano ihre Besucherzahl fast exakt halten konnte, gab es in Austin, Silverstone, Aragon und wie gesagt Spielberg Verluste zu verzeichnen.

Mit Abstand am härtesten traf es aber den Grand Prix von Deutschland. Eine Mischung aus mehreren Faktoren - späte Terminverschiebung, massive Preiserhöhungen, schlechtes Wetter - kostete dem Sachsenring im Vergleich zu 2016 fast 48.000 Zuschauer. Erstmals seit vielen Jahren verfehlte man die Marke von 200.000 Fans - und das mit nur 164.801 zahlenden Gästen sogar deutlich.


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