MotoGP

MotoGP Aragon 2017: Reaktionen zum Qualifying

Maverick Vinales fährt in Aragon zur MotoGP-Pole, Valentino Rossi mit sensationeller Leistung. Das sagen die Fahrer zum Qualifying in Spanien:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich hoffe, ich kann morgen im Rennen auch so gut sein. Im FP4 habe ich mich gut gefühlt, es war sehr heiß. Mein Team und ich haben super gearbeitet. Es ist toll, meine erste MotoGP-Pole in Spanien zu holen. Die Fans und die Atmosphäre sind unglaublich. Jetzt werden wir alles für das Rennen morgen geben."

2. Jorge Lorenzo (Ducati): "Ich brauchte einfach mehr Kilometer auf dem Bike, um mich an die Strecke zu gewöhnen. Gestern konnten wir im Nassen nicht richtig trainieren. Heute war es trocken und wir konnten gut arbeiten. So kam dieses Ergebnis zustande. Ich bin selbst überrascht, aber freue mich. Ich denke, dass wir eine tolle Pace für morgen haben."

3. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich denke, wir haben nach der Verletzung gut gearbeitet, deshalb sind wir so stark. Ich danke den Ärzten, die mich operiert haben. Auch mein Physio und ich haben gut gearbeitet. Ich hatte auf dem Bike zwar Schmerzen, aber es war erträglich. Wir haben gut gearbeitet. Wir müssen unsere Pace verstehen und sehen, ob ich bis zum Ende durchhalten kann. Ich freue mich über das Ergebnis."

4. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Natürlich wäre ich lieber in der ersten Reihe gewesen, aber es hat nicht gereicht, auch wenn ich mein Bestes gegeben habe. Ich wollte von Marc vor mir profitieren, aber er ist dann gestürzt. Ich wollte auf der Gegengeraden seinen Windschatten nutzen, denn ich wusste, das bringt mir etwa anderthalb Zehntel. Wir haben einen guten Job gemacht, müssen aber auch die Leistung der Jungs in Reihe eins anerkennen. Wir wollen ein gutes Rennen morgen, es sollte wieder eine tolle Schlacht werden."

5. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich bin heute natürlich nicht zufrieden. Es war mein Fehler. Ich wollte schneller sein, als ich konnte. Wenn ich im Rahmen meiner Möglichkeiten gepusht hätte und dort aufgehört hätte, wo es mir mein Gefühl gesagt hat, dann hätte ich trotzdem um die Pole gekämpft. Ich habe zu hart gepusht. Ich war an dem Punkt ein bisschen weit und habe aber trotzdem gepusht. Das war mein Fehler. Für morgen wissen wir aber, dass wir in der Kurve vorsichtig sein müssen."

Marc Marquez verpasste durch einen Sturz die Pole - Foto: HRC

6. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ich bin auf der Strecke geblieben und habe versucht, so viele Runden wie möglich zu fahren. Die Streckenzeit ist wichtig, um die Reifen zu fühlen, wie sie Runde für Runde abbauen. Die anderen haben nicht auf diese Art gearbeitet. Unser Fokus liegt auf morgen, das richtige Setup und die richtigen Reifen zu finden. Leider war das Qualifying nicht wie erwartet. Es war härter, die Rundenzeiten zu erzielen. Ich habe keine guten Runden gefunden, die anderen haben sich im Gegenzug stark verbessert verglichen zum Training."

7. Andrea Dovizioso (Ducati): "Aufgrund der gestrigen Wetterbedingungen hatten wir leider nicht die Zeit, um die verschiedenen Reifenmischungen zu testen. Vor dem Qualifying hatte ich kein gutes Gefühl, aber ich konnte dennoch eine gute Zeit fahren. Alle sind eng beisammen. Dennoch starte ich etwas weiter hinten von Platz sieben. Ich denke, ich habe eine Chance im Rennen, vieles hängt aber von der Reifenwahl am Hinterrad ab. Das wird den Unterschied machen."

8. Aleix Espargaro (Aprilia): "Insgesamt bin ich zufrieden. Auf dieser Strecke macht es großen Spaß und das Bike funktioniert sehr gut. Was das Chassis angeht, ist es fantastisch. Wir liegen noch etwas zurück in Bereichen, die Topspeed verlangen, aber in allen anderen Bereichen haben wir ein gutes Level erreicht. Morgen wird es sehr heiß und einige Fahrer werden gegen Rennende Probleme mit den Reifen bekommen. 23 Runden sind viel, aber wir sollten von einer guten Basis beginnen."

9. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Wir konnten heute Morgen unter normalen Bedingungen fahren und ich habe mich sofort wohlgefühlt. Wir haben es direkt in Q2 geschafft. In FP4 bin ich leicht mit Dani Pedrosa kollidiert, er hatte in der Mitte der Kurve das Gas nicht geöffnet. Im Qualifying hätte ich in die zweite Reihe kommen können, wenn ich eine Zehntel schneller gewesen wäre. Ich wollte ans Limit gehen und hatte es scheinbar gefunden, denn ich bin gestürzt und konnte die Runde nicht beenden."

10. Andrea Iannone (Suzuki): "Ich denke, ein oder zwei Zehntel wären noch drin gewesen. Damit hätten wir noch ein paar Positionen weiter vorne starten können. In Kurve eins bin ich etwas weit gegangen, was dem hohen Risiko unsererseits geschuldet war. Wir sind hier näher dran als auf anderen Strecken. Das ist sehr positiv, neben dem Spaß, den ich hatte und dem Gefühl, pushen zu können. Hoffentlich können wir morgen ein gutes Rennen haben und mit der Spitzengruppe kämpfen."

Andrea Iannone startet aus Reihe vier - Foto: Suzuki

11. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ich habe in Q1 alles gegeben, was ich konnte und konnte die Zeit in Q2 dann nicht mehr verbessern. Es ist schwierig, wenn man sein Bestes gibt und dann nur auf Platz elf landet. Ich bin aber immer noch optimistisch für das Rennen. Nach dem Crash heute Morgen hatte ich nicht so viel Vertrauen. In FP4 habe ich mich dann besser gefühlt, denn wir haben das Bike ein bisschen verändert und mein Gefühl war besser. Es scheint, dass ich verglichen mit den anderen weniger Probleme auf gebrauchten Reifen habe. Das macht mir Mut für morgen."

12. Mika Kallio (KTM): "Ich habe mich sehr wegen meines Fehlers geärgert, denn ich hatte das Gefühl, dass da noch mehr möglich ist. Ich hatte meine Rundenzeit kontinuierlich verbessert und wir hätten noch einige Positionen weiter vorne stehen können. Nichtsdestotrotz ist es sehr positiv, was wir erreicht haben. Die Pace im Renntrim ist da, und auch im Qualifying war P6, P7 oder P8 drin. Das ist sehr positiv für uns. Es wird sehr interessant zu sehen sein, was wir im Rennen auf die Distanz machen können."

13. Jack Miller (Marc VDS Honda): " Alle meine Runden bin ich für mich alleine gefahren, weshalb ich glaube, für das Rennen eine gute Pace zu haben. Es ist schade, Q2 so knapp um neun Tausendstel zu verpassen. In FP3 hatte ich einen kleinen Sturz, das hat unseren Plan ein wenig verändert. Insgesamt war es ein solider Tag und wir haben eine gute Basis für ein gutes Rennen."

14. Pol Espargaro (KTM): " Heute Morgen haben wir einige neue Teile getestet, denn gestern hatten wir nicht die Möglichkeit dazu. Wir haben dann am Ende nur einen frischen Satz verwendet, andere hatten zwei. Schlussendlich hat nicht viel gefehlt für den direkten Einzug in Q2, aber wir haben es nicht geschafft. In FP4 war ich selbst etwas überrascht. Ich habe mich wohlgefühlt und konnte meine beste Rundenzeit in Runde 16 fahren. Im Qualifying lag alles in meiner Hand, in der letzten Kurve bin ich aber etwas weit gegangen und habe viel verloren. Das ist unser stärkster Punkt der Strecke und da habe ich alles versucht."

Pol Espargaro verpasste knapp den Einzug in Q2 - Foto: KTM

15. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Ich denke, wir hatten heute einens ehr guten Tag. Heute Morgen war es etwas schwierig, denn wir hatten ein paar Probleme mit dem Gefühl für das Bike und mit dem Setup. Wir haben einige Dinge versucht und es scheint, dass wir einen großen Schritt gemacht haben, denn in FP4 sind wir in die Top 10 gekommen. Alles lief perfekt, daher bin ich sehr glücklich. Auch im Qualifying lief alles perfekt. Ich bin eine gute Runde hinter Lorenzo gefahren, bin reingekommen, habe mir neue Reifen geholt und konnte noch eine gute Runde fahren. Der Fakt, dass ich mich auch am Limit wohlgefühlt habe, stimmt mich zuversichtlich für morgen."

16. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "So einen harten Tag habe ich nicht erwartet. Ich habe gar kein Vertrauen für die Front in den schnellen Kurven, der Grip am Hinterrad ist das Problem. Von hinten zu starten wird hart sein morgen, daher denke ich, dass ein Platz in den Top 10 ein gutes Ergebnis wäre."

17. Loris Baz (Avintia Ducati): "Heute war ein schwieriger Tag. Gestern hatte ich gesagt, dass es wichtig wird, ein gutes Basis-Setup zu finden. Das haben wir aber nicht. Den ganzen Tag hat das Bike nicht am Limit operiert. Wir haben viele Änderungen versucht, aber es wurde nicht besser. Wir verlieren an mehreren Stellen der Strecke Zeit, obwohl meine beste Runde gar nicht so schlecht war. Wir müssen weiter arbeiten und verschiedene Dinge im Warm Up ausprobieren, um den Grip am Hinterrad zu verbessern. Einmal mehr sind die Top 10 das Ziel."

18. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Ich habe bei meinem Sturz in FP3 die Verfleidung gegen meinen Hals bekommen. Mir ist dann die Luft weggeblieben. Ich war beim CT im Krankenhaus, aber es ist nichts passiert, nur geprellt. Beim Fahren ist das überhaupt kein Problem, blöd ist, dass wir ein paar Runden verloren haben. FP4 war eigentlich ganz gut auf dem Medium, im Qualifying hatte ich mit neuen Reifen dann Probleme gehabt, wir hatten zu viel Gewicht an der Front. Das müssen wir jetzt ausgleichen. Ich denke aber, dass wir wichtige Punkte morgen sammeln können."

Jonas Folger wurde durch seinen Sturz in FP3 beeinträchtigt - Foto: Tech3

19. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Der Tag verlief nicht wie geplant, aber leider ist das etwas, das wir seit Saisonbeginn kennen. Wenn ich hart für eine Rundenzeiten pushen muss, habe ich zu viel Chattering an der Front. Das scheint nicht lösbar zu sein und ich kann es mit meinem Fahrstil auch nicht ausgleichen. Ich fühle mich nicht wohl auf dem Bike, weshalb ich früher bremsen muss, als ich will. Ich werde morgen alles geben und versuchen, um ein Top-10-Resultat zu kämpfen."

20. Alex Rins (Suzuki): "Ich bin ziemlich glücklich darüber, wie dieser zweite Tag gelaufen ist. Heute war der erste Tag unter trockenen Bedingungen und ich hatte ein paar Probleme, aber dann habe ich mich verbessert und mich auf dem Bike gut gefühlt. Schauen wir mal, ob wir morgen einen Schritt nach vorne machen können."

21. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Um ehrlich zu sein habe ich nach meiner Leistung in FP3 mehr vom Qualifying erwartet, aber ich hatte nicht das perfekte Gefühl für die Front. Es hat einfach die Zeit gefehlt, die Reifen auf trockener Strecke zu testen. Am Ende des Qualifyings bin ich stark zurückgekommen, trotz meines Sturzes in FP4. Mein Gefühl für das Rennen ist gut, und wenn das Wetter so wird wie heute, weiß ich schon ganz genau, welche Reifen wir nehmen werden."

22. Scott Redding (Pramac Ducati): "Das Qualifying lief schlecht. Das war mein schlechtestes Qualifying, aber ich habe Vertrauen für das Rennen. In FP4 war die Pace richtig gut. Morgen sollte ein gutes Comeback möglich sein."

23. Bradley Smith (KTM): " Das Qualifying war frustrierend. In FP4 fühlte es sich solide an, ich konnte einige gute Runden auf alten Reifen fahren und es fühlte sich an, als würden wir in die richtige Richtung gehen. Auf dem ersten Reifen im Qualifying hat es sich nicht so schlecht angefühlt, aber der zweite Reifensatz war nicht gut. Wollte dann einem anderen folgen, ich glaube ich war dann hinter Sam. Er hat mich dann in Sektor eins aber aufgehalten. Meine dritte Runde habe ich dann um fünf Sekunden verpasst. Das war mein Fehler. Das macht mein Leben für morgen nicht einfacher. Aber in FP4 konnte ich einige gute Runden auf dem Medium fahren, genauso aber auf älteren Softs. Wir sollten einige Optionen haben."

24. Sam Lowes (Aprilia): "Ich schätze, ich sollte die Qualifyings nicht mehr fahren, denn sie laufen einfach immer gegen mich! Auf der Strecke bin ich in den Verkehr gekommen, was mich daran gehindert hat, eine gute Runde zu fahren. Auf jeden Fall haben wir für morgen gut gearbeitet. Die zu erwartenden höheren Temperaturen könnten uns entgegenkommen, denn wir haben weniger Probleme mit nachlassendem Grip und Reifenabbau. Im Warm Up müssen wir noch ein wenig die Balance am Bike verbessern, aber ich denke, ich bin bereit für das Rennen."


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