MotoGP

Valentino Rossi: Motegi-Highsider, Schmerzen am ganzen Körper

Katastrophales Wochenende für Valentino Rossi in Motegi: Im Rennen wurde er wie schon am Samstag per Highsider von seiner Yamaha katapultiert.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Stürze von Valentino Rossi sind eigentlich eine echte Seltenheit. An diesem MotoGP-Wochenende in Motegi erwischte es den italienischen Altmeister aber gleich zwei Mal. Und beide Stürze fielen heftig aus. Am Samstag stieg er in Turn acht per Highsider ab, im Rennen am Sonntag eine Kurve früher, aber auf dieselbe schmerzhafte Art und Weise.

Seiner Crew und in der Yamaha-Box und den vielen Rossi-Fans an der Strecke sowie vor den TV-Geräten weltweit stockte der Atem, liegt Rossis Beinbruch beim Enduro-Training doch erst etwas mehr als einen Monat zurück. "Mein Bein hat nichts abbekommen", konnte er aber direkt Entwarnung geben. "Zwar habe ich am ganzen Körper Schmerzen, aber sie sind nirgends wirklich stark. Das ist gut."

Wohl das einzige Positive, dass Rossi aus dem für ihn verkorksten Motegi-Wochenende mitnehmen kann. Denn von den beiden Stürzen abgesehen kam er mit seiner Yamaha M1 - ebenso wie Teamkollege Maverick Vinales - im japanischen Regen nie auf Tempo. "Es war ein sehr schwieriges Wochenende für uns. Unser diesjähriges Motorrad funktioniert mit dem Michelin-Hinterreifen nicht wirklich, vor allem im Nassen. Wir hatten hier an allen drei Tagen nie Grip am Hinterrad. Ich verstehe es nicht", schüttelte Rossi am Sonntagabend den Kopf.

Es hat sich angefühlt, als würde ich auf Eis fahren. Als ich es realisiert habe, bin ich schon in hohem Bogen durch die Luft geflogen.
Valentino Rossi

Mangelnder Grip am Hinterrad war auch der Grund für Rossis schmerzhaften Sturz im Rennen. Er kämpfte gerade gegen Aleix Espargaro um Rang sieben, als das Unglück seinen Lauf nahm. "Ich wollte unbedingt an Aleix dranbleiben, denn wir waren in etwa gleich schnell unterwegs. Als ich in die Kurve gefahren bin, hatte ich auf der linken Flanke aber überhaupt keinen Grip. Es hat sich angefühlt, als würde ich auf Eis fahren. Als ich es realisiert habe, bin ich schon in hohem Bogen durch die Luft geflogen", erklärt Rossi.

Valentino Rossi nach Motegi ohne Chance auf MotoGP-Titel

Mit seiner Nullnummer in Motegi und dem zweiten Platz von WM-Leader Marc Marquez sind Valentino Rossis MotoGP-Titelhoffnungen 2017 nun nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch Geschichte. Bei noch drei Rennen und somit maximal 75 möglichen Punkten liegt Rossi auf WM-Rang fünf 76 Zähler zurück. Seine Mission 'WM-Titel Nummer 10' muss somit zumindest bis 2018 warten.


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