MotoGP

Suzuki in Motegi endlich in Form: Das sagen Iannone und Rins

Alex Rins und Andrea Iannone zeigen endlich auf. Suzukis MotoGP-Asse mit einer fehlerfreien Leistung in Motegi. So erklären sie sich das Ergebnis:
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Motegi musste sich für Suzuki wie der lang ersehnte Befreiungsschlag in der MotoGP anfühlen. Ein magerer 7. Platz in Austin war das bisherige Highlight der Saison 2017 gewesen, doch in Japan mischten Andrea Iannone und Alex Rins endlich wieder an der erweiterten Spitze mit.

"Auch wenn wir nicht um das Podest oder den Sieg gefahren sind, ist das ein großartiges Ergebnis", gestand Teamchef Davide Brivio nach dem Regenrennen in Japan. "Wir hatten über die gesamte Saison Probleme, aber hier sind beide Fahrer in den Top-5 gelandet - direkt vor den Augen unserer Chefetage an der Box."

Beide Fahrer in den Top-5

Andrea Iannone durfte sich als Vierter über das beste Ergebnis dieser Saison freuen, für Alex Rins (5.) war es sogar der größte Erfolg seiner noch jungen MotoGP-Karriere. "Dieses Resultat ist fantastisch", freute sich der spanische Rookie. "Das Motorrad hat am gesamten Wochenende bei nassen Bedingungen gut funktioniert."

Iannone, der bislang eine miserable Saison durchlebte, sieht auch endlich Licht am Ende des Tunnels: "Endlich einmal ein Rennen, das wieder Spaß gemacht hat", stellte er klar. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber das ist schon mal ein gutes Zeichen."

Dabei waren die beiden Suzuki-Asse nur auf den Plätzen 10 und 11 gestartet, Rins nach im Start-Trubel ohne jegliche Sicht wegen des aufgewirbelten Wassers zwischenzeitlich sogar bis auf P15 zurückgefallen. Doch schon ab der fünften Runde hatte das Suzuki-Duo auf Johann Zarco aufgeschlossen und bot sich über weite Strecken der Renndistanz ein heißes Duell mit dem Franzosen.

"Ich habe sogar einige Zeit hinter Zarco verloren, aber die Streckenbedingungen waren alles andere als leicht", sagte Rins. Erst vier Runden vor Schluss war Zarco niedergerungen. Im Zielsprint kam es dann sogar zu einer direkten Berührung zwischen Iannone und Rins. Aber es ging alles gut und am Ende kam der routiniertere Italiener mit vier Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen ins Ziel.

Suzuki verschafft sich Raum zum Atmen

In der Team-Wertung stockte Suzuki mit diesem Teilerfolg von 65 auf 89 Punkte auf, in der Hersteller-WM verschaffte man sich wieder etwas Luft auf Aprilia. Viel mehr ist für Suzuki 2017 wohl auch nicht mehr drin, denn in der Fahrer-Wertung liegen beide Piloten aufgrund vieler Ausfälle (Iannone) und einer Verletzungspause (Rins) deutlich außerhalb der Top-10.

Vor allem die konstante Leistung von Rookie Rins gibt Hoffnung für kommende Saison. Denn seit seinem Comeback in Assen hat der Spanier jedes Rennen beendet: auf acht Zielankünfte in Folge kommen aktuell neben Rins nur Zarco und Dovizioso.

"Dieses Ergebnis verschafft uns wieder Raum zum Atmen", analysierte Teamchef Brivio abschließend. "Uns ist klar, dass dieses Rennen durch äußere Umstände beeinflusst wurde, aber es ist wichtig, dass wie endlich ein Wochenende fehlerfrei beenden konnten."


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