MotoGP

Die Stimmen zum Deutschland GP der MotoGP

Marc Marquez siegt zum achten Mal in Folge, Jonas Folger fährt zum ersten Mal auf ein MotoGP-Podium. Die Stimmen zum Rennen:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Es war ein sehr schnelles Rennen. Der Rhythmus war unglaublich. Ich war von Anfang an schnell. Dann hat Jonas mich überholt und ich dachte, es wäre nur wegen des Reifens. Aber er blieb die ganze Zeit schnell. Dann habe ich mir gedacht, dass er es am Ende des Rennens sicher nochmal versucht. Ich habe dann den Rhythmus angezogen und meine Rundenzeit verbessert. Ich freue mich jetzt auf die Sommerpause. Ich hätte wirklich nicht erwartet, nach der Hälfte der Saison WM-Führender zu sein. Aber wir haben hart gearbeitet."

2. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich habe das heute nie erwartet. Ich war stark und konnte Marc gut folgen. Ich konnte nicht glauben, dass wir uns so von den anderen abgesetzt haben. Dani war weit hinter uns. Ich habe versucht, mit Marc mitzuhalten. Ich habe versucht, die Reifen zu schonen, aber am Ende habe ich sie verschlissen. Marc war zu schnell. Zwei Runden vor Ende musste ich aufgeben. Das ist schade, denn ich hatte das Gefühl, als hätte ich ihn heute schlagen können. Es ist unglaublich. Danke an alle, die an mich geglaubt haben, als ich aus der Moto2 kam und an die Fans hier. Es ist unglaublich."

3. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ich denke, wir hatten heute eine gute Chance. Ich bin gut gestartet, die ersten zwei Runden waren unglaublich. Marc hat schon da hart gepusht. Nach zwei Runden hatte ich viel Spinning auf der linken Seite. Mein Reifen war heiß. Folger war dann auch so schnell. Ich habe versucht, ihn und Marc einzuholen, aber immer, wenn ich gepusht habe, wurde das Spinning stärker. Die Punkte jetzt sind auch gut für die WM."

4. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich bin wirklich zuversichtlich, was die WM angeht. Um von Startplatz elf Vierter zu werden, musste ich viele Piloten überholen, was viel Zeit gekostet hat. Trotzdem war ich nah an Dani dran. Das bedeutet, dass wir das gesamte Rennen über einen guten Job gemacht haben. Wir sind damit ziemlich glücklich. Aber wir wissen natürlich, dass wir das Motorrad noch sehr verbessern müssen. Nach dem was in Assen passiert ist, Zweiter in der WM zu sein, ist positiv."

Vinales zeigte eine Aufholjagd von Startplatz elf - Foto: Tobias Linke

5. Valentino Rossi (Yamaha): "Es war ein schwieriges Wochenende, denn wir haben sehr gelitten - wie schon auf anderen Strecken dieses Jahr. Zum Glück konnten wir hier aber besser arbeiten. Das Rennen war nicht so schlecht, denn ich konnte vom Beginn bis zum Schluss eine gute Pace gehen. Ich bin glücklich, wenn ich um das Podium kämpfen kann, aber Platz fünf ist auch ziemlich gut. Das sind gute Punkte für die Weltmeisterschaft. Wir liegen jetzt nur zehn Punkte hinter dem Führenden, daher denke ich, dass die WM immer noch sehr offen ist. Ich werde mich jetzt erstmal für zwei Wochen entspannen, mit Familie und Freunden. Danach steige ich wieder ins Training ein, denn ich muss mit hundertprozentiger Fitness nach Brno kommen."

6. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Ich bin zufrieden, denn ich wusste, dass ich im Trockenen einen guten Rhythmus haben würde. Auch wenn die Bedingungen gestern im Qualifying nicht die Besten waren, habe ich heute Spaß haben können. Wir waren das ganze Rennen über konstant. Wir haben dieses Jahr viel Pech, aber unser wahrer Level hat sich in diesem Rennen gezeigt. Wir müssen positiv bleiben."

7. Aleix Espargaro (Aprilia): "Es ist ein gutes Ergebnis, aber ich habe sogar noch mehr erwartet. Mit der Ausnahme von Marc und Jonas, die ein unglaubliches Rennen gefahren sind, hätte ich gedacht, dass ich dichter am Podium dran wäre. Leider musste ich zu Beginn viele Überholmanöver einzwingen, die den Reifen gestresst haben. Ich habe dabei ein paar Zehntel verloren. Es war trotzdem ein gutes Wochenende für uns. Wir verbessern uns Schritt für Schritt."

8. Andrea Dovizioso (Ducati): "Meine letztendliche Platzierung ist schade. Wir hatten uns für den weichen Hinterreifen entschieden, aber wir hatten nicht allzu viele Daten, da wir im trockenen nicht so viele Runden gefahren sind. Das Risiko hat sich leider nicht ausgezahlt. Gegen Ende des Rennens hatte ich zu kämpfen, da die Performance vom Reifen plötzlich und sehr stark nachließ. Es ist eine seltsame Meisterschaft und die Rennen sind nicht immer einfach zu managen. Letztendlich war das Wochenende am Sachsenring ziemlich kompliziert, aber auch wichtig für die Zukunft, denn wir konnten einige Dinge besser verstehen."

Andrea Dovizioso verspielte mit P8 die WM-Führung - Foto: Tobias Linke

9. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Im Großen und Ganzen war es ein gutes Rennen für mich. Am ersten Tag habe ich mich gut gefühlt, aber das Wetter hat die Dinge schwierig gemacht. Der Samstag war schwierig. Ich bin im FP3 gestürzt, was alles noch komplizierter gemacht hat. Ich bin am Ende von Rang 19 gestartet. Ich musste ruhig bleiben und das Rennen Runde für Runde geschehen lassen. Das hat es mir erlaubt, meine Konkurrenten zu überholen. Ich habe gesehen, dass die anderen Piloten Probleme bekommen haben und dass ich stärker war. Ich dachte, ich könnte Siebter oder Achter werden, aber die Gruppe war zu weit weg."

10. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich bin ziemlich enttäuscht und froh, dass es vorbei ist. Wir hatten Probleme mit dem Grip am Vorderrad. Das Team untersucht das Problem noch, aber was wir bisher wissen ist, dass der Druck vorne nach ein paar Runden zu hoch war. Ich musste langsamer fahren und mich aus allem heraushalten, um das Rennen beenden zu können. Ich bin in den ersten Runden zwei oder drei Mal fast gestürzt, aber ich konnte Valentino überholen. Hätte ich es geschafft, vor ihm zu bleiben, hätte ich sicherlich meinen Rhythmus gefunden. Aber so bin ich nur Zehnter geworden."

11. Jorge Lorenzo (Ducati): "Ich kann mit dem Ergebnis von heute nicht zufrieden sein. Weder mit meiner Platzierung noch mit dem Rückstand auf den Sieger. Nachdem Warm-Up, was wirklich schlecht lief, war ich hinsichtlich des Rennens schon sehr besorgt. Dennoch konnte ich zu Beginn vier oder fünf Runden mit einer guten Pace hinlegen, bis die Performance des Hinterreifens auf der linken Flanke einbrach. Gegen Rennende musste ich langsamer machen, da ich am Gas so viel Schlupf hatte. So konnte ich nicht länger um Platz neun kämpfen. Sowohl in Assen als auch hier gab es zwei oder drei Kurven, in denen ich zu viel Zeit auf die Piloten an der Spitze verloren habe. Ich hoffe, dass ich diese Probleme bei den kommenden Rennen nicht haben werde."

12. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich ärgere mich darüber, wie es heute lief. Ich hatte von der Warm-Up-Runde schon ein schlechtes Gefühl. Während des Rennens hatte ich Probleme damit, das Bike am Laufen zu halten, denn in den Linkskurven war ich über dem Limit. Alle Fahrer haben mich auf der Geraden überholt, was mir nie passiert. Leider hat mir der Hinterreifen nicht erlaubt, mein Potenzial zu zeigen. Es tut mir leid für das Team. Ich bin enttäuscht."

13. Pol Espargaro (KTM): "Das war insgesamt ein sehr gutes Wochenende für uns. Das Team hat vom ersten Tag weg gut gearbeitet und das Motorrad hat sich super angefühlt, auch das Qualifying war echt stark. Ohne die Reifenprobleme in den letzten zwei Runden hätte ich weniger als 30 Sekunden hinter dem Sieger im Ziel sein können, was wirklich unglaublich ist. Natürlich geht immer etwas mehr, aber wir müssen zufrieden sein. Das ist erst der Anfang!"

14. Bradley Smith (KTM): "Ich hatte in den ersten zehn Runden Probleme. Da müssen ich und das Team noch daran arbeiten, dass ich in dieser Phase ein besseres Gefühl bekomme. Im restlichen Rennen habe ich aber einen guten Rhythmus gefunden. Mit dem Endergebnis müssen wir auf jeden Fall zufrieden sein, denn es ist nur ein Fahrer vor uns gestürzt und sowohl Pol als auch ich haben gepunktet, auch Mika war nicht weit entfernt. Das ist ein großartiges Resultat für unser Projekt. "

Smith punktete wie Teamkollege Pol Espargaro - Foto: Tobias Linke

15. Jack Miller (Marc VDS): "Der Vorderreifen hat über die Renndistanz gut gehalten, aber beim Hinterreifen lief es anders. Er hat einfach nicht so funktioniert wie im Training. Der Reifen hatte auf beiden Seiten Spinning. Das ging von Anfang an so, aber nach drei Runden hat es sich angefühlt, als wäre ich schon 30 gefahren. Mit so vielen Linkskurven hatte ich mit zehn Runden auf der Uhr kaum Grip mehr. Es war ein komisches Gefühl. Ich habe hier ein starkes Rennen erwartet, deshalb ist es ein enttäuschendes Ergebnis."

16. Mika Kallio (KTM): " Es war für mich nicht einfach, weil ich das Rennfahren einfach nicht mehr so gewohnt bin, vor allem Situationen wie den Start und die erste Kurve, wo man gegen so viele Fahrer kämpft. Im restlichen Rennen ist es dann aber gut gelaufen, ich konnte meine Position halten und sogar ein paar Fahrer einholen. Mit meiner Pace war ich sehr zufrieden, es ist nur schade, dass ich mich nicht weiter vorne platziert habe. Meine schnellste Runde war besser als die von Valentino, Pol oder Bradley. Wir hätten also mindestens in der Gruppe von Pol sein müssen und Punkte holen. Vielleicht das nächste Mal."

17. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Meine Gefühle nach dem Rennen sind gemischt, denn wir haben die beste Rundezeiten des Wochenendes gesetzt und sind ein starkes Rennen gefahren, aber wir sind leider nur 17. geworden. Das ist nicht gut. Ich bin von P20 gestartet und hatte am Anfang Probleme. Ich muss zu Beginn des Rennens aggressiver sein. Deshalb habe ich Boden verloren und am Ende des Rennens hatte ich Spinning und bin viel gerutscht. Das konnte ich nicht ausgleichen und habe den Anschluss an Smith verloren."

18. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Es war ein seltsamer Tag, denn wir haben denselben Reifen im FP3 getestet, den wir im Rennen gefahren sind und alles hat gut funktioniert. Nach vier oder fünf Runden im Rennen war er aber komplett hinüber, deshalb musste ich beim Gas geben vorsichtig sein. Es war gefährlich und wäre einfach gewesen, zu stürzen. Deshalb habe ich einfach nur versucht, das Rennen zu beenden. Ich habe das Motor-Mapping geändert, was gut geholfen hat. Ich war aber trotzdem gezwungen, langsamer zu fahren, als ich wollte. Das war seltsam."

19. Loris Baz (Avintia Ducati): "Es war das gleiche Problem, das ich schon das ganze Wochenende über hatte. Die ersten Runden waren ziemlich gut, das Gefühl mit den neuen Reifen war perfekt und ich konnte ein paar Fahrer überholen. Nach zehn Runden hab ich hinten sämtlichen Grip verloren und es fühlte sich an, als ob ich einen Regenreifen fahre. Ich hatte jede Runde heftige Rutscher. Deshalb entschied ich mich dazu, es ruhig angehen zu lassen und das Rennen lieber zu beenden."

20. Scott Redding (Pramac Ducati): "Es war das schlimmste Rennen meiner Karriere. Ich verstehe nicht, wie das passieren konnte, denn mein Gefühl im Warm-Up war gut. Leider habe ich nicht das richtige Gefühl finden können und war deshalb nicht konkurrenzfähig. Es war ein sehr harter Sonntag für mich."

21. Alex Rins (Suzuki): "Das Resultat ist nicht gut, aber wir können positive Dinge mitnehmen. Ich habe in der ersten Rennhälfte eine gute Position gehalten und meine Pace war konstant. Dann bin ich leider von der Strecke abgekommen und habe viel Zeit verloren. Der plötzliche Abbau des Hinterreifens hat es dann unmöglich gemacht, wieder aufzuholen. Ich konnte einfach nicht mehr die Linien fahren, die ich wollte. In diesem Rennen habe ich wieder etwas gelernt."

DNF - Andrea Iannone (Suzuki): "Ich bin über dieses Rennen sehr glücklich - natürlich nicht was das Resultat betrifft, aber was unseren Fortschritt angeht. Wir haben an diesem Wochenende einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Ich habe mein Selbstvertrauen zurück. Ich habe eine besseres Gefühl für das Motorrad und kann endlich wieder so pushen, wie ich es will. Im Rennen heute musste ich von weit hinten starten, dass hat alles beeinflusst. Ich habe versucht aufzuholen, bin dabei aber leider gestürzt. Bis dahin waren mein Feeling und meine Zeiten aber gut."

Andrea Iannone schrieb eine weitere Nullnummer - Foto: Suzuki

DNF - Sam Lowes (Aprilia): "Ein kleiner Fehler hat mich das Rennen heute gekostet. Es ist schade, denn ich habe ein paar Fahrer überholt und habe Boden gut gemacht. Meine Pace war gut, sogar im Vergleich mit Aleix, der heute wirklich außergewöhnlich gut war. Man sieht Verbesserungen."

DSQ - Hector Barbera (Avintia Ducati): "Ich war bei der Rennleitung, um mir die Bilder anzuschauen. Ich war davon überzeugt, keinen Frühstart gemacht zu haben. Und ich hatte Recht. Das Problem bei dieser Strecke ist, dass der Start bergauf erfolgt und ich das Motorrad bewegt habe, während die roten Lichter noch an waren. Deshalb haben sie mich bestraft. In den ersten Runden kämpfte ich dann in einer großen Gruppe und konnte die Nachrichten auf meinem Dashboard nicht sehen, genau wie das Boxentafel für die Durchfahrtsstrafe. Deshalb wurde ich disqualifiziert."


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