MotoGP

MotoGP Misano 2017: Reaktionen zum Qualifying

Im MotoGP-Qualifying in Misano holte Maverick Vinales die Pole Position. Marc Marquez stürzte, Jonas Folger wurde die Bestzeit gestrichen. Die Reaktionen:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich hoffe, dass ich mich morgen so toll fühlen kann wie heute. Heute lief es wirklich super. Ich freue mich so, dass ich wieder stark sein und mitkämpfen kann. Das freut mich besonders für mein Team, sie haben das wirklich verdient. Ich möchte ihnen danken, sie haben heute wirklich tolle Arbeit geleistet."

2. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich bin glücklich. Vor dem Qualifying habe ich mich nicht gut gefühlt, aber mit dem neuen Reifen im Qualifying lief es dann gut. Ich bin eine gute Rundenzeit gefahren. Das zeigt, dass wir stark sind und mit uns gerechnet werden muss. Jetzt müssen wir das Rennen für morgen trotzdem gut vorbereiten."

3. Marc Marquez (Repsol Honda): "Der Crash ist mit dem zweiten Reifen passiert. Wir wollten den Medium-Reifen ausprobieren, weil wir dachten, wir könnten uns damit verbessern. Ich habe die Runde gut vorbereitet. Aber dann ist mir das Hinterrad weggerutscht, weil der Wind daruntergekommen ist. Das ist aber nicht schlimm. Ich weiß, weshalb ich gestürzt bin und das zählt."

4. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Wir sind ziemlich glücklich mit dem Qualifying. Ich wäre gerne in der ersten Reihe gewesen, aber das war heute nicht möglich. Das ist etwas, das wir in den kommenden Rennen erreichen wollen, aber jetzt kann ich mit Rang vier gut leben. Ich denke, wir haben als Team an diesem Wochenende einen guten Job gemacht, die Crew hat sehr hart für mich gearbeitet. Es war kein einfacher Weg im Vorfeld dieses Rennens, es war schwierig, in guter Verfassung für Sonntag zu sein. Ich denke, wir haben die Pace, vielleicht nicht für den Sieg, aber möglicherweise für das Podest. Die Top-5 wären toll, aber ich muss auch auf das Podium blicken."

5. Jorge Lorenzo (Ducati): "Wir sind in jedem Training der Spitze näher gekommen und vor allem im FP4 haben wir ein neues Setting probiert, das mir noch mehr Vertrauen vermittelt. Als ich diese Abstimmung verwendet habe, habe ich sofort eine halbe Sekunde gefunden. Das hat mir auch die nötige Zuversicht gegeben, um auch im Qualifying zu pushen. Wenn ich einen guten Start erwische und nicht so viel verliere wie in Silverstone, dann kann ich das ganze Rennen über mit der Spitzengruppe mithalten."

6. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ich bin mit der Arbeit, die mein Team und ich heute geleistet haben, zufrieden. Wir haben uns darauf konzentriert, schnell zu sein, aber uns auch wohl zu fühlen. Heute Morgen war es kompliziert, aber ich habe meine Rundenzeit verbessert, was gut war. Sogar obwohl ich gestürzt bin. Mit dem Nachmittag bin ich zufrieden, vor allem mit dem Qualifying. Ich konnte auf zwei Reifen-Sets schnell sein."

7. Dani Pedrosa (Repsol Honda): Heute war es schwieriger als gestern, wir haben einfach nicht das richtige Gefühl auf dem Bike gefunden. Wir haben versucht, das Setup zu verbessern, besonders die Einstellungen an der Federung. Aber ich habe mich einfach nicht wohlgefühlt. Daher konnte ich im Qualifying auch keine super Zeit fahren und bin nur Siebter geworden, was ich mir nicht erhofft hatte. Morgen werden wir dann versuchen, alles umzusetzen, was wir an diesem Wochenende gelernt haben, auch im Falle von Regen."

8. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich habe mir mehr erwartet. Gestern war ich mit dem Bike nicht am Maximum, bin aber trotzdem schnell gewesen. Heute Morgen hat uns der Wind ein paar Probleme bereitet, wodurch ich keine gute Pace gefunden habe. Die zweite Reihe wäre ein gutes Resultat gewesen, aber ich bin keine perfekte Runde gefahren. Dennoch sind die Bedingungen gegeben, ein gutes Rennen zu bestreiten."

Danilo Petrucci hatte sich mehr erwartet - Foto: Tobias Linke

9. Aleix Espargaro (Aprilia): "Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht. Ich bin nicht komplett zufrieden, denn wir hätten weiter vorne starten können. Aber insgesamt bin ich mit unserem Level zufrieden. Im Qualifying habe ich alles gegeben, bin sogar ein paar Risiken eingegangen. In Kurve elf habe ich jedoch einen kleinen Fehler gemacht, der mich mindestens ein paar Zehntel gekostet hat. Es sollte ein lustiges Rennen werden. Wir sind alle eng beisammen. Meine Rennpace ist ziemlich gut. Mit unserem Potenzial sind die Top 8 das Minimum, was ein toller Ertrag unserer harten Arbeit wäre."

10. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Gestern habe ich mich mit dem Bike nicht wohlgefühlt, dann haben wir heute ein paar Veränderungen vorgenommen und es wurde noch schlimmer. Man muss jedoch auch berücksichtigen, dass die Streckenbedingungen anders waren. In FP4 haben wir etwas anderes probiert, weshalb ich härter pushen konnte. In Q1 haben wir unsere Zeit wieder verbessert und obwohl wir es eigentlich nicht geschafft hatten, kamen wir durch die Aberkennung anderer Zeiten noch in Q2. Es war wichtig, den Tag mit einem guten Gefühl zu beenden. Ich bin glücklich, denn ich konnte so fahren, wie ich wollte."

11. Michele Pirro (Ducati): "Leider habe ich mir mein Qualifying mit einem Sturz in Kurve acht ruiniert. Das Bike hat plötzlich Grip am Hinterrad verloren und ich fand mich selbst nach einem Highsider auf dem Boden wieder. Das hat unsere Strategie für eine gute Startposition ruiniert und ich bin sehr enttäuscht, denn wir hatten das Potenzial für mehr. Morgen aus Reihe vier zu starten macht die Dinge komplizierter, aber mein Ziel ist es, so viele Plätze wie möglich gut zu machen. Die Konkurrenzfähigkeit meines Bikes sollte mir die Chance dazu geben."

12. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Das war ein sehr guter Tag für uns. Am Morgen war es etwas schwierig, wir wollten pushen, aber wir hatten einige Probleme mit der Front. In FP4 hatte ich einen kleinen Sturz. Im Qualifying habe ich dann alles gegeben, was ich konnte. Ich wollte mich an Alvaro dranhängen und er hat mir geholfen. Die verrückten Regeln wurden dann angewendet und ich habe es in Q2 geschafft, weil ein oder zwei Fahrer zu weit draußen waren. Ich mag die Regel nicht, aber in diesem Fall war es unser Vorteil. In Q2 wollte ich pushen, hatte an der Front aber ein großes Problem. Zweimal hatte ich sie verloren und wäre beinahe gestürzt."

13. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Wir waren nah dran, aber wir haben Q2 nur um ein Zehntel verpasst, um auf Platz "12+1" zu landen. In FP4 bin ich gecrasht, wodurch ich etwas Zeit für dieses Wochenende verloren habe. Ich hatte versucht, diese Kurve etwas anders zu fahren, habe aber den Kerb berührt und bin gecrasht. Nichtsdestotrotz sind wir nicht so schlecht, bedenkt man, dass wir immer noch dieselben Probleme wie zu Saisonstart haben. Und das ist extremes Chattering beim Bremsen. Morgen versuche ich, ein gutes Rennen zu fahren. Sollte es nicht regnen, sind die Top 10 mein Ziel. Sollte es aber regnen, können wir von mehr träumen."

14. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Es ist sehr schade, dass meine Rundenzeit gestrichen wurde, nachdem ich so viel Einsatz gezeigt habe. Das fühlt sich nicht wie Racing an. Ich habe die Wiederholung nicht gesehen. Sollte ich komplett neben der Strecke gewesen sein, verstehe ich die Entscheidung. Die andere Seite der Medaille ist aber, dass ich eine starke Pace für das Rennen habe und die Zeit war gut, gemessen an den Bedingungen an diesem Wochenende. Die Wettervorhersage sieht für morgen Regen, daher müssen wir das einplanen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir einige Punkte holen können."

15. Loris Baz (Avintia Ducati): "In Q1 hatte ich gehofft, näher an der Spitze zu sein. Auf meinem zweiten Versuch hatte ich allerdings keinerlei Referenzpunkt und musste die Runde komplett alleine fahren. Insgesamt lief der Tag gut und ich denke, wir haben eine gute Pace für das Rennen. In den schnellen Kurven verlieren wir zu viel, denn das Bike war für Winglets konstruiert, nun aber fehlt Gewicht an der Front. Ich hatte da einige Momente an diesem Wochenende und um ehrlich zu sein, macht es schon etwas Angst, wenn man bei 300 km/h die Front verliert. Nun warten wir, was das Rennen morgen macht. Sollte es regnen, könnte es gut laufen."

Jonas Folger hatte Pech mit den Track Limits - Foto: Tech3

16. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Es ist ärgerlich. Nach den Schwierigkeiten Vertrauen zu finden, war sehr wichtig. Dann wurde mir die Runde gestrichen. Ich bin ein bisschen geschockt, aber so sind die Regeln. Es ist eigentlich unnötig, weil es eine scharfe Gerade ist. Es ist ja nicht direkt am Kurvenausgang. Das Thema hatte ich in Brünn aber schon mal in der letzten Kurve. Ich muss einfach besser aufpassen. Ich bin in diesem Moment im Tunnel und fühle das Limit intuitiv. Ich muss besser aufpassen."

17. Pol Espargaro (KTM): "Wir sind hier in einer schwierigen Situation. Es ist schade, denn bei den Testfahrten waren wir ziemlich gut. Ich weiß nicht genau, was mit den Reifen los war, aber ich musste den Medium nehmen, um im Qualifying eine Zeit zu setzen. Das ist nicht normal. Eigentlich muss der Soft der Reifen sein, um auf eine Runde schnell zu sein. Der Softe ist hier aber zu weich, besonders in den schnellen Kurven, mit dem Medium können wir es aber nicht managen. Wir sind jede Kurve knapp davor, zu crashen. Ebenso aber mit dem Soft. Unsere Situation ist schwierig, aber hoffentlich sind die Bedingungen morgen etwas anders. Sollte es trocken sein, sind wir nicht schnell genug. Wenn es regnet, sind unsere Chancen größer."

18. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Im Training war ich Zwölfter, das ist für das Rennen ein ermutigendes Zeichen. In FP4 hatte ich jedoch Probleme mit dem Hinterreifen und das Qualifying war dann keine einfache Session für mich. Aber wie immer werde ich 100 Prozent geben und wir werden nun abwarten, was das Wetter im morgigen Rennen so macht."

19. Scott Redding (Pramac Ducati): "Ich bin vom Ergebnis des Qualifyings enttäuscht, aber wenn wir ehrlich sind, haben wir schon das ganze Wochenende Probleme. Das Gefühl für die Front ist nicht gut, deshalb konnte ich kein Selbstvertrauen finden. Ich habe nicht viel vom Qualifying erwartet. Ein gutes Ergebnis einzufahren wäre nicht einfach geworden. Es gab aber die Möglichkeit, etwas zu schaffen. Im Regen werden wir sehen, was passiert."

20. Alex Rins (Suzuki): "Mit fällt es an diesem Wochenende schwer, Fortschritte zu machen. Wir arbeiten wie immer hart, aber schaffen es einfach nicht, uns im Klassement nach vorne zu arbeiten."

21. Andrea Iannone (Suzuki): "Ich habe keine Ahnung, was huer abgeht. Wir haben große Probleme und ich kann nicht fahren wie gewöhnlich. Ich war noch nie so langsam. Wir haben leider nicht nur eine Problemstelle, sondern viele kleine Dinge, die nicht passen."

22. Bradley Smith (KTM): "Ich war mit meinem Tag eigentlich recht zufrieden. In FP4 habe ich solide Rennpace gefunden, konnte auf beiden Reifen gute Zeiten fahren. Bin da also ganz glücklich und gut aufgestellt, egal, was morgen passiert. Qualifying war etwas schade. Auf meinem ersten Reifensatz wollte ich drei Runden fahren, aber jeder ist nach zweien reingekommen, weshalb ich nachziehen musste. Und auf meinem zweiten Satz ist Pol in Kurve zwei gecrasht, weshalb ich nicht durchziehen konnte. Ich hatte heute mehr drauf, aber beide Runden waren beeinträchtigt."

23. Sam Lowes (Aprilia): "Bisher war dieses Wochenende keines unserer Besten. Zum Glück waren unsere Stürze allesamt harmlos. Leider hat mich der Sturz im Qualifying daran gehindert, weiter nach vorn zu kommen. Aber wenn ich mir das FP4 anschaue, das unsere Situation mit dem Renn-Setup am besten reflektiert, dann können wir positiv sein. In Sachen Wetter kann morgen alles passieren. Wenn es regnet, werde ich mein gutes Gefühl für das Bike im Nassen nutzen. Aber auch wenn es trocken bleibt, können wir sicher um die Punkte kämpfen."


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